© Paul Gilham/Getty Images
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F1 GP von Russland: Hamilton gewinnt und fährt Mercedes zu WM-Titel

Formel 1 GP Sotschi: Hamilton gewinnt. Mercedes zum ersten Mal Konstrukteurs-Weltmeister. Alle Ergebnisse aus Training, Qualifying und Rennen.

12.10.2014 APA

Lewis Hamilton hat am Sonntag in Sotschi einen weiteren Schritt in Richtung seines zweiten Formel-1-WM-Titels gemacht. Der Brite baute den Vorsprung auf seinen Mercedes-Stallrivalen Nico Rosberg mit dem vierten Sieg in Serie auf 17 Punkte aus. Mit dem neunten Doppelerfolg der Saison sicherte sich Mercedes bereits drei Rennen vor Schluss auch erstmals den Titel in der Konstrukteurs-WM.

Rosberg in entschied das Stallduell in der ersten Kurve

Hamilton profitierte bei der Grand-Prix-Premiere in Russland von einem Rosberg-Fehler in der Anfangsphase. Der Deutsche beschädigte durch ein überhartes Bremsmanöver in der ersten Kurve seine Reifen, musste an die Box und brachte sich dadurch um die Siegchance. „Es tut mir leid Leute, das war unnötig“, entschuldigte sich Rosberg nach dem Rennen über Funk.

© Paul Gilham/Getty Images

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Mercedes ist erstmals Konstrukteurs-Weltmeister

Mercedes durfte dennoch als erster deutscher Rennstall über den Konstrukteurs-Titel jubeln. „Wir haben sehr lange auf dieses Ziel hingearbeitet“, erinnerte Motorsportchef Toto Wolff. „Jetzt ist Mercedes Weltmeister. Wir sind die Besten, das ist ein großartiger Moment.“ Aufsichtsratschef Niki Lauda zog die Kappe vor seinem Team. „Spannender und besser kann man es nicht machen“, meinte Österreichs dreifacher Weltmeister. „Das ist ein richtig toller Tag.“

Hamilton zog mit Mansell gleich

In der Fahrer-WM hat sich Hamilton mit seinem neunten Saisonsieg in Pole Position gebracht. „Wir haben eine großartige Woche gehabt. Russland war sehr gut zu uns“, sagte der 29-Jährige, nachdem er aus den Händen von Staatspräsident Wladimir Putin den Siegerpokal entgegengenommen hatte. Es war der 31. seiner Formel-1-Karriere. Der Weltmeister von 2008 egalisierte damit die britische Bestmarke von Nigel Mansell.

„Wir haben als Team einen sehr guten Job gemacht. Aber auch Nico ist stark zurückzukommen“, betonte Hamilton. Tatsächlich war das Rennen im Olympiapark von Sotschi bei strahlendem Sonnenschein von der Aufholjagd des WM-Zweiten geprägt, der schließlich auch noch Williams-Pilot Valtteri Bottas auf Platz drei verwies.

Rosberg fuhr in Sotschi mit nur einem Satz Reifen

Rosberg fuhr 52 der 53 Runden mit einem Reifensatz zu Ende. „Meine Reifen waren viereckig“, meinte der 29-Jährige nach seinem Fauxpas am Start. „Aber das Auto ist gigantisch.“ Mercedes könnte damit noch einige Rekorde brechen. Mit neun Doppelsiegen in einem Jahr fehlt nur noch einer auf die McLaren-Bestmarke von 1988. „Wir haben echt gelitten die letzten Jahre“, sagte Rosberg. „Jetzt den Sport so zu dominieren, das bedeutet allen sehr viel.“

Red Bull in Sotschi chancenlos

McLaren meldete sich auf dem reifenschonenden Kurs mit den Plätzen vier und fünf durch Jenson Button und Kevin Magnussen zurück. Die Red-Bull-Piloten Daniel Ricciardo und Sebastian Vettel kamen hinter Ferrari-Star Fernando Alonso mit über einer Minute Rückstand nicht über die Ränge sieben und acht hinaus. „Viel mehr wäre nicht drinnen gewesen, vielleicht ein bisschen“, meinte Vettel etwas resignierend.

Fährt Vettel in Austin kein Qualifying?

