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Formel 1: 700 Einsatzkräfte bei GP von Österreich

400 Polizei, 100 Rotes Kreuz, 180 Feuerwehr – 25.000 Autos und Staus erwartet. Strenge Zutrittskontrollen.

10.06.2014 APA

Spielberg/Judenburg. In zehn Tagen findet nach elf Jahren wieder ein Formel-1-Grand-Prix von Österreich in Spielberg statt. Die steirischen Einsatzkräfte werden mit knapp 700 Polizisten, Feuerwehrleuten und Rettungssanitätern am und um den Red Bull Ring präsent sein, hieß es bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Judenburg. Bis zu 25.000 Pkw werden am Sonntag erwartet.

Durchdacht: Von Rauferei bis zum Flugzeugabsturz

Veranstaltungs-, Verkehrs- und Sicherheitsbehörde wird die Bezirkshauptmannschaft Murtal sein: Sie bewilligte neben dem Rennen auch Konzerte als Rahmenprogramm und setzte zur Bewältigung der Verkehrsströme knapp 40 „straßenpolizeiliche Maßnahmen“ wie etwa Geschwindigkeitsbeschränkungen und Fahrverbote, erklärte Bezirkshauptfrau Ulrike Buchacher. Mögliche „Szenarien“ – von einer Rauferei bis hin zu einem Flugzeugabsturz – wurden durchdacht und geplant.

GP Österreich: Spürhunde und mehr als 400 Polizisten

Allein die Polizei wird mit 400 Uniformierten und Beamten in Zivilkleidung im Einsatz stehen – darunter auch Spezialisten mit Sprengstoff-Suchhunden, Beamte des Einsatzkommandos Cobra sowie ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera. Eine temporäre Polizeistation im Bereich des Haupteinganges zum Renngelände wird als Anlaufstelle für Besucher eingerichtet. Einsatzleiter Günther Perger empfahl eine möglichst frühe Anreise und auch, alle Sitzplätze in den Autos auszunutzen. Mit Staus ist trotzdem zu rechnen.

100 Rotes-Kreuz-Mitarbeiter

Das Rote Kreuz wird mit bis zu 100 Mitarbeitern sowie 21 Fahrzeugen rund um den Ring im Einsatz sein. Sie werden sich um medizinische Notfälle von Besuchern kümmern und sind für den Krisenfall gerüstet. Kinder, die am Renngelände verloren gehen, sollen in der im „Partnergebäude“ eingerichteten Rot-Kreuz-Stelle bis zum Eintreffen der Eltern versorgt werden. Die Rettungskräfte werden an vier Stationen rund um die Uhr – auch für die bis zu 18.000 Campinggäste – zur Verfügung stehen. Laut Markus Schöck von der Bezirksstelle Knittelfeld werden etwa 2.500 Arbeitsstunden und mehr als 60 Stunden Einsatzzeit für das Rote Kreuz anfallen.

180 freiwillige Helfer aus Knittelfeld

Seitens des Bereichsfeuerwehrverbandes Knittelfeld werden 180 freiwillige Helfer im „Schichtbetrieb“ Polizei und Rettung unterstützen. Sie sollen entlang der Rennstrecke, am gesamten Ringgelände, am Campingplatz, am Hubschrauberlandeplatz sowie an den Zubringerstrecken ihre Posten beziehen. 15 Fahrzeuge werden vor Ort mit Löschmittel bereit stehen – darunter auch zwei spezielle Lösch-Quads. Die Feuerwehrleute besuchten teilweise Sonderschulungen etwa für Flugunfälle am Hubschrauberlandeplatz. Besonders gut bewacht werde das Fahrerlager, sagte Kommandant Erwin Grangl.

Keine Gnade bei verbotenen Gegenständen

Für die Besucher am Ring gelten zahlreiche Bestimmungen und Zutrittskriterien, die mit den Tickets mitversandt wurden. Verboten sind etwa auch pyrotechnische Gegenstände. Will jemand diese mit auf das Gelände nehmen und wird erwischt, kann er gleich wieder die Abreise antreten: „Diesen Personen wird sofort der Zutritt auf das Areal verwehrt“, erklärte der Veranstalter, die Projekt Spielberg GmbH.

Zutrittsbestimmungen als pdf herunterladen.

Bis zu 95.000 Besucher am Rennsonntag

Die Bezirkshauptmannschaft Murtal rechnet am Freitag mit 40.000 und am Samstag mit 90.000 Besuchern. Am Sonntag sollen sogar 95.000 Zuschauer kommen. Neun Tribünen bieten Platz für 54.000 Personen und im Freigelände finden bis zu 52.000 Zuschauer Platz.

Zufahrten und Parkplätze des Red Bull Rings

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