ecclestone, berger und lauda bei der Abfahrt der Herren in Kitzbuehel 2001
Lauda, Berger und Wurz sind über die Rückkehr der Formel 1 nach Österreich glücklich.
 

Formel 1: Die Reaktionen zum Comeback des GP von Österreich

Niki Lauda: „Es ist ein Impuls für die Wirtschaft, er schafft Arbeitsplätze.“ Gerhard Berger: „Die Fans in Österreich warten seit vielen Jahren auf so etwas.“

23.07.2013 APA

 

Die Formel 1 wird ab 2014 wieder in Österreich Halt machen. Hier finden Sie die Reaktionen der ehemaligen Formel-1-Rennfahrer Niki Lauda, Gerhard Berger und Alexander Wurz.

 

Niki Lauda

Niki Lauda (dreifacher Weltmeister, 1984 Sieger des GP von Österreich): „Das ist das Beste, was uns passieren kann. Diese weltweite Publicity ist für Österreich unbezahlbar. Ich habe immer wieder gehofft, dass die Formel 1 zurückkehrt. Dass es Wirklichkeit wird, liegt nur an Herrn Mateschitz. Es ist eine Riesenfreude, mir bedeutet das viel – immerhin habe ich das Heimrennen ja auch einmal gewonnen. Es ist ein neuer Impuls, besonders für die Gegend. Bevor Didi Mateschitz investiert hat, war dort tote Hose. Die Formel 1 ist die Krönung für sein Projekt. Ganz Österreich sollte den Hut ziehen. Es ist ein Impuls für die Wirtschaft, er schafft Arbeitsplätze. Ich hoffe, alle wissen, was sie davon haben – auch die Bundesregierung und die Landesregierung.“

Gerhard Berger

Gerhard Berger (Ex-Pilot, zehnfacher GP-Sieger): „Ich habe immer gehofft, dass es den Grand Prix wieder gibt. Es ist eine super Sache, die ohne Red Bull nicht möglich wäre. Wir haben eine perfekte Infrastruktur mit dem Ring und mit Red Bull auch eine österreichische Mannschaft. Die Fans in Österreich warten seit vielen Jahren auf so etwas. Ein großes Kompliment an Didi Mateschitz, der österreichische Motorsport hat ihm viel zu verdanken. Für Österreich ist es ein weltweiter Werbewert, der kaum auf anderem Weg zu erzielen ist. Dazu kommt die Region, die nach Geschäften und neuen Möglichkeiten ringt. Sie profitieren alle davon.“

Alexander Wurz

Alexander Wurz (Ex-Pilot, bestritt dreimal den GP von Österreich): „Spielberg war in der Vergangenheit ein profitables Geschäft. Auch jetzt kann man es so gestalten, dass es wirtschaftlich Sinn macht. So ein Rennen hat einen extremen Werbewert. Red Bull besitzt den Ring, die Strecke und die Boxen sind absolut Formel-1-tauglich. Als Fahrer war der Heim-Grand-Prix immer ein bisschen Stress. Aber es war immer schon die Strecke mit den meisten Überholmanövern. Im Fahrerlager haben es immer alle geliebt, nach Österreich zu kommen. Für die Region rechnet es sich auf jeden Fall, sie hat den größten Nutzen.“

Dietrich Mateschitz

Dietrich Mateschitz (zur dpa): „Für mich als Steirer, der die Motorsportjahre am Ring als Jugendlicher miterlebt hat, ist es schon etwas ganz Besonderes, dass wir nicht nur den Ring wiederbeleben, sondern nun auch die Königsdisziplin zurück holen konnten.“

Reinhold Mitterlehner

Reinhold Mitterlehner (Wirtschaftsminister/ÖVP, auf APA-Anfrage): „Das Comeback der Formel 1 ist ein stimmiges Signal für das Autoland Österreich und nützt sowohl der regionalen Wirtschaft als auch unserem Tourismus, weil die Formel 1 weltweit erfolgreich vermarktet wird. Damit wird auch die Sport- und Tourismusmarke Österreich gestärkt, die international zusätzliche Aufmerksamkeit erhält.“

Roman Hagara

Roman Hagara (Segel-Doppel-Olympiasieger): „Dass die Formel 1 nach Österreich zurückkehrt, ist eine Sensation und wird der Region rund um den Red Bull Ring einen enormen Aufschwung verpassen. Ich war heuer persönlich bei der Airpower vor Ort und konnte am eigenen Leib spüren, mit welcher Hingabe und Energie in der gesamten Region gearbeitet wird. Da ist ein Team am Werk. Die österreichische Gastfreundschaft, die eindrucksvolle Kulisse unserer Heimat wird mit dieser Veranstaltung in die Welt getragen.“

Hans Peter Steinacher

Hans Peter Steinacher (Segel-Doppel-Olympiasieger): „Für mich, als Motorsport-Begeisterter, ist das natürlich eine super Entwicklung und eine unglaubliche Überraschung. Ich war in den vergangenen Jahren bei den DTM-Rennen am Ring und von Infrastruktur und Organisation begeistert. Das haben mir auch die Fahrer bestätigt. Die Königsklasse des Motorsports in unserem Heimatland zu haben, ist wunderbar und ein unbezahlbarer Werbewert.“

 

Hier geht es zu den bisherigen Siegern des GP von Österreich.

