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Fährt Red Bull 2016 mit Honda-Motoren?

In der Suche nach einem neuen Motorenpartner für Red Bull kommt jetzt Honda ins Spiel: „In der Formel 1 sagt man niemals nie“

24.10.2015 Online Redaktion

Red Bull ist nach wie vor auf der Suche nach neuen Motoren für die Formel 1-Saison 2016. Nachdem Daniel Ricciardo auch die jüngste Ausbaustufe des V6-Renault-Turbos kritisiert hatte, ist ein Verbleib beim aktuellen Motorenpartner endgültig vom Tisch. Auch Mercedes und Ferrari haben Red Bull bereits abgesagt.

Red Bull könnte übergangsweise auf Honda-Motoren umsteigen

Medienberichten zufolge könnte Red Bull in der kommenden Saison übergangsweise mit Honda-Motoren fahren. Derzeit wird nur McLaren von dem japanischen Hersteller ausgestattet. Für die Jahre danach, so wird spekuliert, habe Red Bull bereits andere Lösungen in Planung.

Bernie Ecclestone soll verantwortlich sein

Vermutet wird, dass Bernie Ecclestone im Hintergrund die Fäden gezogen habe und Honda bzw. McLaren die Versorgung von Red Bull mit den Antrieben schmackhaft gemacht haben soll. Damit würden die in die Königsklasse zurückgekehrten Japaner im zweiten Jahr ein zweites Team ausrüsten. 2016 würden 22 Autos am Start sein, hatte Ecclestone kürzlich versichert, obwohl Red Bull seine Ausstiegsdrohung für den Fall, dass 2016 keine konkurrenzfähige Motoren zur Verfügung stehen, bisher nicht zurückgenommen hat.

Vorteil für Honda

Für Honda wäre es ein Vorteil, ein zweites und vor allem ressourcenstarkes Team als Referenz für die Entwicklung des bisher eher schwachen und fehleranfälligen Triebwerkes zu haben. Das Red-Bull-Schwesternteam Toro Rosso soll 2016 hingegen mit 2015er-Ferrari-Antrieben fahren.

Red Bull-Teamchef Horner: „25-Prozent-Chance“

Red-Bull-Teamchef Christian Horner bezeichnete vor dem Grand Prix der USA in Austin die Situation mit Honda als „25-Prozent-Chance“. Damit ließ der Brite mehr oder weniger wissen, dass man mit allen vier Motorenherstellern, also auch noch Mercedes, Ferrari und Renault, im Gespräch sei. „Es gibt eine Menge Spekulationen. Fakt ist, dass unser Motorenausrüster derzeit unbestätigt ist“, sagte Horner in einem Sky-Interview.

Keine neuen Ausstiegsdrohungen

Auffallend war, dass Horner keine Ausstiegsdrohungen in den Mund nahm. „Es wird eine wettbewerbsfähige Lösung geben“, sagte er vielmehr. Selbst mit Renault sei alles offen. „In der Formel 1 sagt man niemals nie. Die Dinge verändern sich sehr schnell, und wir werden unseren Weg finden. Niemand bei uns wird von Panik erfasst, es wird eine logische Lösung geben“, betonte Horner.

Red Bull hatte nach vielen erfolgreichen Jahren und vier Weltmeistertiteln in Folge wegen permanenter Unzufriedenheit den Vertrag mit Motorenpartner Renault spätestens im September vorzeitig gekündigt.

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