Sauber plant nicht mehr mit Adrian Sutil und Esteban Gutierrez.
 

Millionen Gründe für den Fahrerwechsel bei Sauber

Das Sauber F1 Team plant die kommende Saison ohne seine bisherigen Fahrer Adrian Sutil und Esteban Gutierrez. Die Cockpits sind bereits vergeben.

06.11.2014 APA

Der Große Preis von Brasilien steht am Wochenende an. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf das, mittlerweile ordentlich an Fahrt aufgenommene, Fahrerkarussell. Noch nicht fix, aber im Gespräch, die Wechsel von Fernando Alonso zu McLaren und Sebastian Vettel zu Ferrari. Die Ausgangslage für Adrian Sutil und Esteban Gutierrez sieht hingegen düster aus.

Sauber plant ohne Adrian Sutil und Esteban Gutierrez

Der Schweizer Rennstall Sauber ersetzt Adrian Sutil und Esteban Gutierrez durch Marcus Ericsson und den 22-jährigen Brasilianers Felipe Nasr. „Das Sauber F1 Team freut sich, Felipe Nasr als Fahrer für die Saison 2015 und Banco do Brasil als seinen Partner bekannt zu geben“, teilte der von der Österreicherin Monisha Kaltenborn geführte und unter Finanznot leidende Rennstall mit. „Mit Felipe Nasr und Marcus Ericsson ist die Fahrerpaarung für 2015 komplett.“

Erster Punktgewinn bei Abschiedstour?

Den bisher für das insolvente Caterham-Team fahrenden Ericsson hatte Sauber erst vor ein paar Tagen verpflichtet. Damit ist zudem klar, dass auch der bisherige Stammpilot Esteban Gutierrez keinen neuen Vertrag erhält. Der Deutsche und der Mexikaner treten beim Großen Preis von Brasilien an diesem Wochenende im Autodromo Jose Carlos Pace mit der Gewissheit an, dass dies ihr vorletzter Einsatz für die Schweizer ist. Gegen Sutil und Gutierrez sprach, dass sie in den bisher 17 Saisonläufen noch keinen Punkt geholt haben.

Millionen Gründe für Fahrerwechsel

Da Sauber große Finanzprobleme hat, war klar, dass es Fahrer mit viel Mitgift benötigt, um überleben zu können. Ericsson bringt angeblich Sponsorengelder in Höhe von 20 Millionen Euro mit. Nasr wird seit Jahren von der Banco do Brasil unterstützt. Mit 1,3 Billionen Reals (etwa 430 Milliarden Euro) ist sie laut Pressemitteilung bei der Bilanzsumme das größte Finanzinstitut Lateinamerikas.

Felipe Nasr, 22-jährige Nachwuchshoffnung aus Brasilien. © Bild: Mark Thompson/Getty Images

Felipe Nasr, 22-jährige Nachwuchshoffnung aus Brasilien. © Bild: Mark Thompson/Getty Images

Ein Neuer: Felipe Nasr

„Wir verfolgen Felipes Laufbahn schon seit einiger Zeit und sind davon überzeugt, dass er nach einer außerordentlich erfolgreichen Karriere in Nachwuchs-Rennserien einen Platz in der Formel 1 verdient hat“, sagte Kaltenborn. Nasr, der in dieser Saison neben seinem Engagement in der GP2-Klasse Test- und Ersatzpilot bei Williams ist, bezeichnete den Aufstieg zum Stammfahrer in der Formel 1 als einen „wichtigen Schritt in meiner Karriere“. Es sei „ein unvergesslicher Moment“ und „mit dem heutigen Tag ist für mich ein Traum in Erfüllung gegangen“, schwärmte er.

Erfolgreich in den Nachwuchsserien

Der aus der Hauptstadt Brasilia stammende Nasr holte 2009 den Titel in der Formel BMW. Zwei Jahre später wurde er britischer Formel-3-Meister. In dieser Saison belegt er in der zweithöchsten Formel-Serie GP2 den zweiten Platz in der Gesamtwertung.

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