Strahlende Gesichter nach dem GP in Monaco - zumindest bei Rosberg und Ricciardo.
 

Formel 1: Eiszeit zwischen Rosberg und Hamilton

Nach dem Grand Prix von Monaco und WM-Führungswechsel ist der Titelkampf zwischen den beiden Mercedes-Piloten eröffnet.

25.05.2014 APA

Nico Rosberg hat mit seinem erneuten Sieg beim Grand Prix von Monaco die Führung in der Formel-1-Weltmeisterschaft wieder an sich gerissen – von seinem Teamkollegen Lewis Hamilton. Dass die Stimmung zwischen den beiden an sich befreundeten Mercedes-Piloten, die alle bisherigen 6 Saisonrennen klar dominiert hatten, herrscht, war nach dem Rennen unübersehbar. „Lewis hatte einen Lauf. Den wollte ich brechen. Das ist ein ganz besonderer Tag“, jubelte Rosberg. Fragen nach der Beziehung zwischen den Teamkollegen wurden nur unwillig und knapp beantwortet.

Hamilton will Scheibe von Senna

„Ich weiß nicht, ob sich Senna und Prost hingesetzt und sich ausgesprochen haben. Ich finde die Art und Weise, wie Senna damit umgegangenen ist, ziemlich gut. Vielleicht sollte ich mir davon eine Scheibe abschneiden“, hatte Hamilton nach dem umstrittenen Samstag-Qualifying gemeint und damit die Situation angeheizt.

Kein Kommentar von Rosberg

Rosberg ließ dies am Sonntag aber ebenso unkommentiert wie eine angebliche Hamilton-Aussage, wonach Rosberg nicht den gleichen Erfolgshunger habe wie er. „Es ist besser, darauf nicht zu antworten. Ich lese nichts, was in den Medien steht. Und selbst wenn es irgendwo steht, dann kann es immer noch verdreht sein. Ich weiß, dass Lewis so etwas nicht sagen würde. Also werde ich das nicht kommentieren“, sagte Rosberg lediglich.

Titelkampf beginnt erst

Man habe sich nach dem Training ohnehin ausgesprochen, beteuerte der Deutsche zudem. Motorsportchef Toto Wolff zeigte Verständnis für die Emotionen seiner Piloten und ist sicher: „Das geht wieder vorbei.“ Mit nur vier Punkten Vorsprung nach einem Drittel der WM beginnt der Kampf jetzt aber erst. Rosberg: „Die Saison ist noch lang, es bleibt ein harter Kampf.“

pixel