Die drei ausständigen Rennen in Austin, Sao Paulo und Abu Dhabi (doppelte Punkte) werden für Vettel zur Abschiedsvorstellung. Der 27-Jährige verlässt Red Bull nach vier WM-Titeln mit Saisonende – vermutlich in Richtung Ferrari. Vettel kündigte an, in drei Wochen in Austin auf das Qualifying zu verzichten. Der Weltmeister wird aller Voraussicht nach aus der Boxengasse starten müssen, weil Teile seines Antriebsstranges getauscht werden müssen.

Anteilnahme an Bianchi

Auch für Vettels Red-Bull-Nachfolger Daniil Kvyat lief es nicht nach Plan. Der Lokalmatador kam trotz Startplatz fünf im Toro Rosso nicht über Rang 14 hinaus. Der Rennstall Marussia trat aus Respekt vor seinem vergangene Woche verunglückten Piloten Jules Bianchi im Heimrennen nur mit einem Auto an. Vor dem Start hatten sich alle Piloten versammelt, um Bianchi ihre Anteilnahme auszudrücken. Putin war da noch nicht an der Strecke. Der Staatschef traf erst während des Rennens ein.

Formel 1: Endstand Grand Prix von Russland in Sotschi

1. Lewis Hamilton (GBR) Mercedes 1:31:50,744 Durchschnitt: 204,227 km/h
2. Nico Rosberg (GER) Mercedes +13,657
3. Valtteri Bottas (FIN) Williams +17,425
4. Jenson Button (GBR) McLaren +30,234
5. Kevin Magnussen (DEN) McLaren +53,616
6. Fernando Alonso (ESP) Ferrari +1:00,016
7. Daniel Ricciardo (AUS) Red Bull +1:01,812
8. Sebastian Vettel (GER) Red Bull +1:06,185
9. Kimi Räikkönen (FIN) Ferrari +1:18,877
10. Sergio Perez (MEX) Force India +1:20,067
11. Felipe Massa (BRA) Williams +1:20,877
12. Nico Hülkenberg (GER) Force India +1:21,309
13. Jean-Eric Vergne (FRA) Toro Rosso +1:37,295
14. Daniil Kvyat (RUS) Toro Rosso +1 Runde
15. Esteban Gutierrez (MEX) Sauber +1 Runde
16. Adrian Sutil (GER) Sauber +1 Runde
17. Romain Grosjean (FRA) Lotus +1 Runde
18. Pastor Maldonado (VEN) Lotus +1 Runde
19. Marcus Ericsson (SWE) Caterham +2 Runden

Ausgeschieden: Max Chilton (GBR) Marussia, Kamui Kobayashi (JPN) Caterham

Schnellste Runde: Valtteri Bottas (FIN) Williams in der 53. Runde in 1:40,896 Min. (208,660 km/h Schnitt)

 

LIVE: Der Grand Prix von Russland im TV am 12. Oktober um 13:00

  • Training, Qualifying und der Große Preis von Russland wird auf ORF live übertragen
  • auch der deutsche Fernsehsender RTL berichtet live aus Sotschi
  • sowie das Schweizer Fernsehen SRF
  • und der PayTV-Sender SKY

Startaufstellung für den heutigen GP von Russland in Sotschi

1. Reihe:
1. Lewis Hamilton (GBR) Mercedes
2. Nico Rosberg (GER) Mercedes

2. Reihe:
3. Valtteri Bottas (FIN) Williams
4. Jenson Button (GBR) McLaren

3. Reihe:
5. Daniil Kwjat (RUS) Toro Rosso
6. Daniel Ricciardo (AUS) Red Bull

4. Reihe:
7. Fernando Alonso (ESP) Ferrari
8. Kimi Räikkönen (FIN) Ferrari

5. Reihe:
9. Jean-Eric Vergne (FRA) Toro Rosso
10. Sebastian Vettel (GER) Red Bull

6. Reihe:
11. Kevin Magnussen (DEN) McLaren *
12. Sergio Perez (MEX) Force India

7. Reihe:
13. Esteban Gutierrez (MEX) Sauber
14. Adrian Sutil (GER) Sauber

8. Reihe:
15. Romain Grosjean (FRA) Lotus
16. Marcus Ericsson (SWE) Caterham

9. Reihe:
17. Nico Hülkenberg (GER) Force India *
18. Felipe Massa (BRA) Williams

10. Reihe:
19. Kamui Kobayashi (JPN) Caterham
20. Pastor Maldonado (VEN) Lotus **

11. Reihe:
21. Max Chilton (GBR) Marussia *

* = Rückversetzung um 5 Plätze (Getriebewechsel)
** = Rückversetzung um 5 Plätze (Reststrafe Motorwechsel in Suzuka)

