Blick auf den Red Bull Ring in Spielberg/Steiermark
Kürbiskernöl, Schilcher und Turbolader. Vielfalt aus der Steiermark.
 

Formel 1 Österreich: Steirische Autoindustrie erhofft sich weiteren Aufschwung

Autocluster Styria sieht im Formel-1-Comeback von Österreich eine große Chance den Standort Steiermark besser vermarkten zu können.

10.08.2013 APA

 

Die steirische Autoindustrie ist naturgemäß über das bevorstehende Formel-1-Comeback in Österreich erfreut. Hoffnungen macht sich auch Franz Lückler Geschäftsführer der Autocluster Styria (ACstyria). Seine Bestrebungen gehen dahin „den Automobilstandort Steiermark besser international vermarkten“ zu können, so Lückler bei einer Expertendiskussion am Red Bull Ring.

Steiermark ist „Innovations- und forschungslastig“

Der Standort Steiermark sei nach Ansicht von Lückler für die Formel 1 interessant, weil die Region im Europa-Vergleich „innovations- und forschungslastig“ sei. Dennoch sei das Erhalten von Produktionsstätten unumgänglich und genau das könne die Formel 1 unterstützen: „Die Steiermark macht in Sachen Motorsport wieder auf sich aufmerksam.“

Simulatoren für die Formel 1

Von den rund 180 ACstyria-Mitgliedern – darunter auch die Projekt Spielberg GmbH – beschäftigen sich bisher rund zehn Prozent mit dem Motorsport, erklärte der Geschäftsführer. AVL etwa stellt Motorenprüfstände sowie Simulatoren für die Formel 1 her: „Wir zeigen Optimierungsmöglichkeiten auf und machen Wege zur Leistungssteigerung sichtbar“, erklärte Michael Resl von AVL.

Turbolader zukunftsträchtig

Pankl Racing baut komplette Antriebs- und Fahrwerksysteme sowie Motorenteile für die Rennställe. Derzeit setze das Unternehmen auf die Entwicklung von Turboladern, da diese im Motorsport in den kommenden Jahren immer stärker zum Einsatz kommen würden: „Da Treibstoffeffizienz in allen führenden Rennserien zu einem immer wichtigeren Thema wird, werden sich die Motorenreglements künftig mehr und mehr hin zu turboaufgeladenen Motoren ändern“, so Stefan Seidel von Pankl.

Karbon-Teile für Rennautos

Das Voitsberger Unternehmen TAGnology stellt Transponder zur Nachverfolgung von unterschiedlichen Produkten mittels Codierungen her. Im Rennsport werden beispielsweise Karbon-Teile von Rennautos mit den Produkten von TAGnology ausgestattet. Die besondere Herausforderung dabei ist, dass die Codierungen in das Material eingelassen werden und die darin enthaltene Elektronik auch die Hitze eines Karbon-Backofens aushalten muss.

Lenksäulen für die DTM

Lückler schätzte, dass weitere zehn Prozent der ACstyria-Mitglieder Interesse an neuen Aufgabenfeldern hätten und die Formel 1 für sie eines darstellen könnte. Die Stahl Judenburg GmbH zum Beispiel produziere bereits jetzt Lenksäulen für die DTM-Serie.

Petition für Comeback

Die Initiative „Impuls. Für die Region.“ spricht sich ebenfalls für das Comeback der Formel 1 aus und hat dazu eine Petition ins Leben gerufen. Das Proponentenkomitee setzt sich u.a. aus Wolfgang Moitzi (SPÖ), dem Tourismusverband Aichfeld sowie ÖVP-Abg. Fritz Grillitsch zusammen.

 

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