Red Bull Ring Spielberg
Bürgermeister Manfred Lenger ist über das Ring-Comeback erfreut.
 

Spielberg: Bürgermeister freut sich über das Comeback

Das Motorsport Comeback in Spielberg wirkt sich auf die ganze Region, rund um den Red Bull Ring, aus. Bürgermeister Manfred Lenger über die Spielbergrückkehr, die größten Profiteure und wem er die Daumen drückt.

26.03.2014 APA

Das Formel 1 Comeback in Österreich wirkt sich auf die ganze Region, rund um den Red Bull Ring, aus. Der F1-Vertrag läuft bis zum Jahr 2020 und bis dahin sollten die „bitteren Zeiten“ vorbei sein. Bürgermeister Manfred Lenger (SPÖ) freut sich auf den ersten Grand Prix auf dem Red Bull Ring und hofft auf einen Werbeeffekt: „Wir wollen uns von der schönsten Seite präsentieren.“ Touristen sollen dann auch abseits der Formel 1 vermehrt ins Murtal kommen.

Frühjahrsputz, statt großen Investitionen

Lenger zu den Plänen anlässlich der Rückkehr der Königsklasse des Motorsports. „Größere Investitionen wird es seitens der Gemeinde nicht geben, aber die Infrastruktur wird gut in Schuss sein, schließlich stehen wir medial in der Auslage.“ Mit etwas mehr „Schmuck“ sei aber zu rechnen: Die beiden großen Kreisverkehre im Ort werden schöner gestaltet und die Hauptstraße mit speziellen Fahnen geschmückt. Bei den Außenanlagen solle in diesem Jahr generell etwas mehr als sonst investiert werden.

Wirtschaft und Tourismus profitieren am meisten

Als die großen Profiteure sieht Lenger weniger die Gemeinde, vielmehr aber die Wirtschaft und den Tourismus. Das bringe zwar auch Jobs, diese würden in punkto Kommunalsteuer aber nicht wesentlich ins Gewicht fallen. Mehr Arbeitsplätze bedeute allerdings auch mehr Bewohner, weil die Leute in die Nähe ihrer Arbeit ziehen. „Spielberg hatte ohnehin zuletzt immer Zuwachs und hat momentan etwa 5.200 Einwohner. Für die Region ist die Formel 1 aber eine berechtigte Hoffnung, um die Abwanderung zu bremsen“, meinte der Bürgermeister.

Freude über Comeback

Für die Gemeinde Spielberg sei die Formel 1 eine Chance, sich zu präsentieren. „Wir leben seit fast 40 Jahren mit dem Motorsport. Die Zeit, wo nichts war, war bitter.“ Die überwiegende Mehrheit der Bewohner freue sich auf das Comeback, wenngleich es Kritiker immer geben würde. Lenger persönlich hat seit den 1980er-Jahren kein Rennen versäumt: „Besonders der Sieg von Niki Lauda hat sich in meine Erinnerung gebrannt.“ Das war 1984.

Wunschsieger? Red Bull

Daumendrücken wird der Bürgermeister im Juni beim Grand Prix dem „österreichischen Team, weil Österreicher fährt ja keiner mit“. Das habe nichts mit Red Bull an sich zu tun, es habe „rein patriotische Hintergründe“. „Die österreichische Hymne am Ring zu hören, wäre der Punkt auf dem I“, so Lenger.

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