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Regeländerungen in der Formel 1?

Die Formel 1 lässt mit einer geplanten Regeländerung aufhorchen. Demnach soll das Nachtanken während dem Rennen wieder erlaubt werden.

15.05.2015 APA

Die Formel 1 arbeitet an ihrem Imageproblem, mehrere Regeländerungen sollen die Königsklasse wieder attraktiver gestalten. Nach einem Treffen der sogenannten Strategiegruppe am Donnerstag in Biggin Hill in Englands wurden einige geplante Neuerungen bekanntgegeben. So soll es ab kommender Saison mehr Freiheit bei der Reifenwahl geben. Ab 2017 soll das Nachtanken während der Rennen wieder erlaubt sein.

Nachtanken während dem Rennen

Demnach soll ab der Saison 2017 das Nachtanken während der Rennen wieder erlaubt sein. Die Rennwagen sollen durch ein Facelifting nicht nur ein aggressiveres Erscheinungsbild bekommen, sondern auch zwischen fünf und sechs Sekunden pro Runde einsparen. Außerdem sollen die Motoren wieder lauter, die Reifen breiter werden. „Die Formel 1 plant schnellere Autos und aufregende Rennen“, hieß es in der Mitteilung der Strategiegruppe am Freitag.

Lange Problemliste

Die Königsklasse des Motorsports ist zu Reformen dringend angehalten. Schließlich ist die Hälfte der Teams finanziell in Not, im alten Kernmarkt Europa ist das Interesse gesunken und Betreiber einiger Traditionsstrecken können sich die Antrittsgebühren für den Formel-1-Zirkus eigentlich nicht mehr leisten. Andererseits erwirtschaftet Chefvermarkter Bernie Ecclestone weiter Milliarden.

Motorenreform bleibt aus

Im neuen Maßnahmenpaket nicht enthalten ist der von Teams wie Red Bull Racing gewünschte Einsatz eines fünften Motors. 2015 dürfen auch weiterhin nur vier Aggregate eingesetzt werden.

Kostenbremse und Lautstärke

Das hochbrisante Thema Kostenbremse fand erst gegen Ende der Mitteilung Erwähnung. An diesem Thema wollen die Parteien demnach weiter arbeiten. Vor allem der Aspekt Lautstärke dürfte Ecclestone wichtig gewesen sein. Seit der Umstellung von V8-Saugmotoren auf V6-Turboaggregate zur Saison 2014 hatte der Brite immer wieder geätzt. „Ein Formel-1-Motor muss laut sein – so laut, dass die Leute sofort wissen, dass es sich um einen Formel-1-Motor handelt“, betonte der 84-Jährige.

Tankverbot

Der Plan, das Tankverbot aufzuheben, erscheint indes wie ein Schritt in die Vergangenheit. Diese Regel war zur Saison 2010 erlassen worden. Damit sollten unter anderem Kosten gesenkt werden.

Reformen stehen erst am Anfang

Bis zu tatsächlichen Änderungen ist es aber noch ein weiter Weg. Jede angedachte Reform wird von der Strategiegruppe erst noch zur Abstimmung vorgelegt. Zunächst bewertet die Formel-1-Kommission die Vorschläge. In ihr sitzen neben den weiteren Teams unter anderen auch Sponsoren. Anschließend hat der Weltrat das Votum. Das nächste Treffen soll im Juli in Mexiko stattfinden.

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