Der RB10 wird von Ricciardo und Vettel enthüllt.
Noch macht der RB10 große Probleme.
 

Formel 1 Testtag 3 in Jerez: Red Bull mit massiven Problemen

Die Formel-1-Tests im spanischen Jerez de la Frontera sorgen bei Red Bull weiterhin für Kopfzerbrechen. Der neue RB10 machte schlapp.

30.01.2014 APA

Das neue Formel-1-Rennauto von Red Bull der RB10 sorgt weiterhin für Kopfzerbrechen beim Weltmeisterteam. Daniel Ricciardo fuhr am Donnerstag erst mit dreistündiger Verspätung auf die 4,428 Kilometer lange Strecke. Bis zurück an die Box schaffte es der 24-jährige Neuzugang dann aber nicht. Der Australier musste den neuen Boliden mit rauchendem Heck vorzeitig abstellen.

Vettel mit nur 11 Runden am Vortag

Sein deutscher Teamkollege Sebastian Vettel, der heuer auf seinen fünften WM-Titel in Serie losgeht, hatte wegen Problemen am neuen Boliden an seinen beiden Einsatztagen zuvor nur insgesamt elf Runden geschafft. Neben einer falsch montierten Feder hatten Probleme am Hybridsystem ERS von Motorpartner Renault für lange Zwangspausen gesorgt. Bereits am Dienstag und Mittwoch war Rauch aus dem Heck aufgestiegen.

Enttäuschende Premiere für Ricciardo

So erging es dem Rennstall auch am dritten Testtag, als Ricciardo seinen ersten Einsatz hatte. Nachdem er das Auto mitten auf dem Kurs abgestellt hatte, stieg er aus und ließ sich an die Box zurückbringen. Der RB10 wurde unter einer Plane versteckt und mit dem Abschleppwagen in die Red-Bull-Garage gebracht. So wie Vettel am Vortag zierte Ricciardo das Ende im Klassement.

Ferrari ohne gröbere Probleme

Die WM-Hauptkonkurrenten von Red Bull machten es besser. Genüsslich stellte Ferrari noch vor Ende von Tag drei fest: „Auch wenn es langweilig klingt“, zumindest was die Scuderia betreffe, verlaufe alles wie an den beiden Tage vorher. „Sprich, wir hatten einen guten Start.“ So wie zunächst bei Rückkehrer Kimi Räikkönen gab es auch bei Vizeweltmeister Fernando Alonso keine sichtlich größeren Probleme am F14T.

Mercedes und McLaren auf gutem Kurs

Auch Mercedes setzte sein Programm wie geplant um. Der englische Ex-Weltmeister Lewis Hamilton hatte schnell 45 Runden abgespult. Und bei McLaren lief es ebenfalls prächtig, Ex-Champ Jenson Button peilte seine zweite Bestzeit nach Mittwoch an.

Magnussen mit Bestzeit

Kevin Magnussen hat sich am 3. Testtag im südspanischen Jerez de la Frontera vor Felipe Massa (Williams) die Bestzeit gesichert. Damit feierte der dänische Formel-1-Debütant einen Einstieg nach Maß und fuhr in 1:23,276 Minuten die schnellste Runde.

Hamilton Dritter

Dritter wurde Mercedes-Pilot Lewis Hamilton (+0,676), der mit 62 Umläufen die meisten Runden auf dem 4,428 Kilometer langen Kurs drehte. Red Bull brach mit Neuzugang Daniel Ricciardo seinen Testtag nach drei Runden und erneuten Problemen am RB10 vorzeitig ab.

Ergebnisse F1-Testfahrten in Jerez am Donnerstag

1. Kevin Magnussen (DEN) McLaren 1:23,276 Min. (52 Runden)

2. Felipe Massa (BRA) Williams 1:23,700 (47)

3. Lewis Hamilton (GBR) Mercedes 1:23,952 (62)

4. Jenson Button (GBR) McLaren 1:25,030 (40)

5. Fernando Alonso (ESP) Ferrari 1:25,495 (58)

Weiter

7. Jean-Eric Vergne (FRA) Toro Rosso 1:29,915 (30)

11. Daniel Ricciardo (AUS) Red Bull – (3)

  • hellipirelli

    Es ist beinahe unvorstellbar, dass Adrian Newey mit der Kühlung des Motors, Pardon: des Power Units, so sehr daneben liegt, dass die Aggregate bei 13°C schon nach ein paar Runden den Geist aufgeben. So weit ich gelesen habe, bekommen die Konstrukteure nämlich von den Motorenherstellern ziemlich exakte Angaben über den Kühlbedarf der Motoren.
    Natürlich kommt die neue Formel 1 mit ihren ausladenden Krümmern, dem Turbolader, dem insgesamt größeren Kühlern, den tiefen Schnauzen dem Aerodynamiker Newey nicht entgegen. Gefragt sind standfeste und sparsame Motoren und Lader (5 Power Units pro Saison sollen pro Auto reichen!) Ich kann nur unterstreichen, was Indra vor einiger Zeit in der autorevue geschrieben hat: Man hätte nur den Verbrauch auf 100kg/Rennen limitieren sollen und wir hätten die interessanteste F1 seit langem gehabt.

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