Die F1-Siegerehrung in Melbourne 2013
2013 hieß es Räikkönen vor Alonso und Vettel.
 

Formel 1: Die Saison 2014 beginnt

Am 16. März findet der erste Grand Prix der neuen Formel-1-Saison statt. Beim Großen Preis von Australien in Melbourne werden sich die neuen Boliden zum ersten Mal bewähren müssen.

12.03.2014 APA

Die Formel-1-Saison 2014 beginnt am Sonntag mit dem Großen Preis von Australien in Melbourne. Vor dem ersten Saisonrennen ist die Spannung deutlich zu spüren, erstmals müssen die neuen Boliden ein Rennen bestreiten (und vor allem standhalten) und erstmals werden die neuen Regeln angewendet. Als Favorit gilt nicht Serienweltmeister Sebastian Vettel im Red Bull, sondern Mercedes mit Lewis Hamilton und Nico Rosberg.

Renault-Motoren hinken hinterher

Die Silberpfeile haben bei den Wintertests den stärksten Eindruck hinterlassen. Red Bull dagegen hatte mit der Software, den Einstellungen und der Anpassung des neuen Renault-Motors zu kämpfen. „Wir waren in den letzten Jahren sehr, sehr erfolgreich. Es war aber jedem klar, dass es nicht immer so weiter gehen kann“, erinnerte Vettel.

10. Sieg in Folge wäre ein kleines Wunder

Die neun abschließenden Rennen der vergangenen Saison hat der Deutsche gewonnen. Ein zehnter Sieg in Serie wäre ein kleines Wunder. „Zuerst einmal wollen wir ins Ziel kommen. Das wäre schon ein Erfolg“, erklärte Vettel. Die Hoffnungen ruhen auf einem runderneuerten RB10 – und darauf, dass die neuen Teile auch auf Anhieb funktionieren.APA Grafik zum GP von Australien

Ausfälle sind sehr wahrscheinlich

Das komplexe Reglement mit Turbomotor, stärkerem Energierückgewinnungssystem (ERS) und stark limitierter Spritmenge hat alle Teams vor Probleme gestellt. Defekte sind vorprogrammiert. „Ich tippe, dass die Hälfte der Autos ins Ziel kommt“, sagte Vettel. Dann könnte auch der vierfache Weltmeister den ein oder anderen WM-Punkt aus dem Albert Park mitnehmen.

Melbourne als Gradmesser

Selbst Mercedes war im Winter nicht frei von Problemen. „Melbourne wird der ultimative Reality Check“, meinte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Die Silberpfeile haben im Vorjahr zwar drei Rennen gewonnen, sich aber bereits sehr früh dem Auto für 2014 verschrieben – offensichtlich mit Erfolg.

Hamilton bei Buchermachern WM-Favorit

„Ich habe alles, das es braucht, um erfolgreich zu sein“, versicherte Hamilton. Der Weltmeister von 2008 gilt bei den Buchmachern nicht nur als Favorit auf den Rennsieg, sondern auch auf den WM-Titel. „Ich glaube, dass wir heuer zeigen können, wozu wir fähig sind“, betonte Hamilton. Und selbst der sonst so zurückhaltende Rosberg ergänzte: „Ich habe schon das Gefühl, dass 2014 unser Jahr werden könnte.“

Williams als Geheimfavorit

Zum Trumpf-Ass könnte der überlegene Antriebsstrang werden. Mercedes rüstet damit nicht nur das eigene Werksteam, sondern auch McLaren, Williams und Force India aus. Auch die drei Kundenteams haben bei den Tests überzeugt. Williams-Neuzugang Felipe Massa gilt in Australien sogar als Geheimfavorit. „Der Wechsel zu Mercedes war für Williams die beste Sache überhaupt“, meinte der Brasilianer.

Spannung auch bei Ferrari

Der Mercedes-Motor ist selbst dem von Ferrari überlegen. Daher kämpft auch das neue „Dream Team“ der Ex-Weltmeister Fernando Alonso und Kimi Räikkönen um den Anschluss. Rückkehrer Räikkönen hat Ferrari 2007 den bisher letzten WM-Titel beschert. „Ich weiß noch nicht, wo wir stehen“, sagte der Finne. Der „Iceman“ ist in Melbourne immerhin Vorjahressieger.

Button mit Chancen

Ein echter Spezialist für den Albert Park ist Jenson Button. Dem geschmeidigen Fahrstil des McLaren-Piloten könnte das neue Regulativ entgegenkommen. „Das Auto fühlt sich ganz anders an als letztes Jahr“, erklärte der Engländer. Es sieht auch anders aus und hört sich anders an. Button: „Es ist alles anders. Niemand weiß, was passiert. Dieser Grand Prix von Australien wird absolut faszinierend.“

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