1/26
Nico Rosberg im Mercedes F1 W07 Hybrid
 

Die Formel-1-Autos der Saison 2016

Alle Formel-1-Autos der Saison 2016 im Überblick. Mit welchen Boliden und welchen Motoren starten die Teams in die neue Saison?

24.02.2016 Online Redaktion

Am 18. März startet die Formel 1-Saison 2016 mit dem Grand Prix von Australien in Melbourne. Zuvor müssen aber noch alle Teams ihr Autos (und Fahrer) präsentieren. Welche Piloten heuer für welche Rennställe an den Start gehen, haben wir unter diesem Link für euch zusammengefasst – und die Boliden präsentieren wir euch hier:

Alle Formel-1-Autos 2016 im Überblick

Mercedes F1 W07 Hybrid

Weltmeister Lewis Hamilton und Teamkollege Nico Rosberg gehen heuer im neuen Mercedes F1 an den Start. Der Brite absolvierte am Freitag in Silverstone mit Teamkollege Nico Rosberg Werbeaufnahmen, fast 100 Kilometer legte das Duo im F1 W07 Hybrid zurück.

Mercedes F1 W07 Hybrid  (3)
© Bild: Mercedes

Testfahrten auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona

Hamilton wird den Auftakt bestreiten. Der Brite ist für die Einheiten am Montag und Mittwoch vorgesehen. Der WM-Zweite Rosberg wird dann am Dienstag und Donnerstag über den Circuit de Catalunya steuern.

Mercedes F1 W07 Hybrid  (1)
© Bild: Mercedes

Der schärfste Konkurrent

Der Technische Direktor des Teams, Paddy Lowe, war zufrieden. „Alles läuft sehr gut“, meinte er. Ferrari erwartet Mercedes erneut als ersten Gegner um den WM-Titel. „Ferrari ist definitiv ein starker Konkurrent, der uns Sorge bereitet. Das motiviert uns aber, weiter zu pushen“, sagte Lowe.

Ferrari SF16-H

Präsentierte Boliden im Retro-Design

Ferrari hat am Freitag in Maranello seinen neuen Rennwagen für die kommende Formel-1-Saison vorgestellt. „Wir hoffen, dass es ein Sieger-Auto ist“, sagte Teamchef Maurizio Arrivabene bei der Präsentation des SF16-H, die live im Internet übertragen wurde. Die Italiener wollen Mercedes mit dem Boliden den WM-Titel bei Fahrer und Konstrukteuren streitig machen.

ferrari f120162
© Bild: Ferrari

Optisch und technisch überarbeitet

Die Bezeichnung steht für Scuderia Ferrari 2016, das große H für Hybrid. Das Auto ist an der Oberseite weiß lackiert und erinnert damit ein wenig an die Optik des legendären Ferrari 312T, mit dem Niki Lauda in den 70er Jahren für Furore gesorgt hat. Der Ferrari präsentierte sich aber nicht nur optisch, sondern auch technisch stark überarbeitet. Die Nase ist deutlich kürzer. Dazu kommen eine neue Radaufhängung und eine neue Auspufflösung. „Wir wollen bis zum Ende um die WM kämpfen“, betonte Arrivabene. Der Schwierigkeit dieser Aufgabe ist man sich in Maranello aber bewusst. „Unsere Konkurrenz schläft ja nicht.“

ferrari f12016
© Bild: Ferrari

Williams FW38

Das Ziel von Williams

Der britische Formel-1-Rennstall Williams hat am Freitagvormittag seinen neuen Boliden vorgestellt. Mit dem erneut überwiegend weißen FW38 will Williams den dritten Platz in der Konstrukteurswertung hinter Weltmeister Mercedes und Ferrari verteidigen. „Wir werden bis Melbourne warten müssen, um herauszufinden, wo wir genau stehen“, meinte Teamgründer Frank Williams.

wiliams 1
© Bild: Williams

Williams mit Mercedes-Power

Angetrieben wird der FW38 auch heuer wieder von Mercedes-Power. Auf die Strecke rollt der neue Williams erstmals am Montag beim Beginn der offiziellen Formel-1-Testfahrten in Montmelo bei Barcelona.