Der Große Preis von Russland in Sotschi


Formel 1 in Sotschi 2014 – Programm und Ergebnisse im Überblick

Großer Preis von Russland in Sotschi

am 12. Oktober 2014 – 13:00 Uhr

Hamilton gewinnt vor Rosberg und Bottas.

 

Qualifying Ergebnis in Sotschi am Samstag

am 11. Oktober 2014 – 13:00 Uhr

1. Lewis Hamilton (GBR) Mercedes 1:38,513 Min.
2. Nico Rosberg (GER) Mercedes 1:38,713
3. Valtteri Bottas (FIN) Williams 1:38,920
4. Jenson Button (GBR) McLaren 1:39,121
5. Daniil Kwjat (RUS) Toro Rosso 1:39,277
6. Kevin Magnussen (DEN) McLaren 1:39,629
7. Daniel Ricciardo (AUS) Red Bull 1:39,635
8. Fernando Alonso (ESP) Ferrari 1:39,709
9. Kimi Räikkönen (FIN) Ferrari 1:39,771
10. Jean-Eric Vergne (FRA) Toro Rosso 1:40,020 (alle im Q3)
11. Sebastian Vettel (GER) Red Bull 1:40,052
12. Nico Hülkenberg (GER) Force India 1:40,058
13. Sergio Perez (MEX) Force India 1:40,163
14. Esteban Gutierrez (MEX) Sauber 1:40,536
15. Adrian Sutil (GER) Sauber 1:40,984
16. Romain Grosjean (FRA) Lotus 1:41,397 (alle im Q2)
17. Marcus Ericsson (SWE) Caterham 1:42,648
18. Felipe Massa (BRA) Williams 1:43,064
19. Kamui Kobayashi (JPN) Caterham 1:43,166
20. Pastor Maldonado (VEN) Lotus 1:43,205
21. Max Chilton (GBR) Marussia 1:43,649 (alle im Q1)

3. Freies Training in Sotschi am Samstag

am 11. Oktober 2014 – 10:00 Uhr

1 L. Hamilton Mercedes 1:38,726
2 N. Rosberg Mercedes 1:39,016
3 V. Bottas Williams 1:39,097
4 D. Ricciardo Red Bull Racing 1:39,755
5 F. Massa Williams 1:39,954
6 D. Kvyat Scud. Toro Rosso 1:40,009
7 K. Räikkönen Ferrari 1:40,011
8 F. Alonso Ferrari 1:40,151
9 J. Vergne Scud. Toro Rosso 1:40,205
10 S. Vettel Red Bull Racing 1:40,338
11 J. Button McLaren 1:40,355
12 N. Hülkenberg Force India 1:40,669
13 S. Perez Force India 1:40,699
14 A. Sutil Sauber 1:41,146
15 E. Gutierrez Sauber 1:41,520
16 R. Grosjean Lotus 1:41,915
17 K. Magnussen McLaren 1:42,436
18 M. Ericsson Caterham 1:43,109
19 K. Kobayashi Caterham 1:43,975
20 M. Chilton Marussia 1:44,737
21 P. Maldonado Lotus

2. Freies Training in Sotschi am Freitag

am 10. Oktober 2014 – 12:00 Uhr

Tagesbestzeit für Lewis Hamilton in Sotschi

1. Lewis Hamilton (GBR) Mercedes 1:39,630 Min.
2. Kevin Magnussen (DEN) McLaren 1:40,494
3. Fernando Alonso (ESP) Ferrari 1:40,504
4. Nico Rosberg (GER) Mercedes 1:40,542
5. Valtteri Bottas (FIN) Williams 1:40,573
6. Jenson Button (GBR) McLaren 1:40,718
7. Felipe Massa (BRA) Williams 1:40,731
8. Daniil Kwjat (RUS) Toro Rosso 1:41,108
9. Sebastian Vettel (GER) Red Bull 1:41,396
10. Jean-Eric Vergne (FRA) Toro Rosso 1:41,531
11. Kimi Räikkönen (FIN) Ferrari 1:41,630

