© Bild: Srdjan Suki / EPA / picturedesk.com
Nach kurzer Unsicherheit kann Rosberg sich nun endgültig über seine 2. Saison-Pole freuen.
 

Formel 1: Rosbergs Zittern um Monaco-Pole hat ein Ende

Die von Rosberg verursachte Gelb-Phase zum Ende des Qualifyings hat keine Konsequenzen – der deutsche Mercedes-Pilot behält die Pole

24.05.2014 APA

Nico Rosberg kann auch 2014 aus der Pole-Position in den Formel-1-Grand-Prix von Monaco starten. Gegen den deutschen Mercedes-Piloten wird es keine Sanktionen geben, teilte der Motorsport-Weltverband FIA am späteren Samstag mit. Nach dem Qualifying hatte es eine ausführlichen Untersuchung gegeben. Vorjahressieger Rosberg hatte sich in den letzten Sekunden des entscheidenden Kampfes um die Positionen in der Startaufstellung verbremst und war bei der Mirabeau-Kurve in den Notausgang gefahren. Wegen der dadurch notwendigen Gelb-Phase mussten alle anderen Piloten ihre finalen Zeitenjagden abbrechen.

Pole in Monaco ist halber Sieg

Rosbergs Mercedes-Teamkollege Lewis Hamilton war zu diesem Zeitpunkt mit Zwischenbestzeit unterwegs gewesen. Der englische WM-Leader, der die jüngsten vier Rennen jeweils vor Rosberg gewonnen und in der WM mit drei Punkten Vorsprung auf den Deutschen in Führung liegt, reagierte deshalb sehr verschnupft. Auf dem engen Straßenkurs in Monaco ist der erste Platz in der Startaufstellung schon der halbe Sieg.

Stewards fanden keinen Grund für absichtlichen Austritt Rosbergs

Auch Alain Prost und Ayrton Senna hätten nicht jede Situation ausdiskutiert, hielt der sichtlich verärgerte Hamilton ein klärendes Gespräch mit seinem Freund und Wohnungsnachbarn aber für verzichtbar. Die Stewards hatten Telemetrie- und Videodaten überprüft und keinen Grund für einen eventuell absichtlichen Ausritt Rosbergs gefunden.

Mercedes-interner Titelkampf

Beim überlegenen Mercedes-Team ist damit wohl endgültig der Kampf um die Führungsrolle zwischen den Piloten offen ausgebrochen. „Das ist normal, wenn zwei ähnlich talentierte Fahrer in gleich starken Autos um die WM kämpfen“, sah Ex-Rennfahrer Gerhard Berger die Situation entspannt. „Mercedes kann es sich leisten, die beiden frei fahren zu lassen. Nur wehtun sollte sich keiner“, meinte der Tiroler, der nun vor allem die Mediatorenkunst von Aufsichtsratschef Niki Lauda gefordert sieht. „Der Niki muss jetzt sein Geld verdienen.“

Strafe für Marcus Ericsson

Nicht ungeschoren davon kam hingegen Caterham-Pilot Marcus Ericsson. Der letztplatzierte Schwede muss wegen des Unfalls mit dem Williams-Fahrer Felipe Massa am Sonntag wegen „rücksichtlosen Fahrens“ aus der Boxengasse starten.

Mehr zum Thema
pixel