Der Spielbergring in Österreich
In 100 Tagen kommt die F1 nach Österreich.
 

Formel 1: Österreich-Comeback in 100 Tagen

Durch den außergewöhnlich milden Winter befinden sich die Bauarbeiten voll im Zeitplan – oder sogar leicht davor. 225.000 Zuschauer werden erwartet.

13.03.2014 APA

Ab Freitag läuft der Countdown für den Großen Preis von Österreich. Dann gilt es nur noch 100 Tage bis zur Rückkehr der Formel 1 zu überbrücken. Im steirischen Spielberg laufen daher die Umbauarbeiten auf Hochtouren. Durch den außergewöhnlich milden Winter befinden sich die Bauarbeiten voll im Zeitplan – oder sogar leicht davor. „Es ist alles bereit“, versicherte Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko.

Rennen in kurzer Zeit ausverkauft

Die Tribünenplätze für das Rennen am 22. Juni waren innerhalb von weniger als zwei Tagen ausverkauft – mehr als 50.000 werden es sein. Im Zwei-Schicht-Betrieb wird an der rechtzeitigen Fertigstellung gearbeitet, etwa am neuen Hauptgebäude gegenüber der Boxen. „Wir bemühen uns, ein perfektes Rennwochenende auf die Beine zu stellen“, versprach Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz.

Insgesamt werden 225.000 Zuschauer erwartet

225.000 Zuschauer werden an allen Veranstaltungstagen erwartet. Das ist das behördlich zugestandene Maximum. Dazu sollen trotz der parallel laufenden Fußball-WM in Brasilien weltweit bis zu 500 Millionen Menschen TV-Bilder aus der Steiermark sehen. „Das ist die beste Werbung, die Österreich nur haben kann“, meinte der dreifache Weltmeister Niki Lauda.

Lauda-Sieg 1984

Wie die Infrastruktur an der Strecke wächst auch bei den heimischen Formel-1-Legenden die Vorfreude auf das Comeback. „Immer, wenn man im Fahrerlager über Spielberg redet, dann sind alle glücklich“, versicherte Lauda. Auch für ihn selbst sei die Naturarena in der Steiermark ein besonderer Ort. „Immerhin habe ich das Heimrennen ja auch einmal gewonnen.“ Das war 1984.

Michael Schumacher bei der Siegerehrung 2003 in Spielberg

© Bild: APA / Hans Klaus Techt / picturedesk.com

Schumacher als letzter Sieger

Der bisher letzte Grand Prix von Österreich war 2003 über die Bühne gegangen. Der Sieger hieß wie im Jahr davor Michael Schumacher. Im Juli 2013, etwas mehr als zehn Jahre nach dem Abschied der Königsklasse aus Spielberg, einigte sich Mateschitz mit Formel-1-Vermarkter Bernie Ecclestone auf eine Rückkehr. Die Vereinbarung gilt laut Red-Bull-Angaben vorerst bis 2020.

Uns erwartet ein „Bombenevent“

Um die Qualität der Organisation brauche man sich keine Sorgen zu machen, meinte Ex-Rennfahrer Gerhard Berger. „Es ist ein Event in den Händen von Red Bull und Dietrich Mateschitz. Wenn der etwas anfängt, vor allem in diesem Bereich, dann wird das was“, versicherte der Tiroler. „Das wird ein Bombenevent.“ Österreich ist das achte Saisonrennen. Die WM beginnt am Sonntag in Melbourne.

Michael Schumacher 2003 in Spielberg

© Bild: APA / Hans Klaus Techt / picturedesk.com

Zweites Heimrennen für Red Bull

Auch das konzerneigene Team freut sich auf einen weiteren Heim-Grand-Prix – neben jenem in Silverstone unweit der Fabrik in Milton Keynes. „Es wird ein fantastisches Rennen“, meinte Teamchef Christian Horner. „Es wird sicher ein toller Grand Prix, weil sowohl die Streckenführung als auch das Rundherum einzigartig sind“, ergänzte Weltmeister Sebastian Vettel, ein bekennender Österreich-Fan.

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