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Toto Wolff: Grundlegende Kostenreduzierung in der Formel 1 ist und bleibt das Ziel.
 

Formel 1: Teams entscheiden am 1. Mai über Ausgabengrenze

Eine Strategiegruppe befasst sich am 1. Mai bei einem Gipfel in London mit einer Kostendeckelung in der Formel 1.

30.04.2014 APA

Am 1. Mai befassen sich die Formel 1-Teams mit einer etwaigen Ausgabengrenze. Die kleineren Rennställe sprechen sich für eine fixe Kostendeckelung aus, die großen Teams wollen bei dem Gipfel am Donnerstag in London hingegen ein Modell vorstellen, mit dem von 2015 an bis 2017 zumindest Kosten gesenkt werden können.

Kluft zwischen kleineren und größeren Teams soll geschlossen werden

„Eigentlich war ich für eine Obergrenze, aber wir haben eingesehen, dass einige der anderen großen Teams diesem Weg entweder nicht folgen würden oder könnten“, zitierte das Fachmagazin „Autosport“ am Mittwoch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Man suche nun die besten Werkzeuge, „um die Kluft zwischen den kleineren und den größeren Teams zu schließen.“ Der Österreicher betonte, dass das Ziel einer grundlegenden Kostenreduzierung in der Formel 1 intakt sei.

Änderungen in Sport- und Technikregularien geplant

Dazu will die Strategiegruppe „Autosport“ zufolge Änderungen in den Sport- und Technikregularien vornehmen. So könnten zur Dämmung der Ausgaben etwa ab 2015 die Frontflügel vereinfacht werden, ab 2017 könnten die Rennställe auf 18-Zoll-Felgen zurückgreifen. „Wir haben immer noch eine fantastische Plattform, aber wir ruinieren uns, wenn wir hier nicht einschreiten“, warb die österreichische Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn ESPN zufolge erneut inständig für eine Kostenbremse.

Branchenriesen gegen Kostenbremse

Die kleinen Teams wie der Schweizer Rennstall Sauber sind in der Strategiegruppe nicht vertreten. Dort sitzen neben sechs Delegierten des Internationalen Automobilverbands (FIA) und sechs Abgesandten des Rechte-Inhabers um Bernie Ecclestone die sechs größten Rennställe. Das sind Weltmeister Red Bull, Ferrari, Mercedes und McLaren sowie Williams und als nicht ständiges Mitglied Lotus. Insbesondere die Branchenriesen Red Bull und Ferrari, die pro Jahr jeweils mehr als 250 Millionen Euro ausgeben, gelten als Gegner einer Budgetgrenze. Die Top-Rennställe hatten die eigentlich für 2015 schon beschlossene Kostenbremse erst vor kurzem wieder gestoppt.

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