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Daniel Ricciardo: "Ich schätze, wir brauchen noch mehr Zeit"
 

Formel 1: Red Bull geht die Zeit aus – Saisonstart am 16. März

Am 16. März beginnt die Formel 1-Saison 2014 – gerade einmal drei Wochen Zeit für Weltmeister Red Bull, die massiven Probleme mit dem RB10 in den Griff zu bekommen.

23.02.2014 APA

Drei Wochen vor dem Auftakt zur diesjährigen Formel 1-Saison hat Weltmeister Red Bull immer noch mit massiven Problemen zu kämpfen. Nach dem Test-Desaster in Jerez de la Frontera war auch die zweite Testserie bis Samstag in Bahrain von technischen Problemen geprägt. Nur am Donnerstag schaffte Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel eine längere Ausfahrt in seinem neuen RB10. „Ich schätze, wir brauchen noch mehr Zeit“, stellte Teamkollege Daniel Ricciardo ernüchtert fest.

Pole Position für Mercedes

Ende der Woche (27. Februar bis 2. März) stehen vier weitere Testtage in der Wüste von Sakhir auf dem Programm. Es ist die letzte Chance für Red Bull, vor dem Saisonstart am 16. März in Australien entscheidend aufzuholen. Was den Bullen fehlt, hat Konkurrent Mercedes bereits ausgiebig gesammelt: Daten und Kilometer. Die Silberpfeile waren in der ersten Bahrain-Woche die Schnellsten. Nico Rosberg und Lewis Hamilton gelten damit als echte WM-Anwärter. „Wir haben uns lange auf diese Saison vorbereitet. Und es zeigt sich jetzt auch, dass wir mit der richtigen Vorbereitung zumindest vernünftig zum Testen kommen. Jeder Kilometer ist wertvoll“, betonte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Schon Ende Jänner in Jerez fuhren die Silberpfeile erste Rennsimulationen, in Bahrain folgte auch eine Quali-Runde.

Frage der Haltbarkeit stellt sich auch für Mercedes

Mercedes wollte sich aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. „Es ist zu früh, um zu sagen, wo wir stehen. Wir müssen sehr vorsichtig sein“, sagte Rosberg, der am Samstag Bestzeit markierte hatte. Ähnlich sah es auch Wolff. Die Frage der Haltbarkeit stehe über allem, erinnerte der Wiener. Die neuen Antriebseinheiten seien noch nicht ausgereift und ausreichend getestet, „dass man sagen kann, es ist absolut haltbar und zuverlässig“, erinnerte Wolff.

Vettel: „Wir stehen im Moment noch vor einem großen Berg“

Schwierigkeiten haben alle mit den neuen Autos, die durch die neuen Turbo-Motoren und das hochkomplexe Hybridsystem ERS derzeit extrem anfällig sind. Vor den größten Herausforderungen steht offensichtlich ausgerechnet Red Bull, das Weltmeister-Team der vergangenen vier Jahre. Die Liste der Probleme beim österreichisch-englischen Rennstall ist lang. Vettel sitzt kommendes Wochenende in Bahrain noch einmal am Steuer. „Wir stehen im Moment noch vor einem großen Berg“, hatte der 26-jährige Deutsche zuletzt zugeben müssen. „Aber wir hoffen, dass wir rechtzeitig auf dem Gipfel ankommen.“ Rechtzeitig, das wäre in spätestens drei Wochen. Bis dahin ist Mercedes in der Pole Position – gefolgt von den ebenfalls starken Rivalen Ferrari und McLaren.

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