Red Bull RB12

Das Formel-1-Team Red Bull geht nach der langwierigen Motoren-Entscheidung für die anstehende WM-Saison ambitioniert ans Werk. „Das gesamte Team hat über den Winter unglaublich hart gearbeitet“, wurde Teamchef Christian Horner in einer Team-Aussendung zitiert. „Wir haben auf dem signifikanten Fortschritt der zweiten Jahreshälfte 2015 aufgebaut, um das Momentum in die ersten Rennen mitzunehmen.“

Daniil-Kvyat-im-Red-Bull-RB12
© Bild: Mark Thompson/Getty Images

Newey über das neue Auto

Adrian Newey, Technische Direktor des österreichisch-britischen Rennstalls, gab an, dass bei der Entwicklung des RB12 aufgrund des engen Reglements keine großen Sprünge möglich waren. „Daher haben wir uns darauf konzentriert, über alle Bereiche ein kompaktes Paket zu schnüren, dass alles harmonisch zusammen funktioniert. Das heurige Chassis sollte gut sein.“

Daniil-Kvyat-im-Red-Bull-RB12-Bild2
© Bild: Mark Thompson/Getty Images

2015 kein Sieg

Das Red-Bull-Team war im Vorjahr erstmals seit 2008 sieglos geblieben, weil Motorenpartner Renault zu viele PS auf die Konkurrenz von Mercedes und Ferrari fehlten. Red Bull erhält heuer weiterhin Renault-Triebwerke, diese firmieren allerdings unter dem Markennamen des Schweizer Uhrenherstellers TAG Heuer und werden von der Motorschmiede des Schweizers Mario Illien mit Upgrades versehen.

Renault RS16

Als erstes Team enthüllte Rückkehrer-Rennstall Renault, der zuvor das Privatteam Lotus übernommen hatte, sein neues Auto. Der Bolide ist überwiegend in Schwarz gehalten, mit den gelben Akzenten entspricht dies – wenig überraschend – den Farben des Werksteams.

renault rs16
© Bild: Renault

„Sind hier, um zu gewinnen“

Bis zum Saisonauftakt werde der RS16 aber schon wieder anders aussehen, so Gérard Lopez, Mitbesitzer des Teams. Die Ambitionen sind jedenfalls hoch: „Das Ziel ist es nicht, nur dabei zu sein. Wir sind hier, um zu gewinnen“, erklärte Renault-Motorsportdirektor Cyril Abiteboul Präsentation des Autos am 3. Februar in Guyancourt nahe Paris.

renault piloten
© Bild: Renault

McLaren-Honda MP4-31

Nach der schlechtesten Formel-1-Saison seit 1980 erhofft sich McLaren von seinem neuen Auto einen erheblichen Sprung nach vorne. „Es gibt eine Menge positive Aspekte, auf denen wir aufbauen können“, sagte der frühere Weltmeister Jenson Button bei der Online-Präsentation des schwarz lackierten McLaren-Honda MP4-31.

McLaren-Honda MP4-31 (1)
© Bild: McLaren-Honda

Lob von Teamchef Dennis

Das Ziel, Siege zu holen, sei unverändert, bemerkte Teampatron Ron Dennis. „Wir werden aber keine Vorhersagen machen, bis wann diese Siege kommen sollen.“ Dennis lobte seine Piloten Button und den zweimaligen WM-Champion Fernando Alonso. „Wir haben die beste Fahrerbesetzung im Sport“, meinte der Brite.

McLaren-Honda MP4-31 (2)
© Bild: McLaren-Honda

2015 ohne Sieg

Im vergangenen Jahr hatte das Team allerdings riesige Probleme mit seinem Motor. Rückkehrer Honda konnte keine wirklich leistungsstarken und zuverlässigen Aggregate liefern. McLaren schloss 2015 die Konstrukteurs-WM dann auch sieglos nur als Vorletzter auf Platz neun ab.

Team Haas VF-16

Das Team Haas startet bei seinem Formel-1-Debüt mit dem VF-16. Der in grau und rot gehaltene Bolide soll am Montag bei den Probefahrten in Barcelona erstmals auf seine Qualitäten geprüft werden. „Unser Ziel mit diesem Auto ist es, Punkte zu sammeln“, sagte Teamchef Günther Steiner.

Team-Haas-VF-16 (2)
© Bild: Haas F1 Team

Das Ziel von Haas

„Wir müssen erstmal beweisen, dass wir die Aufgabe bewältigen und Rennen beenden können, dass wir von den Fans und anderen Teams respektiert werden“, erklärte Steiner die Zielsetzung für die kommenden Monate. Hinter dem Team steht der US-Unternehmer Gene Haas. Der Geschäftsmann ist motorsportbegeistert und gründete bereits ein Team für die US-Rennserie Nascar.

Team-Haas-VF-16 (1)
© Bild: Haas F1 Team

Ferrari-Motoren

Als Stammfahrer verpflichtete der Rennstall den Franzosen Romain Grosjean von Lotus und den Mexikaner Esteban Gutierrez, der in der Königsklasse bereits für Sauber fuhr. Seine Motoren erhält das Haas-Team von Ferrari, das dem Neuling auch weitere Unterstützung gewährt.

Weitere Auto-Präsentationen folgen

Vom 22. bis 25. Februar werden die Teams in Barcelona die ersten Proberunden für die kommende WM drehen – und weitere Autos der Öffentlichkeit präsentieren. Sobald ein Team sein neues Auto präsentiert, stellen wir es auch an dieser Stelle vor.

pixel