Dietrich Mateschitz
Mateschitz: Ich bin zuversichtlich, dass das schnell gehen wird und wir ab dem dritten Rennen zu Mercedes aufschließen können.
 

Formel 1: Mateschitz im Interview

Mateschitz: „Ich bin zuversichtlich, dass das schnell gehen wird und wir ab dem dritten Rennen zu Mercedes aufschließen können.“

25.03.2014 Online Redaktion

Ein wohl ganz spezielles Jahr wartet auf Dietrich Mateschitz. Das Comeback des F1-Grand-Prix von Österreich, die Rückkehr des Air Race und die wohl spannendste Saison der Königsklasse seit langem. Der 69-jährige Milliardär freut sich über den Zuspruch der heimischen Fans. Sein Team glaubt er trotz technischer Probleme vor Saisonstart auf Kurs. Nach dem dritten Rennen Anfang April in Bahrain soll der Rückstand auf Mercedes aufgeholt sein.

2014 muss ein besonderes Jahr sein für Red Bull. Das Air Race ist zurück, die Fußball-Abteilung erfolgreich und auch das Comeback des Formel-1-Grand Prix von Österreich steht auf dem Programm. Welche persönlichen Emotionen begleiten sie bei diesen Themen und wann wäre speziell der Grand Prix in Spielberg aus Ihrer Sicht ein Erfolg?

Mateschitz: „Der Air Race Start in Abu Dhabi war ein geglückter, der Grand Prix in Österreich nach zwei Tagen ausverkauft und die Fußballabteilung so gut wie noch nie. Wenn es so bleibt, wie es derzeit ist, sollte es gut sein.“

Ihr Formel-1-Team scheint nach einigen sehr erfolgreichen Jahren leicht im Hintertreffen. Wie schnell trauen Sie ihm eine Aufholjagd zu?

Mateschitz: „Ich bin zuversichtlich, dass das schnell gehen wird und wir ab dem dritten Rennen zu Mercedes aufschließen können.“

In welchem Bereich liegen derzeit die Probleme? Ausschließlich im Motorenbereich?

Mateschitz: „Ja, ausschließlich. Ich glaube, dass unser Auto einmal mehr ‚State of the Art‘ ist, aber um das zu beweisen, braucht es auch eine in Software wie Hardware perfekte Power Unit.“

Hätte es aus ihrer Sicht jemals eine Alternative zu Renault gegeben?

Mateschitz: „Wohl nur jene, einen Motor selbst zu machen.“

Welche Rolle kann ein Champion wie Sebastian Vettel in dieser schwierigen Phase spielen? Welche Qualitäten kann er einbringen?

Mateschitz: „Sebastian hatte in viereinhalb seiner bisherigen fünf Jahre bei Red Bull Racing ein Auto, mit dem er gewinnen kann. Sebastian hat mehr als genug Charakter, Professionalität und Loyalität, um diese Phase gemeinsam mit dem Team zu meistern.“

Was müsste aus ihrer Sicht passieren, damit es sich mit dem fünften Titel in Folge wieder ausgeht?

Mateschitz: „Nichts, was nicht ohnehin passiert, soll heißen, dass das nach wie vor für alle Beteiligten die Zielsetzung ist.“

Man steht immer noch im Bann des America’s Cup 2013. Plant Red Bull ein noch intensiveres Engagement rund um dieses voraussichtlich 2017 wieder stattfindende Segelsport-Großereignis?

Mateschitz: „Wir werden sicherlich nicht zu Großsponsoren im America’s Cup avancieren, das ist nicht so sehr unsere Welt. Unsere Passion liegt beim Red Bull Youth America’s Cup, dabei werden wir bleiben und Freude daran haben.“

Interview von Hans Gödel und Florian Haselmayer / APA

pixel