Unschöne Szenen: Ein Reifen des Australiers Mark Webber macht sich selbstständig und verletzt einen Kameramann schwer
Unschöne Szenen: Ein Reifen des Australiers Mark Webber macht sich selbstständig und verletzt einen Kameramann schwer
 

FIA zieht Konsequenzen aus Unfall: Sicherheitsrichtlinien verschärft

Beschränkter Zugang zu Boxengasse, neues Tempolimit, Helmpflicht für alle Teamitglieder: Der Automobil-Weltverband will die neuen Regeln bereits beim nächsten Rennen durchsetzen

10.07.2013 APA

Nach dem schweren Unfall in der Boxengasse beim Grand Prix von Deutschland vergangenes Wochenende setzt der Automobil-Weltverband Konsequenzen: Schon ab dem nächsten Grand Prix sollen sich nur noch Formel-1-Teammitglieder und Streckenposten während Rennen und Qualifikation in der Boxengasse aufhalten dürfen.

Beim Rennen am Nürnburgring wurde ein Kameramann von einem losgelösten Reifen von Mark Webbers Red Bull-Boliden getroffen. Der Brite aus dem TV-Team von Bernie Ecclestones Formula One Management erlitt eine Schlüsselbeinfraktur, zwei Rippen wurden gebrochen. „Alle unsere Kamerateams werden in Zukunft nur noch von der Boxenmauer filmen dürfen“, betonte Ecclestone, der im ständigen Kontakt mit allen Betroffenen ist.

Helmpflicht für alle Teammitglieder

Doch auch für die Mechaniker und Fahrer wurden die Richtlinien verschärft. Alle Teammitglieder, die während eines Boxenstopps an einem Auto arbeiten, müssen künftig Helme tragen. Sie dürfen sich auch nur noch für den jeweiligen Halt einer der beiden Fahrer ihres Rennstalls in der sogenannten Pit Lane aufhalten. Ist der Boxenstopp beendet, müssen sie unverzüglich zurück in die Garage. Vor dem Stopp müssen sie so lange wie möglich in der Box ausharren.

Neue Tempolimits in der Boxengasse

Darüber hinaus werden die Tempolimits in der Boxengasse gedrosselt: Statt 100 Stundenkilometer sind nun nur noch 80 erlaubt. In Melbourne, Monaco und Singapur bleibt es wegen der beengten Verhältnisse bei 60 Stundenkilometern. Verstöße im Training kosten pro Stundenkilometer mehr 100 Euro bis maximal 1.000. Zusätzliche Strafen sind den Rennkommissaren vorbehalten.

Änderungen sollen bereits beim Grand Prix in Ungarn am 28. Juli in Kraft treten

Für 2014 sind die Änderungen bereits gültig. Aber die FIA will sie schon bis zum nächsten Rennen in Budapest in zweieinhalb Wochen einführen. Daher bat die Regelbehörde mit Präsident Jean Todt an der Spitze den World Motorsport Council um eine rasche Bestätigung.

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  • Ing. W. Hauck

    Das finde ich völlig in Ordnung, hätte diesen Herrn Spezialisten schon längst einfallen können. Aber wie immer, zuerst muss ein Unfall passieren, erst dann blitzt es in den Köpfen.

    p.s.: Wäre die Banane sicherer wenn sie gerade wäre? Sollte dem Gremium im Sommer der Text ausgegen.
    LG
    WH

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