© Bild: Diego Azubel / EPA / picturedesk.com
In Malaysia hat Vettel gezeigt, dass man Red Bull noch nicht abschreiben darf - in Bahrain will er Mercedes weiter unter Druck setzen.
 

Formel 1: Red Bull erhöht Druck auf Mercedes

Vor dem Grand Prix von Bahrain ist die Anspannung beim derzeitigen WM-Favoriten Mercedes groß – scheint Red Bull die Probleme mit dem Auto doch langsam, aber sicher, in den Griff zu bekommen.

02.04.2014 APA

Nach Vettels – nach den massiven Problemen mit dem RB10 bei den Testfahrten eher überraschenden – dritten Platz beim Grand Prix von Malaysia hat Red Bull etwas Zuversicht zurückgewonnen. „Vor vier Wochen, beim letzten Testtag, waren die im Nirgendwo“, erinnerte der derzeitige WM-Leader, Mercedes-Pilot Nico Rosberg, vor dem dritten Formel-1-Saisonrennen am Wochenende in Bahrain. 

Vettel will Mercedes unter Druck setzen

Das bisher überlegene Mercedes-Team soll es in der Wüste von Sakhir nicht mehr ganz so leicht haben. „Wir setzen sie jetzt schon unter Druck, die Vorzeichen sind gut“, versicherte Vettel, der zuletzt zweimal in Folge in Bahrain gewonnen hat. Selbst der Hattrick ist scheint nicht unmöglich.

Red Bull-Motorsportchef erhöht Druck auf Motorenpartner Renault

„Es läuft noch nicht rund“, gab sich Vettel vorsichtig. „Es ist noch viel zu tun.“ Vor allem im Bereich des Antriebsstranges. Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko erhöhte diesbezüglich den Druck auf Partner Renault. „Wenn Renault in zwei bis drei Monaten keine merkliche Besserung zustande kriegt, werden wir definitiv über eine Alternative reden“, erklärte der Steirer der „Bild“-Zeitung (Mittwoch-Ausgabe).

Mercedes-Teamaufsichtsrat Niki Lauda warnt vor Red Bulls Fortschritten

Die eigenen Fortschritte sind seit den katastrophalen Tests vor Saisonstart enorm. „Die Hauptlast liegt auf Renault, dass der Motor standfest wird, dass die Software funktioniert und dass die Power kommt“, betonte Marko. Passiert das, hat Vettel Chancen auf seinen fünften WM-Titel in Serie. „Man muss wirklich aufpassen, wie schnell die Entwicklung bei ihnen weitergeht“, warnte Mercedes-Teamaufsichtsrat Niki Lauda.

Rosberg führt derzeit mit 43 Punkten WM-Wertung an

Die aktuelle Spitzenposition wollen die Silberpfeile so schnell aber nicht abgeben. Rosberg führt die WM mit 43 Punkten an – gefolgt von seinem Teamkollegen Lewis Hamilton mit deren 25. „Wir werden weiter Vollgas geben, um gute Ergebnisse zu erzielen“, versicherte Malaysia-Sieger Hamilton. „Uns ist bewusst, dass es schwierig wird, unsere aktuelle Form beizubehalten, besonders auf einer Strecke, auf der jedes Team im Winter so viel getestet hat.“

Bahrain-Nachtrennen dürfte sensiblen Fahrern entgegenkommen

Den Bahrain International Circuit kennen die Teams wie ihre Westentasche. Acht Tage verbrachten sie dort im Winter, um die neuen Boliden auszuprobieren. Mercedes absolviert Mitte kommender Woche zudem einen Reifentest. Die zehnte Auflage des Grand Prix in der Wüste wird erstmals als Nachtrennen ausgetragen. Die Reifentemperatur dürfte dadurch im Rennen Runde für Runde abnehmen. Das könnte sensiblen Fahrern entgegenkommen.

© Grafik: Martin Hirsch / APA

© Grafik: Martin Hirsch / APA

pixel