Adrian Newey
Regeländerungen bringen Sicherheitsrisiko.
 

Formel 1: Regeländerungen stellen für Newey Sicherheitsrisiko dar

Adrian Newey Technikchef von Red Bull hat Bedenken über die Sicherheit in der neuen Formel 1 geäußert.

29.01.2014 APA

Für Adrian Newey stellen die massiven Regeländerungen, die erstmals in der Saison 2014 greifen werden, ein Sicherheitsrisiko dar. Der Red-Bull-Technikchef weist darauf hin, dass die reglementbedingt niedriger gezogenen Nasen der neuen Formel-1-Boliden  eine neue Art von Gefahr bergen. Eigentlich sollten sie das Risiko von Abflügen verringern und verhindern, dass andere Piloten am Kopf getroffen werden. „Ich mache mir Sorgen, dass vielleicht genau das Gegenteil passiert – dass die Autos untereinander geraten“, warnte Newey bei den ersten Testfahrten der Saison in Jerez de la Frontera.

Regeländerungen haben mehr Gefahren gebracht

„Wenn man im rechten Winkel ins Heck eines Autos kracht, kommt man darunter und hat den Hinterteil im Gesicht. Das ist ein viel schlechteres Szenario“, betonte Newey, dessen Autos bereits je zehn Fahrer- und Konstrukteurs-WM-Titel gewonnen haben. „Für mich hat das neue Reglement mehr Gefahren gebracht, als es beseitigt hat.“ Die Maximalhöhe der auch optisch gewöhnungsbedürftigen Nasen beträgt mittlerweile nur noch 18,5 Zentimeter.

Position der Batterie bedenklich

Newey hinterfragte auch die Neupositionierung der Batterien für das Hybridsystem ERS (Energy Recovery System). „Das ist aus Sicherheitsgründen erfolgt. Ich bin mir aber nicht sicher, warum eine Batterie unter dem Tank sicherer sein soll als hinter dem Motor“, sagte der Brite. „Diese Batterien können thermisch durchgehen. Bei so einer großen Batterie ist ein Feuer sehr schwierig zu kontrollieren.“ Auch Mitarbeiter in der Boxengasse seien dadurch in Gefahr.

Sicherheit ist Newey ein Anliegen

Trotz seiner innovativen, oft aggressiven Designs ist Newey die Sicherheit im Motorsport ein Anliegen. Der 55-Jährige baute einst den Williams, mit dem der dreifache Weltmeister Ayrton Senna 1994 in Imola tödlich verunglückt war. Der legendäre Brasilianer ist bis heute der letzte Fahrer, den die Formel 1 auf der Strecke verloren hat. Sennas Tod habe ihn bis heute nicht losgelassen, hat Newey bereits mehrfach gestanden.

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  • Ravenbird

    Interessant, genau DAS habe ich mir auch gedacht. Bei einem Auffahrunfall zum Beispiel frißt der Hintermann den Motorblock des Vordermannes.
    Wer zum Teufel denkt sich diese krusen Regeln eigentlich aus?
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