jean todt
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FIA-Präsident Todt: „Die Formel 1 liegt auf der Intensivstation“

Weiter Forderung nach Kostenreduzierung – Todt: „Habe Angst, Teams zu verlieren“ – Formel 1 muss sich verändern.

30.03.2014 APA

Sepang. Weltverbandschef Jean Todt bangt um die Zukunft der Königsklasse des Motorsports. „Die Formel 1 liegt auf der Intensivstation. Ich habe Angst, dass wir Teams verlieren“, sagte der Präsident des Internationalen Automobil-Verbandes FIA vor dem Großen Preis von Malaysia in Sepang.

Todt verteidigte im Interview der „Welt am Sonntag“ nachdrücklich die geplante Kostenreduzierung. „Alle wollen diese Obergrenze. Das muss schriftlich fixiert werden. Dann ist es für alle verbindlich“, sagte er.

Teams haben Kostenprobleme

Viele Teams kämen zu ihm und Chefvermarkter Bernie Ecclestone „und flehen uns an, endlich die Budgetgrenze einzuführen“. Nach seinen Informationen hätten Sauber und Williams Probleme. Lotus habe angeblich einen Fahrer nicht bezahlt. „So geht’s nicht weiter“ betonte Todt. „Viele schreien um Hilfe. Unser Job ist es, diese Hilfeschreie zu hören.“ Bis Ende Juni müsse eine Lösung her.

Todt steht hinter neuem Reglement

Der Franzose, der vor seiner FIA-Präsidentschaft unter anderem jahrelang Teamchef bei Ferrari war, verteidigte die umfassende Regelreform vor dieser Saison. „Die ganze Welt ist im Wandel. Warum sollte da die Formel 1 außen vor bleiben?“, meinte Todt. „Die Formel 1 ist das Aushängeschild des Motorsports – also muss sie vorangehen.“

„Formel 1 muss sich verändern“

Er forderte, die Top-Serie müsse aufwachen. „Umweltverschmutzung, Finanzkrise, schwindende Ressourcen – das sind Probleme, die sich nicht leugnen lassen. Wenn die Formel 1 die Königsklasse des Motorsports bleiben will, muss sie sich verändern“, urteilte Todt.

Quelle: (APA/dpa)

  • Ravenbird

    Wie Recht der Mann hat!
    Ein Windleitelement aus Kohlefaser um tausende Euro, das noch dazu bei Kontakt mit der Felge beim Reifenwechsel bricht und wegfliegt, hat mit Autofahren nix zu tun.
    Das ist schon Weltraumtechnik und gehört auch dort hin.
    Meine Vorgaben für eine moderne F1:
    Länge
    Breite
    Höhe
    Freistehende Räder
    Vollautomatikgetriebe
    Serienbereifung ohne Wechsel für eine Renndistanz
    Tankstellensprit und maximale Spritmenge
    Einheitskarosserie ohne aerodynamische Hilfen, schon gar nicht bewegliche!

    So ist gewährleistet, daß nicht irgendwelche verrückten Genies halbe Raumschiffe bauen, die absolut nichts für die Entwicklung von Serienfahrzeugen beitragen können. Die F1 ist ein Entwicklungsträger für die Serie. So steht es auch in den Statuten, wenn ich nicht sehr irre.
    Und Carbonteile wie oben beschrieben haben in der Serie nichts verloren.

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