Mit dem Stopp der Weiterentwicklung des aktuellen Autos sinken Alonsos ohnehin sehr geringe Chancen, Vettel doch noch einzuholen, weiter.
 

Formel 1: Ferrari entwickelt aktuelles Auto nicht weiter

Nach Sebastian Vettels Siegesserie will sich Verfolger Ferrari in der Auto-Entwicklung auf 2014 konzentrieren – große Herausforderung durch Motorenreform

23.09.2013 APA

Nachdem Sebastian Vettel für diese Saison unbesiegbar scheint, gibt Ferrari die Weiterentwicklung des aktuellen Autos auf. „Jetzt ist klar, dass wir 99 Prozent unserer Energie auf das Projekt für 2014 konzentrieren werden, weil es genauso kompliziert wie wichtig ist“, wurde der Teamchef der Scuderia, Stefano Domenicali, am Montag auf der Internetseite des Teams zitiert.

„Noch mehr Boden in Singapur verloren“

Ferrari-Pilot und WM-Zweitplatzierter Fernando Alonso hat sechs Rennen vor Saisonende bereits 60 Punkte Rückstand auf Red Bull-Fahrer Vettel, der zuletzt drei Rennen in Serie gewann – wie am Sonntag in Singapur. „Vor der Sommerpause haben wir uns intensiv bemüht, einen Leistungssprung für Singapur zu erreichen. Stattdessen haben wir sogar noch mehr Boden verloren“, konstatierte Domenicali ernüchtert.

Große Herausforderung in Entwicklungsarbeit durch Motorenreform

Für die verbleibenden Rennen gebe es zwar noch einige neue Bauteile für den F138. „Insgesamt aber werden wir versuchen, das Beste aus dem zu machen, was wir schon haben“, sagte der Teamchef. Die Chancen von Alonso, Vettel in der Gesamtwertung doch noch einzuholen, sind damit weiter gesunken. Ferrari sah sich offenbar zu der Entscheidung gezwungen, da in der kommenden Saison eine Motorenreform umgesetzt wird. Die Autos werden sich deutlich ändern. Dies bedeutet für alle Teams eine enorme Herausforderung in der Entwicklungsarbeit. Ein falscher Ressourcen-Einsatz könnte bereits früh den Titel 2014 kosten.

Mehr zum Thema
pixel