Weiter

13. Daniel Ricciardo (AUS) Red Bull 1:42,061

1. Freies Training in Sotschi am Freitag

am 10. Oktober 2014 – 8:00 Uhr

Rosberg mit Bestzeit

Nico Rosberg hat im ersten Freien Training auf dem neuen Formel-1-Kurs in Sotschi die schnellste Runde gedreht. Der deutsche WM-Zweite verwies am Freitag in 1:42,311 Minuten für die 5,853 Kilometer seinen Mercedes-Rivalen, den WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton, um 65 Tausendstelsekunden auf den zweiten Platz. Der Brite Hamilton führt die WM-Wertung mit zehn Punkten Vorsprung an.

Red Bull noch nicht auf Kurs

Dritter war beim ersten Einfahren für die Rennpremiere in Russland am Sonntag der Engländer Jenson Button im McLaren vor Ferrari-Pilot Fernando Alonso (Spanien). Der Australier Daniel Ricciardo war als Zwölfter der schnellere Red-Bull-Pilot. Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel (Deutschland) kam mit mehr als zwei Sekunden Rückstand auf Rang 14.

1. Nico Rosberg (GER) Mercedes 1:42,311
2. Lewis Hamilton (GBR) Mercedes 1:42,376
3. Jenson Button (GBR) McLaren 1:42,507
4. Fernando Alonso (ESP) Ferrari 1:42,720
5. Kevin Magnussen (DEN) McLaren 1:43,026
6. Sergio Perez(MEX) Force India 1:43,129
7. Daniil Kwjat (RUS) Toro Rosso 1:43,164
8. Kimi Räikkonen (FIN) Ferrari 1:43,212
9. Jean-Eric Vergne (FRAU) Toro Rosso 1:43,327
10. Valtteri Bottas (FIN) Williams 1:43,542
11. Felipe Massa (BRA) Williams 1:43,741
12. Daniel Ricciardo (AUS) Red Bull 1:43,821
13. Nico Hülkenberg (GER) Force India 1:43,976
14. Sebastian Vettel (GER) Red Bull 1:44,506
15. Adrian Sutil (GER) Sauber 1:44,625
16. Pastor Maldonado (VEN) Lotus 1:44,876
17. Sergey Sirotkin (RUS) Sauber 1:45,032
18. Romain Grosjean (FRAU) Lotus 1:45,190
19. Roberto Merhi (ESP) Caterham 1:46,782
20. Marcus Ericsson (SWE) Caterham 1:46,922
21. Max Chilton (GBR) Marussia 1:47,284

Die Formel 1 Premiere von Russland läuft an diesem Wochenende an. Nach den Olympischen Spielen und den Winter-Paralympics kommt mit dem Großen Preis von Russland die nächste Sportgroßveranstaltung nach Sotschi. Der geplante G8-Gipfel wurde aufgrund der Krimkrise abgesagt und nach Brüssel verlegt. Dennoch wird nicht Wladimir Putin oder das Mercedes-Duell zwischen WM-Leader Lewis Hamilton und seinem Verfolger Nico Rosberg das Hauptthema des Rennwochenendes sein. Die Königsklasse des Motorsports ist wenige Tage nach dem schweren Unfall von Jules Bianchi in Suzuka im Schockzustand.

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Formel 1 zwischen Olympia und Fußball-WM

Fünf Tage nach seinem 62. Geburtstag wird auf jeden Fall das nächste sportliche Prestigeobjekt für das russische Staatsoberhaupt wahr. Wegen der Eskalation des Konflikts mit der Ukraine steht die Grand-Prix-Premiere am Schwarzen Meer in der Kritik, die Piloten freuen sich trotzdem auf das Spektakel nach Olympia im Februar und vor der Fußball-WM 2018 in Russland.

Sebastian Vettel über die Rennstrecke in Sotschi

„Genau das wollen wir als Fahrer“, sagte etwa Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel zur 5,853 Kilometer langen Strecke, eingebettet in den Olympiapark der Winterspiele. Der Deutsche hatte sie in einem Pkw als erster Formel-1-Pilot im August testen dürfen.

