ferrari f14t 2014
 

Formel 1: Ferrari-„Staubsaugernase“-F14 T soll Titel bringen

Ex-Weltmeister Alonso und Räikkönen machen im F14 T Jagd auf Serien-Champion Vettel – „Jetzt ist die Zeit zu siegen“

25.01.2014 APA

Ferrari hofft auf Zuverlässigkeit – und vertraut einer Staubsaugernase. Die Scuderia aus Maranello stellte am Samstag im Internet ihren Formel-1-Boliden F14 T vor. Mit seiner neuen „Roten Göttin“ will Ferrari in dieser Saison den deutschen Serien-Champion Sebastian Vettel endlich vom Thron stoßen. „Jetzt ist die Zeit zu siegen“, forderte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo unmissverständlich.

Ferrari F14 T: Erste technische Details nächste Woche

Die im Web veröffentlichten Bilder und das dazugehörige Video zeigen, dass bei der Frontpartie des F14 T – über den Namen hatten die Scuderia-Fans online abstimmen dürfen – im Gegensatz zum McLaren-Team oder zu Lotus die Nasenspitze deutlich tiefer gezogen und zudem breiter als bei der Konkurrenz ist. Und noch etwas ist nicht zu übersehen: Das Heck ist schwarz lackiert. Die ersten technischen Details werden aber wohl erst am Dienstag beim Teststart auf der südspanischen Rennstrecke in Jerez de la Frontera offenkundig werden.

2007 jubelten Räikkönen und Alonso noch getrennt - ab 2014 fahren die "zwei Hähne" fürs selbe Team.

2007 jubelten Räikkönen und Alonso noch getrennt – ab 2014 fahren die „zwei Hähne“ fürs selbe Team.

Ferrari tritt mit Weltmeister-Duo an

Ferrari setzt in dieser Saison außerdem auf das einzige Weltmeister-Duo als Fahrerpaarung: Neben Vizeweltmeister Fernando Alonso aus Spanien will auch der finnische Lotus-Rückkehrer Kimi Räikkönen, 2007 der bisher letzte F1-Champion des Traditionsteams, Vettel den Titel abjagen. „Hoffentlich schaffen wir es dieses Mal“, sagte Alonso, der mit der Nummer 14 starten wird. „Das Ziel ist dasselbe wie damals – der ganz große Triumph“, ergänzte Räikkönen, der schon 2007 bis 2009 für Ferrari gefahren ist.

ferrari f14t 2014 vorne front

2014 F14 T © ferrari.com

Die Technik wird entscheidend sein wie lange nicht mehr

Zuverlässigkeit soll dabei zu einem wichtigen Baustein werden, um die Dominanz von Red Bull nach vier Jahren endlich zu brechen. „Die technische Herausforderung ist die größte in den vergangenen zehn Jahren in der Formel 1“, betonte Teamchef Stefano Domenicali bei der Präsentation in Maranello.

Der Italiener untertreibt nicht. Neben der technischen Herausforderung mit neuen Turbo-Motoren und einem komplexeren Hybridsystem mussten die Designer vor allem an der Frontpartie der Autos auch aerodynamische Veränderungen berücksichtigen. So wurde die Maximalhöhe der Nasen von 55 Zentimeter auf 18,5 Zentimeter gesenkt.

ferrari f14t 2014 hinten heck

2014 F14 T © ferrari.com

Ferrari steht Versäumnisse ein

„Die Saison wird sehr, sehr lang. Daher ist es wichtig, mit einem zuverlässigen Wagen zu starten und dann die Weiterentwicklung auf dem Aerodynamik-Sektor zu haben, die vergangenes Jahr nicht da war“, erklärte Domenicali und verhehlte damit die eigenen Versäumnisse aus der Vorsaison nicht. Red Bull war nämlich aus der Sommerpause 2013 gestärkt hervorgegangen – die Konkurrenz um Ferrari konnte hingegen in der zweiten Saisonhälfte nicht mehr mithalten.

Spannung versprechen nun die ersten Testfahrten mit den neuen Boliden ab Dienstag in Jerez. „Ich rechne damit, dass die ersten Tage der Tests eine große Herausforderung sein werden“, sagte Domenicali und warnte vor dem hohen Druck 2014. „Wir müssen uns auf unseren Job weiter sehr konzentrieren.“

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