sutil
 

Formel 1-Team Sauber droht Millionenklage

Ex-Sauber-Pilot Adrian Sutil verklagt seinen ehemaligen Rennstall auf 3,22 Millionen Euro, weil er trotz eines bestehenden Vertrags 2015 nicht eingesetzt wurde.

14.01.2016 APA

Dem Schweizer Formel-1-Rennstall Sauber droht eine Millionenklage. Das Zürcher Obergericht hat die Rechtsöffnung des deutschen Rennfahrers Adrian Sutil für rechtmäßig erklärt, wie aus einem Urteil vom 5. Jänner hervorgeht. Der ehemalige Sauber-Fahrer, jetzt bei Williams als Testfahrer engagiert, verlangt von Sauber über 3,5 Millionen Schweizer Franken (3,22 Mio. Euro) als Entschädigung dafür, dass er in der vergangenen Formel 1-Saison trotz seines bestehenden Vertrags nicht als Pilot bei Sauber eingesetzt wurde.

Sauber kritisierte Sutils Leistungen

Sauber hatte die Zahlung abgelehnt und Sutil schlechte Leistungen angelastet. So sei er bei einem Rennen 2014 mit einer Strafe und Rückversetzung belegt worden. Er habe auch durch eine Fehlmanipulation den Motor abgewürgt und weisungswidrig das Fahrzeug verlassen. Außerdem kritisierte der Rennstall, der Pilot habe mündlich Sponsorengelder für rund 40 Millionen Franken (36,85 Mio. Euro) zugesichert, die Zusage aber nicht eingehalten. Die Richter ließen aber – im Gegensatz zum Bezirksgericht Hinwil – die Rechtsöffnung zu. Sauber muss Sutil eine Prozessentschädigung von 10.000 Franken (9.212,35 Euro) bezahlen.

Außergerichtliche Einigung mit Giedo van der Garde

Sutil saß bis Ende der Saison 2014 im Sauber-Cockpit, wurde aber ab der Saison 2015 trotz eines Vertrags nicht mehr weiter beschäftigt, wie auch Testfahrer Giedo van der Garde, mit dem sich der Hinwiler Rennstall nach einer Klage in Australien außergerichtlich geeinigt hat.

Mehr zum Thema
pixel