++ Aktuelle Nachrichten und der Gesundheitszustand von Jules Bianchi

Ein Rennen als Lebensaufgabe

„Unser Rennen wird einzigartig sein“, versprach Alexander Saurin, Vize-Gouverneur der Region Krasnodar. „Wir haben unser Leben lang darauf gewartet.“ Vor vier Jahren unterzeichnete Putin zusammen mit Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone den Vertrag. Schon Anfang der 1980er-Jahre hatte der Brite seine Formel 1 auch in die damalige Sowjetunion schicken wollen.

Boliden im Olympia-Park

Von seiner Idee, die Rennwagen über den Roten Platz fahren zu lassen, sollen die Russen aber nicht so erbaut gewesen sein. Putin machte es nun möglich. Im Schwarzmeerort Sotschi, wo vor rund acht Monaten um Olympia-Gold gekämpft wurde, treten die Silberpfeil-Rivalen Hamilton und Rosberg zum nächsten Duell um den WM-Titel an. Es geht um den Sieg beim ersten Formel-1-Rennen in Russland.

Schwerer Unfall von Jules Bianchi

Eine Premiere, die glanzvoll sein soll – trotz aller Kritik und sogar Forderungen nach einer Absage wegen des Ukraine-Konflikts. Ein Start, der der Beginn in eine lange Ära der Motorsport-Königsklasse in Russland sein soll, der jedoch weiterhin unter dem Eindruck des schweren Unfalls des Franzosen Jules Bianchi stehen wird. Der 25-jährige Marussia-Pilot war am Sonntag in Suzuka so schwer verunglückt, dass er wegen schwerer Kopfverletzungen weiterhin in Lebensgefahr schwebt.

#ForzaJules

Eine gelöste Stimmung im Fahrerlager von Sotschi ist daher nur schwer vorstellbar. Ob Hamilton oder Mercedes-Widersacher Rosberg, Erster und Zweiter in Japan, alle sind in Gedanken auch bei Bianchi. Ob der Internationale Automobil-Verband (FIA) als Regelhüter nach dem Unfall mit einem Bergungskran auch Maßnahmen für das Renngeschehen in Russland vornehmen wird, ist unklar.

9. F1-Premiere in 15 Jahren

Unbestritten sind dagegen die Beweggründe für die Formel 1, auch in Russland anzutreten, dem 9. neuen Markt seit 15 Jahren. Es sei ein wichtiges Rennen für die weltweite Expansion der Formel 1, betonte Force-India-Teamchef Vijay Mallya, ist doch das größte Land der Welt ein Schlüsselmarkt für die großen Autohersteller. Um aus dem Olympiapark mit seinen spektakulären Bauten eine Formel-1-Strecke zu machen, hatte die Regierung 142 Millionen Euro veranschlagt. Von deutlich höheren Kosten wird ausgegangen.

Vorzeitige WM-Entscheidung

Sportlich verspricht der 16. der 19 Saisonläufe das nächste Kapitel im „Krieg der Sterne“ und die vorzeitige Entscheidung in der Konstrukteurs-WM zugunsten von Mercedes: Rosberg steht dabei unter Druck, gelangen doch seinem Teamkollegen Hamilton zuletzt drei Siege in Serie. Vor allem die Vorstellung des Engländers im Regen-Grand-Prix in Japan war beeindruckend. Zehn Punkte trennen die WM-Rivalen vier Rennen vor Schluss.

Lewis Hamilton auf den Spuren von Nigel Mansell

Hamilton kann außerdem bereits in Sotschi mit seinem 31. Karrieresieg zum erfolgreichsten Formel-1-Piloten im motorsportverrückten Großbritannien zusammen mit Nigel Mansell aufsteigen. Für ihn heißt das Motto in der Olympiastadt daher erst recht nicht: Dabei sein ist alles. Für Putin im Fall der Formel 1 schon eher.

Video: Sebastian Vettel fährt die 1. Runde auf der Rennstrecke in Sotschi

Streckeninformationen zu Sotschi in Russland

Nähere Infos zum Sochi International Street Circuit in Russland

Formel 1 Rennstrecke Sotschi Russland

© Grafik: APA/autorevue.at

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