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Formel 1: Renault startet 2016 mit eigenem Team

Renault übernimmt den schwächelnden Formel 1-Rennstall Lotus und geht 2016 mit einem eigenen Werksteam an den Start – „unsere Ambition ist es zu gewinnen“

04.12.2015 Online Redaktion

Nach langen Verhandlungen bestätigte Renault am Donnerstag Abend seine Rückkehr in die Königsklasse des Motorsports. Der französische Autobauer übernimmt den finanziell angeschlagenen Rennstall Lotus und geht 2016 mit einem eigenen Werksteam in der Formel 1 an den Start. Noch sind nicht alle Details zur Übernahme restlos geklärt. Die grundlegenden Verträge wurden aber am 3. Dezember 2015 unterzeichnet, heißt es in einer Presseaussendung.

Anspruch von Renault in der Formel 1: „Es ist unsere Ambition, zu gewinnen“

„Renault hatte 2 Optionen – mit 100 % zurückzukommen, oder zu gehen“, so Renault-Vorstandschef Carlos Ghosn. „Nach detaillierter Überprüfung habe ich entschieden, dass Renault ab 2016 in der Formel 1 dabei sein wird. Die endgültigen Details, die wir von den Haupteigentümern der Formel 1 erhalten haben, haben uns das Selbstvertrauen gegeben, diese neue Herausforderung anzunehmen. Unsere Ambition ist es, zu gewinnen – selbst, wenn es einige Zeit dauern wird.“

Formel 1-Veterane Renault

Renault ist seit 1977 in der Formel 1 aktiv. Ende 2011 hatten sich die Franzosen als Konstrukteur aus der Königsklasse des Motorsports zurückgezogen, waren aber weiter als Motorenlieferant tätig gewesen – so auch für den englisch-österreichischen Rennstall Red Bull, der mit den Renault-Motoren und Sebastian Vettel zwischen 2010 und 2013 vier Mal in Folge sowohl den Fahrer- als auch den Konstrukteurs-WM-Titel holte. In den vergangenen beiden Saisonen war Red Bull mit der Leistung der Renault-Motoren allerdings zunehmend unzufrieden und drohte aus diesem Grund zwischenzeitlich sogar mit einem Ausstieg aus der Formel 1.

Neue Saison, neues Glück

Lotus hat bereits sein längerer Zeit mit finanziellen Sorgen zu kämpfen. In der Formel 1-Saison 2015 ging das Team mit Pastor Maldonado und Romain Grosjean an den Start. In der Konstrukteurswertung reichte es heuer für Platz 6. 2016 will das neue Team sein Glück mit Maldonado und dem britischen GP2-Champion und Formel 1-Rookie Joylon Palmer versuchen.

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