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Ferrari will unbedingt den Vizeweltmeister stellen

Als Motivationsschub für 2014 will Ferrari in den letzten beiden Saisonrennen die Vizeweltmeistertitel in der Fahrer- und Konstrukteurswertung fixieren – während ersteres wahrscheinlich scheint, stellt zweiteres die Scuderia vor Probleme.

16.11.2013 APA

Ferrari will nach der vergebenen Chance auf die Titel in der Fahrer- und Konstrukteurswertung zumindest Zweiter werden. Ein kleiner Trost bis 2014, wo die Ziele dann wieder höher gesteckt werden: „Jetzt kämpfen wir um den zweiten Platz. 2014 wollen wir den Titel“, so Teamchef Stefano Domenicali vor dem Großen Preis der USA. „Wir tun alles, um das zu schaffen.“ Für Sportdirektor Massimo Rivola ist dieser vorläufige Plan zumindest „eine Quelle für Motivation, auch wenn wir zu Beginn des Jahres auf ein anderes Ergebnis gehofft hatten“.

Konstrukteurswertung als Herausforderung für Ferrari

Der Vizetitel in der Fahrerwertung sollte für den italienischen Rennstall machbar sein. Fernando Alonso liegt vor dem vorletzten Saisonrennen am Sonntag in Austin (Start: 20.00 Uhr MEZ/ORF eins, RTL und Sky) in Austin mit relativ komfortablem Vorsprung auf Platz zwei. In der Konstrukteurswertung wird es für die Scuderia schwieriger: Mercedes (334) hat vor dem Grand Prix in Texas als Gesamtzweiter elf Punkte Vorsprung auf Ferrari und nach allgemeiner Einschätzung das schnellere Auto.

Alonso im Rennen um Platz zwei gut unterwegs

„Wir müssen versuchen, in Austin und Sao Paulo vor ihnen zu landen“, so Domenicali. „Das wird nicht einfach, aber es ist möglich.“ Das Mercedes-Duo Nico Rosberg und Lewis Hamilton sammelte zuletzt meist mehr Punkte als die Ferrari-Paarung Alonso und Felipe Massa. Aber es hätte schlimmer kommen können: Nachdem sich Alonso beim Grand Prix in Abu Dhabi leicht am Rücken verletzt hatte, war lange unklar, ob er überhaupt starten kann. Zumindest dieses Problem ist nun vom Tisch, Alonso ist für die letzten beiden Rennen fit. „Ich tue mein Bestes, um den Team zu helfen“, versicherte der zweifache Weltmeister, nachdem ihm die Ärzte den Start in Austin erlaubt hatten. Im ersten freien Training am Freitag wurde Alonso dann auch gleich Erster, im zweiten Training reichte es dann aber nur noch für Platz zehn.

Ferrari profitiert vom Ausfall ihres zukünftigen Piloten Räikkönen

Lotus stellt wohl keine Gefahr mehr dar: Zum einen liegt das Team schon 26 Punkte hinter Ferrari, zum anderen fehlt ihnen Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen, der sich gerade von seiner Rückenoperation erholt. Der Scuderia spielt der Ausfall ihres künftigen Piloten in die Hände. Gerard Lopez, der Mehrheitseigner bei Lotus, hatte nicht von ungefähr geurteilt, zumindest der Zeitpunkt von Räikkönens Behandlung sei merkwürdig. Alonso (217 Punkte) profitiert ebenfalls von Räikkönens Pause. Der Finne (183) war sein härtester Rivale, auch wenn dieser bereits 34 Zähler hinter dem Spanier liegt. Hamilton (175) benötigt in beiden Rennen noch einen Sieg und einen zweiten Platz, um dem Spanier die Vize-WM entreißen zu können.

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