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Für MercedesAMG lief es bei den ersten Tests in Bahrain am besten. Letzte Chance vor Melbourne beginnt schon in fünf Tagen. © MAZEN MAHDI / EPA / picturedesk.com
 

Formel 1: Red-Bull-Krise nimmt kein Ende – Mercedes weiter stark

Rosberg „schenkte“ Lauda zum 65er seine Bestzeit. Red Bull brach das Training wieder vorzeitig ab – Ricciardo kam im RB10 auf nur 15 Runden.

22.02.2014 APA

An einem weiteren Tag zum Vergessen für Red Bull hat der Formel-1-Rennstall MercedesAMG einmal mehr das Tempo bestimmt. Nico Rosberg „schenkte“ am Samstag bei Testfahrten in Bahrain Aufsichtsrat Niki Lauda zu dessen 65. Geburtstag die schnellste Runde und unterbot die Bestmarke seines Teamkollegen Lewis Hamilton deutlich. Für Red Bull hingegen nimmt die Krise kein Ende.

MercedesAMG vor McLaren und Ferrari

Zweiter hinter Rosberg wurde am vierten und letzten Tag auf dem GP-Kurs in der Wüste von Sakhir Jenson Button im McLaren vor Kimi Räikkönen im Ferrari. Vom Red Bull war hingegen ebenso wenig zu sehen wie vom ebenfalls mit Renault-Motoren fahrenden Schwesternteam Toro Rosso.

Red Bull musste wieder abbrechen

Daniel Ricciardo wurde im RB10 mit über sechseinhalb Sekunden Rückstand auf Rosberg Siebenter von zwölf Fahrern. Die Zeit ist aber eher sekundär. Entscheidend vielmehr: Das austro-englische Weltmeister-Team brach einmal mehr einen Testtag vorzeitig ab. Sebastian Vettels Teamkollege kam nicht über 15 Runden hinaus.

Rosberg: „Jede Runde ist wichtig.“

Genau da liegt der Vorteil von Mercedes und auch anderer Teams mit deutlich mehr Testrunden als Red Bull. Fehler und Probleme, die bei den Vielfahrern auftreten, können bereits gelöst werden. „Es ist klar, dass wir ihnen, was das Testen betrifft, voraus sind“, sagte Rosberg Richtung Red Bull. „Jede Runde ist wichtig. Man entdeckt viele Sachen einfach nur, wenn man fährt.“

Mit Hybridsystem haben alle Probleme

Schwierigkeiten haben letztlich alle mit den neuen Autos, die durch die neuen Turbo-Motoren und das hochkomplexe Hybridsystem ERS derzeit extrem anfällig sind. Nur Red Bull kommt erst gar nicht soweit, mögliche Probleme zu diagnostizieren. Der Wagen stand auch bei der zweiten Testphase wieder die meiste Zeit in der Garage.

Und nur vier Testtage vom 27. Februar bis 2. März abermals in Bahrain bleiben allen Rennställen noch, um die Autos für den Rennauftakt abzustimmen. Die Saison beginnt am 16. März mit dem Großen Preis von Australien in Melbourne. Rosberg sprach auch am Samstag noch einmal von einer „massiven Herausforderung“.

Bei seiner schnellen Runde hatte er kaum Benzin mit an Bord, war deshalb leichter und fixer unterwegs. Insgesamt sei das Gefühl gut, was die Geschwindigkeit betreffe. Aber „es ist immer noch ein Weg, der vor uns liegt, was die Zuverlässigkeit betrifft“, sagte Rosberg. Der Weg von Red Bull ist aber noch um einiges weiter.

W05 mit meisten Kilometer, aber noch nicht, wo er sein soll

Überbewerten wollte Rosberg seine Bestzeit aber nicht: „Es ist zu früh, um zu sagen wo wir stehen. Wir müssen sehr vorsichtig sein.“ Denn selbst der MercedesAMG F1 W05, seines Zeichens der Wagen mit den bisher meisten Testkilometern, ist in Sachen Zuverlässigkeit noch nicht da, wo er spätestens in drei Wochen beim Saisonauftakt am anderen Ende der Welt sein soll.

„Selbst wenn wir diesbezüglich mit am besten dastehen, sind auch wir in einer schwierigen Situation“, betonte Rosberg: „Wir haben eine Rennsimulation geschafft, danach ist der Wagen aber liegen geblieben.“

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