Formel 1: Weniger technische Hilfsmittel für Piloten, Limit für Boxenfunk

„Spannung und Unberechenbarkeit der Rennen wird erhöht“ – die Beschränkungen treten bereits nach der Sommerpause in Kraft.

03.07.2015 Online Redaktion
Die Formel 1 soll wieder spannender werden – immerhin finden viele Fans die Königsklasse des Motorsports mittlerweile langweilig. Schon nach der Sommerpause soll ein erster Schritt in diese Richtung getan werden: Bereits beim Grand Prix von Belgien Ende August werden die technischen Hilfen für die Fahrer beschränkt. Die Piloten sollen vor allem beim Start wieder „die volle Kontrolle über ihr Auto“ übernehmen. Damit werde die Spannung und die Unberechenbarkeit der Rennen erhöht, teilte der Internationale Automobilverband (FIA) am Donnerstagabend mit.

Fähigkeiten der Piloten sollen fokussiert werden

Dies habe die Formel-1-Strategiegruppe beschlossen, die am Mittwoch in London tagte. In der Debatte um Reformen in der Rennserie war zuletzt immer wieder auch über größere Herausforderungen für die Fahrer gesprochen worden. Damit sollen die Fähigkeiten der Piloten wieder mehr in den Mittelpunkt rücken und weniger die Qualität ihres Autos den Ausschlag geben.

Auch Boxenfunk wird limitiert

Neben weniger Hilfsmitteln ist auch ein umfassenderes Limit für Anweisungen via Boxenfunk vorgesehen. Auch das Format der Renn-Wochenenden steht auf dem Prüfstand. Die FIA kündigte „aufregende und innovative Änderungen“ für die kommende Saison an. So ist sogar ein Bruch mit Traditionen möglich: Statt nur eines Grand Prix am Sonntag könnte es künftig ein Sprintrennen am Samstag und dann am Folgetag ein Hauptrennen geben. Die vorgeschlagenen Änderungen müssen aber noch von der FIA und dem Rechte-Inhaber FOM geprüft werden.

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