Sebastian Vettel im RB10 in Bahrain
Der RB10 wird bis Melbourne runderneuert.
 

Formel 1: Nächster Anlauf für RB10

Mit einem runderneuerten Formel-1-Rennauto macht sich der amtierende Weltmeister große Hoffnungen wieder zur alten stärke zurückzufinden.

09.03.2014 APA

Mit einem runderneuerten Formel-1-Rennauto macht sich der amtierende Weltmeister große Hoffnungen wieder zur alten stärke zurückzufinden. „Das Auto, das wir in Melbourne einsetzen, wird nur von außen das Auto sein, mit dem wir im Winter getestet haben“, sagte Vettel der deutschen Zeitung „Welt am Sonntag“: „Die technischen Innereien werden andere sein.“

Schwierige Situation

Die Umsetzung dessen, was man bei den von Problemen begleiteten Tests gelernt habe, brauche aber etwas Zeit. „Nur in der Welt der Comics würde so ein Prozess sofort und blitzschnell funktionieren“, sagte Vettel. Der vierfache Weltmeister gestand, dass die Situation für Red Bull vor dem ersten Grand Prix der neuen Turboära schwierig sei. „Aber erst in Melbourne werden wir wissen, wie weit wir tatsächlich von der Konkurrenz entfernt sind.“

Kein Wechsel zu Ferrari

Ein Abgang vom österreichisch-englischen Team, mit dem er in den vergangenen Jahren die Königsklasse dominiert hatte, steht für Vettel vorerst dennoch nicht zur Debatte. Der 26-jährige Deutsche ist bis 2015 vertraglich an die Bullen gebunden. Immer wieder wird über einen möglichen Wechsel zu Ferrari spekuliert. Vettel betonte aber einmal mehr, dass er nicht der Typ sei, „der das Pferd wechselt, nur wenn es mal ein paar Probleme gibt“.

Mercedes ist Favorit

Noch vor Ferrari zählt Vettel Mercedes mit Ex-Weltmeister Lewis Hamilton und Nico Rosberg zu den Topfavoriten auf den Titel. Zwar waren auch die Silberpfeile nicht frei von Problemen, absolvierten bei den Tests aber die meisten Kilometer – fast dreimal so viele wie Red Bull. Vettel versicherte aber, dass er gelassener geworden sei. „Auch was die neue Saison betrifft.“

10 Sieg in Serie unwahrscheinlich

Seit seinem ersten WM-Titel 2010 sei Ruhe ins Spiel gekommen. „Auch in meinem Kopf“, sagte Vettel. Das bedeute aber nicht, dass er weniger motiviert sei als früher. Denn: „Es fühlt sich nicht gut an, wenn man verliert.“ Zuletzt ist ihm das in der Formel 1 im Juli 2013 in Ungarn passiert. Die neun abschließenden Rennen des Vorjahres hat Vettel allesamt gewonnen. Die Chancen auf einen saisonübergreifend zehnten Sieg in Serie sind aber gering – trotz der veränderten Innereien seines RB10.

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