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Ricciardo gibt nach einer Pannenserie der Mechaniker in Sepang auf. © Paul Gilham / Getty Images
 

Formel 1: Ricciardo weiter vom Pech verfolgt

Ausfall nach Pannenserie in Malaysia – 10-Sekunden-Zeitstrafe und in Bahrain-Startaufstellung zehn Plätze zurück – Australien-Disqualifikation dürfte bestehen bleiben

30.03.2014 APA

Sepang (APA) – Daniel Ricciardo bleibt der Pechvogel in der Formel-1-WM 2014. Zwei Wochen nach seiner Disqualifikation als Renn-Zweiter in Australien musste der Red-Bull-Neuzugang am Sonntag beim Grand Prix von Malaysia nach einer Pannenserie aufgeben und wird zudem für das kommende Rennen in Bahrain hart bestraft. Der 24-jährige Australier muss in der Startaufstellung um zehn Positionen nach hinten.

Unsafe Release

Die Rennkommissare bestraften damit ein sogenanntes „unsicheres Losfahren“ während des Grand Prix auf dem Sepang International Circuit am Sonntag. Die Red-Bull-Boxencrew hatte den neuen Teamkollegen von Weltmeister Sebastian Vettel in der 41. von 56 Runden weiterfahren lassen, obwohl nach einem Reifenwechsel das linke Vorderrad nicht richtig festgezogen war. Ricciardo musste wenige Meter später halten und wurde von seinen Mechanikern zurückgeschoben.

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Ein lockeres linkes Vorderrad kostet Ricciardo einen Platz in den vorderen Punkterängen und eine Rückversetzung um 10 Plätze beim Start in Bahrain.  © DIEGO AZUBEL / EPA / picturedesk.com

Frontflügel gebrochen

Ricciardo war zu diesem Zeitpunkt Vierter hinter Vettel und dem Mercedes-Duo Lewis Hamilton und Nico Rosberg. Er konnte das Rennen dann nicht zu Ende fahren und gab sieben Runden vor Schluss auf, nachdem sich bei der Fahrt über die Kerbs auch noch der Frontflügel gelockert und den rechten Vorderreifen aufgeschlitzt hatte. Zudem erhielt Ricciardo eine Zehn-Sekunden-Zeitstrafe.

Disqualifikation in Melbourne

Ricciardo war beim Heimrennen in Melbourne wegen zu großem Benzinverbrauch disqualifiziert worden. Red Bull hatte dort die mehrfachen Warnungen während des Rennens ignoriert, weil man die aktuellen und 10.000 Euro teuren Mess-Sensoren der FIA für nicht exakt genug hält. Über den Einspruch gegen die Disqualifikation wird am 14. April verhandelt, die Aussichten auf einen positiven Ausgang scheinen aber gering zu sein.

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