2007 jubelten Räikkönen und Alonso noch getrennt - ab 2014 fahren die "zwei Hähne" fürs selbe Team.
 

Ferrari-Rückkehrer Räikkönen soll mit Alonso gleichberechtigt sein

Laut Ferrari-Teamchef sollen die neuen Kollegen gleichberechtigt sein – Räikkönen sei keine „Anti-Alonso-Wahl“

12.09.2013 APA

Nachdem Kimi Räikkönens Rückkehr zu Ferrari 2014 fixiert worden ist, versicherte  Teamchef Stefano Domenicali auf der Ferrari-Website, der Finne werde mit Fernando Alonso gleichberechtigt sein – zumindest zu Saisonstart. Wie es sich entwickelt, wird sich zeigen – immerhin hatten die Italiener die Gleichberechtigung auch für Felipe Massa angekündigt, die Realität sah dann aber anders aus. Domenicali zeigt sich aber zuversichtlich, 2014 keinen der beiden Top-Piloten zu benachteiligen: „Dann im Lauf der Saison, wenn sich die Situation ergibt, dass ein Fahrer dem anderen auf Basis des WM-Standes helfen kann, wird das auch passieren“, so der Teamchef. „Das ist logisch und richtig.“ 

Räikkönen soll zum WM-Titel verhelfen, muss aber nicht den Clown spielen

Ferrari hat für die nächste Saison den ersten WM-Titel seit Räikkönen 2007 im Visier. In der laufenden Saison liegt Alonso als erster Verfolger von Serienweltmeister Sebastian Vettel bereits 53 Punkte hinter dem überlegenen Red-Bull-Piloten. Die Italiener setzen große Hoffnungen in den neuen alten Fahrer: Räikkönen, bereits 2007 mit Ferrari Weltmeister, habe sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt, meinte Domenicali nach der Verpflichtung. Schwierigkeiten mit der starken Persönlichkeit des „Iceman“ erwarte er nicht. „Wir haben schon von 2007 bis 2009 mit Kimi gearbeitet und nie ein Problem gehabt“, erinnerte der Teamchef. „Natürlich hat jeder seine eigene Herangehensweise. Von einem Finnen kann man nicht erwarten, Witze auf Italienisch zu erzählen und den Clown zu spielen.“

Kein Problem mit „zwei Hähnen in einem Hühnerstall“

Ferraris Entscheidung, entgegen der Praxis der vergangenen Jahre auf zwei absolute Toppiloten zu setzen, hatte Zweifel über die Teamchemie aufgeworfen. „Die Kombination von Fernando und Kimi ist die beste, die man heute in der Formel 1 haben kann. Das betrifft Talent, Erfahrung, Ehrgeiz und die Fähigkeit, das Auto weiterzuentwickeln“, erklärte Domenicali. Dabei hatte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo „zwei Hähne in einem Hühnerstall“ zuletzt noch abgelehnt. Viele Experten deuten die Verpflichtung von Räikkönen daher als Rute, die Montezemolo dem allzu kritischen Alonso ins Fenster gestellt hat. „Jeden, der Kimi als Anti-Alonso-Wahl versteht, kann ich beruhigen“, entgegnete Domenicali. „Fernando ist eine Schlüsselkraft für dieses Team und wird das noch lange sein.“ Der Vertrag des Spaniers läuft bis 2016, jener von Räikkönen vorerst bis 2015.

Interessen des Teams stehen an erster Stelle – „Geflügel-Frage“ kein Grund zur Sorge

Alonso, seit 2010 bei Ferrari, hatte sich im Lauf der Saison immer wieder kritisch über die Konkurrenzfähigkeit des Autos geäußert. Seinen neuen Teamkollegen hat er am Mittwoch öffentlich willkommen geheißen – auch wenn ihm Massa als Domestik weiterhin lieber gewesen wäre. „Jeder bei Ferrari weiß, dass die Interessen des Teams an erster Stelle stehen“, betonte Domenicali. „Was die Geflügel-Frage betrifft, muss ich an Fußball-Fans denken, die sich vor anderen Teams fürchten, weil sie zu viele gute Stürmer haben und daher hoffen, dass sie sich um den Ball streiten.“

Räikkönen soll auch im technischen Bereich eingesetzt werden

2014 stehen große technische Änderungen bevor. Räikkönen soll mit seiner Erfahrung und Anpassungsfähigkeit auch beim Bau des neuen Autos helfen. Der Finne hatte zuletzt bereits bei Lotus mit dem für das Ferrari-Chassis verantwortlichen Technikdirektor James Allison zusammengearbeitet. Domenicali: „Wir haben von James Allison Informationen aus erster Hand, wie sehr sich Kimi in den letzten zwei Jahren auch im technischen Bereich verbessert hat.“

  • Mach Racing Team

    Die 2 besten F1 Piloten in einem Team, sollte eigentlich für das Team ein Volltreffer sein.

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