lewis hamilton
© Tom Pennington/Getty Images
 

Formel 1: Hotelstreit zwischen Mercedes und Red Bull

Marko wehrte sich in Kanada gegen „Rausschmiss-Vorwürfe“ von Mercedes. Hamilton bekommt Zimmer in streckennahem Luxushotel.

08.06.2014 APA

Spielberg/Montreal. Red Bull hat noch beim Kanada-Grand-Prix in Montreal auf Klagen von Mercedes, man sei vor dem kommenden Österreich-Grand-Prix am 22. Juni aus einem Rennstreckenhotel wieder „rausgeschmissen“ worden, reagiert. „Wir hatten insgesamt nur eine Anfrage und die hat Mercedes selbst wieder storniert“, erklärte Red Bulls Motorsportdirektor Helmut Marko am Sonntag in Montreal.

Buchung für 70-köpfige Mercedes-Crew storniert

Der österreichische Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hatte sich zwei Wochen vor der Rückkehr der Formel 1 nach Österreich beklagt, dass die Buchung für eine etwa 70-köpfige Mercedes-Crew in einem dem Red Bull Ring nahen Stadthotel wieder storniert worden sei. Offensichtlich war dies aber ein anderes als das von Marko genannte und in Fohnsdorf befindliche Hotel.

Marko: „darauf haben wir keinen Einfluss“

Mit Red Bull oder dem veranstaltenden Projekt Spielberg habe das Ganze ohnehin nichts zu tun, konterte Marko. „Wir kennen nur eine Mercedes-Anfrage betreffend das Schloss Gabelhofen und selbst die kam, bevor das Projekt Spielberg überhaupt involviert war. Was andere Hotels machen, darauf haben wir keinen Einfluss“, stellte Marko klar, und bezeichnet den Vorwurf als absichtlich konstruiert und „unverständliches Theater“.

Hamilton bekam trotz großen Schwierigkeiten Luxuszimmer

Vielmehr habe sich Red Bull nun als perfekter Gastgeber gezeigt. Weil Mercedes-Pilot Lewis Hamilton beim Österreich-Rennen nicht wie geplant auf sein Motorhome zurückgreifen kann, hat man ihm nun ein Luxus-Hotelzimmer im nahen Zeltweg besorgt. Marko: „Wir haben ihm trotz großer Schwierigkeiten ein Zimmer im Steirerschlössl gegeben, damit er in seiner Fahrtüchtigkeit und in der Vorbereitung nicht gehandicapt ist.“

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