Formel 1 Spielberg 2014
Keine Red-Bull-Party in Spielberg.
 

Formel 1 GP Österreich: Das schreibt die internationale Presse

Über das Comeback des Grand Prix von Österreich in Spielberg, die Dominanz von Mercedes und das Ausscheiden von Sebastian Vettel.

23.06.2014 APA

Das Comeback des Grand Prix von Österreich hat nicht nur 100.000 Motorsportbegeisterte Zuschauer angelockt, sondern auch für eine Überraschung im Qualifiying und den sechsten Doppelerfolg der Silberpfeile gesorgt. Das schreibt die internationale Presse über das Rennwochenende:

Deutschland

„Bild“: „Es sollte eine riesige Party mit 100.000 Red-Bull-Fans auf der konzerneigenen Strecke in Spielberg werden. Stattdessen wurde der Heim-Grand-Prix in Österreich für Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel (26) beim Rosberg-Sieg zum Desaster. Der dritte Ausfall des Jahres ist mit Abstand der frustrierendste. Die Steuer-Elektronik des Renault-Motors streikte mal wieder.“

„Frankfurter Allgemeine“: „Rosbergs nächster Schritt zum Titel. Bei der Sternstunde in der Steiermark hält der Deutsche Hamiltons Druck wieder stand. Vettel scheidet beim Formel-1-Comeback in Österreich aus.“

„Stuttgarter Zeitung“: „Es ist alles so süß auf dem Red-Bull-Ring im Red-Bull-Land Steiermark. Bis auf den Ausgang des Großen Preises von Österreich. (…) Sebastian Vettel gibt zur Rennmitte auf. Der Weltmeister braucht dringend das, was die Dose sonst verspricht: mehr Energie.“

„Die Welt“: „Mercedes-Piloten verderben Red Bull das Heimspiel. Erneuter Doppelsieg der Silberpfeile in Österreich, Vettel scheidet aus und kann nicht mehr aus eigener Kraft Weltmeister werden.“

„Stuttgarter Nachrichten“: „Desaster für Vettel. Schlimmer geht’s nimmer. Red Bull Racing erlebte bei der Formel-1-Premiere des Red-Bull-Rings in Spielberg vor 100.000 Zuschauern ein Desaster. Daniel Ricciardo (Australien) landete fast unbeachtet auf Platz acht. Noch übler erging es allerdings Weltmeister Sebastian Vettel.“

Italien

„Gazzetta dello Sport“: „Mercedes im Doppelpack, Rosberg hängt Hamilton ab. In den letzten drei Rennen hat der Deutsche den Lauf jeweils noch umgekehrt, zeigte psychologische Kraft und Reife, einem Anwärter auf den Titel würdig.“

„La Stampa“: „Vorstoß auf den Titel zu. Nico Rosberg ist weniger launisch, also verlässlicher als Lewis Hamilton. Und er ist damit die ideale Besetzung, wenn er dabei eine nahezu perfekte Maschine hat.“

„Corriere della Sera“: „Und immer Mercedes. Sechster Doppelpack und Nico Rosberg setzt sich ab. Es bleibt nur Lewis Hamilton, um den Traum noch zu durchkreuzen.“

„La Repubblica“: „Flucht oder Beschleunigung? Was es auch immer sei, Nico Rosberg hat seinen besten Gang eingelegt. In Österreich hat Mercedes mit dem sechsten Doppelpack noch einmal unterstrichen, wer das Kommando hat.“

Frankreich

„L’Equipe“: „Der Sieg wurde letztlich aufgrund von Strategie und Boxenstopps errungen. Das auf diesem Gebiet erfahrenere Mercedes-Team behielt so die Oberhand gegenüber dem britischen Team (Williams/Anm.).“

„Le Parisien“: „Nicht einen Handschlag auf dem Podium, kein Blick während der Preisverleihung und noch weniger während der Pressekonferenz: Das Duell zwischen Rosberg und Hamilton wurde an diesem Sonntag auf der Red-Bull-Rennstrecke wieder aufgenommen.“

„Le Figaro“: „Und noch ein Doppelerfolg für Mercedes! (…) Es ist der sechste Doppelsieg in acht Rennen für das deutsche Motorsportteam. Ein Sieg ohne Abstriche.“

Schweiz

Blick: „Rosberg siegt, im Mercedes-Titelkampf wird Hamilton nervös. Das tolle Volksfest auf dem Red-Bull-Ring wird zur Heimpleite: Drei Bullen-Autos scheiden aus, Ricciardo (8.) rettet die Ehre. Vettel gibt nach einem kurzen Antriebsausfall später auf, ‚um Kilometer zu sparen‘.“

Neue Zürcher Zeitung: „Gut 100.000 Zuschauer in der Freiluftarena von Spielberg fiebern dem Auftritt von Red Bull Racing entgegen. Doch dem Sieg vor zwei Wochen in Kanada durch Daniel Ricciardo folgt vor heimischem Publikum eine herbe Enttäuschung. Nach einem Rennen Unterbruch dominiert Mercedes wieder.“

Großbritannien

„Daily Mail“: „Die drei Ausfälle am Sonntag fuhren alle für die Red-Bull-Marke. So etwas stand nicht im Drehbuch, als Dietrich Mateschitz sich von Millionen trennte, um die Formel 1 zurück nach Österreich zu bringen.“

„The Times“: „Rosberg zeigt Red Bull die Grenzen auf. Am Ende war es wieder ein ziemlich einfacher Sieg, der die Überlegenheit des Teams bewies.“

„Independent“: „Lewis Hamiltons Schadenbegrenzung in Österreich war eine perfekte Kombination seines Talents und seines Kampfgeists.“

Weitere Links zur Formel 1 in Österreich:

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