Wolff, Ecclestone, Horner und Lauda
Wolff glaubt, dass ein Management-Team die Führung nach Ecclestone übernimmt.
 

F1: Wer folgt auf Ecclestone?

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff glaubt die Antwort zu wissen.

23.04.2014 APA

Wie wird die Formel 1 nach Bernie Ecclestone aussehen? Diese Frage kann niemand exakt beantworten, aber Spekulationen um mögliche Nachfolger gibt es schon seit einiger Zeit. Auch – oder gerade – weil Ecclestone vermehrt mit dem Gesetz in Konflikt geraten ist. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff glaubt die Antwort zu wissen und sieht die F1 wie jedes andere Unternehmen. „Nach Ecclestone wird es, vermute ich, ein Management-Team mit unterschiedlichen Kompetenzen geben. Das wird ein ganz normales Management-Board sein wie in jedem anderen Großunternehmen“, sagte der Österreicher der Tageszeitung „Handelsblatt Live“.

Ecclestone unter Bestechungsverdacht

Derzeit laufen in der Motorsport-Königsklasse alle Fäden auf kommerzieller Seite bei Ecclestone zusammen. Der 83-jährige Brite wurde nach der Übernahme durch das Investmentunternehmen CVC als Geschäftsführer eingesetzt. Im Zuge des Verkaufs der Formel 1-Anteile von der BayernLB an CVC vor acht Jahren soll Ecclestone dem ehemaligen Vorstand der BayernLB, Gerhard Gribkowsky, 44 Millionen Dollar Bestechungsgeld gezahlt haben.

Das Ende von Ecclestone?

Sollte Ecclestone in dem Prozess verurteilt werden, wäre dies das Ende seiner Amtszeit. „Wir machen uns natürlich Gedanken über die Zukunft der Formel 1 – das müssen wir auch“, sagte Wolff. Wie auch andere eingebundene Unternehmen unterliegt auch der Daimler-Konzern den sogenannten Compliance-Regeln. „An die halten wir uns“, betonte Wolff.

  • Ravenbird

    Ich hoffe nicht, daß das Bild mit Niki Lauda ein Hinweis sein soll.
    Herr Lauda ist sicher ein sehr guter und intelligenter Rennfahrer gewesen.
    Aber seine Verantwortungslosigkeit und maßlose Selbstüberschätzung, die zum Absturz der „Mozart“ geführt haben, sollte ihn wohl für solche Ämter disqualifizieren.
    Selbstdiagnoseeinheiten zu ignorieren und Techniker des Herstellers für blöd zu halten – und das monatelang – ist grausam. Der Fehler im Umkehrschubsystem war allen bekannt und Boeing hat zum Abschalten des Systems geraten, weil es sich im Flug unbeabsichtigt aktivieren kann. Genau das ist geschehen, weil der Herr Chef die Techniker zum Löschen des Fehlerprotokolls der Maschine genötigt hat. Warum? Weil ohne Schubumkehr die kleinen Flughäfen nicht angeflogen werden können – Bremsweg zu lang – Gewinneinbußen.
    Wenn er so umfassend gescheit wäre, wie er daher redet, hätte ihm das nicht passieren dürfen! Er sollte sich wohl ein wenig zurückziehen und sein Gewissen erforschen und der Opfer gedenken, anstatt sich andauernd profilieren zu wollen.

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