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Die Freude über die Rückkehr der Formel 1 nach Österreich ist auch bei Niki Lauda groß.
 

Formel 1 in Österreich: Reaktionen zur Rückkehr

Die Rückkehr der Formel 1 nach Österreich sorgt bei Teams, ehemaligen Fahrern, Journalisten und Fans für Begeisterung.

19.06.2014 APA

Die Rückkehr der Formel 1 nach Österreich sorgt bei Teams, Journalisten und Fans für Begeisterung. Am kommenden Wochenende steigt der erste Grand Prix in Spielberg nach 11 Jahren, der eine ganze Region belebt und Österreich wieder ins Schaufenster der Welt rückt. Hier einige Reaktionen dazu:

Niki Lauda freut sich auf Runden in 76er-Ferrari

Niki Lauda (dreifacher Weltmeister, Team-Aufsichtsratsvorsitzender Mercedes): „Ich freue mich natürlich darauf, dass der Grand Prix zurück ist. Jochen Rindt ist verantwortlich dafür, dass es einen Rennkurs hier gibt. Dann sind wir alle durch den Zeltweg-Kurs groß geworden. Ich durfte einen Grand Prix dort gewinnen und damit auch Weltmeister werden. Selbst nun wieder in einem alten 76er-Ferrari einige Runden drehen zu dürfen, darauf freue ich mich besonders. Ich habe keine Ahnung, ob ich gut in das Auto reinpasse, ich habe da keine Tests gemacht. Ich gehe das eher wie immer kurzfristig an. Overall an und Sturzhelm auf und schauen, wie es funktioniert. Zudem wurde ich von Didi Mateschitz eingeladen, in seinem Hotel mitten in Zeltweg zu wohnen. Das freut mich besonders.“

Gerhard Berger nostalgisch

Gerhard Berger (ehemaliger GP-Sieger): „Das ist für die österreichischen Fans eine Super-Chance, die Formel 1 wieder hautnah zu erleben. Das ist nur möglich geworden dank Red Bull. Ich bin sicher, dass das ein toller Event wird. Ich bin die ganze Woche da und erinnere mich gerne an die alten Zeiten zurück.“

Christian Klien hofft auf österreichischen F1-Nachwuchs

Christian Klien (ehemaliger GP-Pilot): „Es ist sensationell für Österreich und den Motorsport in diesem Land. Wenn man sieht, wie viele Österreicher involviert sind, ist es besonders schön, dass die Formel 1 wieder zurückkommt. Damit gibt es auch die Hoffnung, dass Nachwuchs nachkommt, denn da tut sich derzeit eher wenig. Ich freue mich besonders auf das Legendenrennen. Es taugt mir sehr, in meinem Red Bull von 2005 sitzen zu können. Und den Fans wird es auch taugen, wenn sie wieder mal richtige Formel-1-Autos hören können.“

Monisha Kaltenborn: Formel 1 vermittelte „gewisse Vertrautheit in den Kindesjahren“

Monisha Kaltenborn (Teamchefin Formel-1-Team Sauber): „Es ist fantastisch, dass wir wieder dabei sind. Wenn ich an meine Kindheits-Jahre zurückdenke, gab’s immer ein Formel-1-Rennen in Österreich. Damit war Österreich immer Teil eines globalen Zirkusses. Es war dann sehr schade, dass das Rennen nicht mehr stattgefunden hat, weil man doch sehr stolz sein kann darauf, wenn es maximal 20 Rennen geben darf und in Österreich ist eines davon. Ich habe die Österreich-Rennen aber immer nur im Fernsehen gesehen. Deshalb war mir die Formel 1 näher als andere Sportarten, es vermittelte eine gewisse Vertrautheit in den Kindesjahren. Deshalb bin ich nun ja so besonders aufgeregt. Für mich ist es das erste Mal, dass ich auch persönlich dabei sein kann. Ich freue mich total, es erinnert mich total an meine Kindheit in Wien und die Rennen im Fernsehen.“

Christian Danner: „Seele des Motorsports“ ist in Spielberg zuhause

Christian Danner (ehemaliger GP-Pilot, Deutschland): „Es ist gut dass die Formel 1 wieder an einen Platz zurückkehrt, wo die Seele des Motorsports zu Hause ist. Ich bin am liebsten auf dem alten Österreichring gefahren, das war sagenhaft schnell, aber auch gefährlich, das würde heute nicht mehr gehen. Wir Piloten haben ‚Bed and Breakfast‘ gewohnt. Bei den Vermietern hat’s geheißen, Kinder raus aus den Kinderzimmern und Formel-1-Fahrer rein. Dann gab’s die Unfälle beim Start und ich war immer mittendrin. Ich freue mich auf das Comeback.“

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