 

  • Walter Szekely

    Hallo Team Autorevue!
    Als Sohn der „Szekely“ (jahrelang Angestellte und ein bissl Mädchen für alles in der Redaktion seit dem ersten Heft 1965) habe ich seither ein gewisses Naheverhältnis zu diesem Edelblatt. Auch ich habe den Autorevue-_Bulli zu diversen Rennen (Aspern, Langenlebarn, Zeltweg NOCH FLUGPLATZ etc. bewegt. Da fuhren wir mit Verkäufern hin und haben auch Tonnen von Werbeheften verteilt.
    Aber, weil ich natürlich diesen „Ferrari unter den Autozeitschriften“ abonniert habe, lese ich auch ziemlich genau darin. Deshalb glaube ich mich erinnern zu können, daß es da einige recht kritische Beiträge zu Formel 1 und Spielfeld gegeben hat. Vor allem wurde auch der wirtschafliche Nutzen der Formel 1 für die Rennstrecke sehr in Frage gestellt.
    Jetzt klingt alles ganz anders. Ist die nun zur Schau getragene Euphorie wirklich in diesem Fall so berechtigt ? Es ist eine großartige Leistung aller Beteiligten, daß es so ein Event wieder in Österreich geben soll, und daß das so gelungen ist. Die Werbewirksamkeit und die Umweg-Rentabilität kann ich als Laie natürlich nicht abschätzen. Aber wird da nicht wirklich zu viel getrommelt und gelobhudelt. ?? Ich fahre heuer trotz meiner fast 70 Jahre zum dritten mal mit dem Motorrad auf die Insel Man zum Manx-Grand-Prix. Was man dort an Athmosphäre und Motorsportbegeisterung erleben kann – da kann Spielfeld bestenfalls ein vergleichsweise schwacher Abklatsch werden!

    Es grüß herzlich
    Walter Szekely

  • Varaandi

    Ich war auch schon bei div. Formel 1 Rennen in Spielberg.
    Ich finde es sehr Gut das der Grand Prix wieder zu uns kommt.
    Für die Region und für Österreich ist es eine tolle Werbung und auch viel Geld das in Zeiten wie diesen
    finde ich auch nötig gebraucht wird.

    Ich hoffe das man die benötigten Gutachten positiv ausgestellt bekommt und nächstes Jahr fahren darf.

  • drifti

    setze 10 dass es wieder scheitert ;-)

    viele kleinere veranstaltungen find ich eh besseres konzept als jetz wieder millionen in infrastruktur zu pulvern (tribünen ghörn überdacht, sicherheitstechnik aufgerüstet, im paddock platz für F1 TV, usw) und dann wieder, damit sich das lohnt abhängig zu sein vom f1 zirkus, wo dem oidn bernie immer wos einfollt um wieder woanders hinzupilgern mit seim zirkus, und wenn er obnippelt kann si erst recht kana an abmachungen erinnern. :(

    oba es werdn gwiss wieder irgenwölche wisch u kaaszettln vom land föhln und es wird einsprüche, bürgerinitiativen, bauernaufstände etc gebn.
    die bewilligung fürn jetzigen betrieb war angeblich so ausgelegt, dass f1 nimmer geht.

    na jo, wird wieda a murds theater, steirische festspiele: „JEEEEEDDDDZTAAAAABBBAAAA“ schrei vorm spielberg kircherl :D

    versteht mich nicht falsch – ich freu mich wenn es klappt!!! – aber es galt halt schon einige frustrationen zu überstehen als ö-ring (der für mi immer so heißen wird, egal wern grod blecht) fan. ich liebe den ring, fuhr als kind schon bei publikumsfahrten beim vatern im auto übern ring mit, war auch in den magersten jahren des rings regelmäßig dort zum zuschauen, vom käfer cup bis f1.
    ich wünsch mir halt nur dass er bestehen bleibt für den motorsport, mit od ohne f1, hauptsache ring bleibt!

    salü drift

  • mike

    1978 + 79 war ich beim gp von österreich – von der boschkrve hatte man eine schöne übersicht über den kurs. leider fiel lauda bei beiden gp aus….

  • Wolfgang Malli

    Ein Traum, aber ich glaube es erst dann, wenn ich definitiv Karten bestellen kann.

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