Hamilton schwingt die britische Flagge! Nach 11 Siegen in dieser Saison ist er verdienter Weltmeister der Formel 1-Saison 2014. © Clive Mason / Getty Images
Hamilton schwingt die britische Flagge! Nach 11 Siegen in dieser Saison ist er verdienter Weltmeister der Formel 1-Saison 2014. © Clive Mason / Getty Images
 

Formel 1 2014: Hamilton ist würdiger Weltmeister!

Formel 1 GP von Abu Dhabi: Live Stream und TV-Übertragung und alle Ergebnisse aus Training, Qualifying und Rennen.

23.11.2014 APA

Der einst jüngste Formel-1-Weltmeister ist erneut die Nummer eins in der Motorsport-Königsklasse. Lewis Hamilton hat sich am Sonntag in Abu Dhabi seinen zweiten WM-Titel gesichert. Der 29-jährige Engländer, der 2008 in einem McLaren erstmals Champion geworden war, krönte im Emirat seine überragende Saison, in der er dank der Dominanz von Mercedes insgesamt elf Siege feierte.

Hamilton wurde 2007 beinahe Weltmeister

Schon in seinem Debütjahr 2007 wäre Hamilton beinahe Weltmeister geworden, doch ein Getriebeproblem machte ihm damals im letzten Grand Prix in Sao Paulo einen Strich durch die Rechnung. Am Ende fehlte ihm nur ein Punkt auf Weltmeister Kimi Räikkönen, der vor sieben Jahren den bisher letzten Fahrertitel für Ferrari holte.

2008 um Haaresbreite Weltmeister

Noch dramatischer ging es im Folgejahr in Brasilien zu, als Hamilton im Alter von 23 Jahren, 9 Monaten und 26 Tagen zum bis dahin jüngsten Formel-1-Champion avancierte. Knapp vor dem Ziel überholte der Brite noch den Deutschen Timo Glock und sicherte sich mit Platz fünf einen Punkt vor dem im Heim-Grand-Prix siegreichen Ferrari-Piloten Felipe Massa den WM-Titel.

Danach erfolglose Jahre

Danach folgten aber die dominanten Phasen des Mercedes-Vorgänger-Teams Brawn GP (2009) sowie von Red Bull (2010-13), wodurch für Hamilton nur vierte (2010, 2012, 2013) und fünfte Plätze (2009, 2011) in den WM-Endwertungen herausschauten. Nach der Saison 2012 verließ der ehemalige GP2-Champion (2006) McLaren und übernahm auch dank der Überzeugungsarbeit von Österreichs Formel-1-Idol Niki Lauda in seiner Funktion als Team-Aufsichtsratsvorsitzender bei Mercedes das durch den Rücktritt von Rekordweltmeister Michael Schumacher frei gewordene Cockpit.

2014: Das Jahr der Mercedes

Seinen ersten Sieg für die „Sternenflotte“ feierte Hamilton im Vorjahr in Ungarn. Heuer war das deutsche Werksteam in der neuen V6-Hybrid-Turbo-Ära kaum zu stoppen und stellte zahlreiche Rekorde auf. Lediglich der australische Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo durchbrach mit seinen drei Siegen die Mercedes-Dominanz. In mehr als der Hälfte aller 19 Rennen hieß der Gewinner aber Hamilton, der mittlerweile der Brite mit den meisten Grand-Prix-Siegen in der Formel 1 ist.

„F1’s first black driver“

Die Basis dafür legte er bereits mit seinem kometenhaften Aufstieg im Jahr 2007: Neun Podestplätze fuhr Hamilton in seinen ersten neun Grand Prix heraus. „F1’s first black driver“, wie sich der in Monte Carlo lebende Engländer mit Stolz nennt, sammelte in seinen ersten zwei Jahren in der Formel 1 mehr Punkte als jeder Pilot vor ihm – sogar sein großes Kindheitsidol Ayrton Senna.

Das Schicksal des in Imola tödlich verunglückten Brasilianers hatte ihn 1994 endgültig zum Motorsport gebracht. Seither ist Hamilton alles gefahren, was vier Räder hat. Mit zehn gewann er seine erste britische Kart-Meisterschaft, bei der darauffolgenden Gala knüpfte er erste Kontakte zu McLaren.

Hamilton und McLaren

Der gar nicht schüchterne Bursche hatte Teamchef Ron Dennis um ein Autogramm gebeten und gesagt: „Eines Tages möchte ich für Ihr Formel-1-Team fahren.“ Drei Jahre später bot Dennis dem Supertalent einen Platz im Nachwuchsprogramm des Traditionsteams an. Hamilton dankte es ihm und raste in jeder Nachwuchsklasse, in der er antrat, zum Titel. Auch in der Formel 1 verhielt sich der Musterschüler selbst in der Spionage-Affäre 2007 und im Konflikt mit seinem damaligen Stallrivalen Fernando Alonso stets loyal zum britischen Rennstall, bei dem er mehr als 20 Millionen Euro pro Jahr kassierte.

„Du musst an dich glauben. Nur so kannst du in deinem Leben etwas erreichen“, lautet das Motto des ersten dunkelhäutigen GP-Piloten, der stolz auf seine Herkunft ist. Sein Großvater väterlicherseits war in den 1950er-Jahren von der Karibikinsel Grenada nach Großbritannien emigriert. Hamiltons Mutter ist Engländerin, seine Eltern hatten sich aber scheiden lassen, als er erst zwei Jahre alt war.

Hamilton Vater ermöglichte ihm seine Leidenschaft auszuüben

Sein Vater Anthony nahm mitunter zwei Jobs an, um die Motorsport-Leidenschaft seines begabten Sohnes zu fördern. Heute ist er als Manager bei allen Rennen mit dabei. Auch die durch die Gruppe Pussycat Dolls bekannt gewordene US-Pop-Sängerin Nicole Scherzinger, mit der Hamilton verlobt ist, fiebert seit Jahren bei Rennen oft in der Box mit ihrem Lewis mit.

Sich durchzusetzen hatte Hamilton schon in der Schule gelernt, als ihn Mitschüler wegen seiner Hautfarbe schikaniert hatten. Um sein Selbstvertrauen zu stärken, lernte der kleine Lewis Karate. Vor allem sein Willen hat den Arsenal- und Rap-Musik-Fan neben seiner herausragenden Schnelligkeit im Cockpit dorthin gebracht, wo Hamilton nun nach sechs Jahren wieder steht.

Das Formel-1-Finale in Abu Dhabi 2014 – Programm im Überblick

Der Formel-1-Grand-Prix von Abu Dhabi

am Sonntag, 23. November 2014 – 14:00 Uhr

Qualifying in Abu Dhabi

Nico Rosberg ist gelungen, was er sich vorgenommen hat: Psychischen Druck auf seinen Teamkollegen und den WM-Führenden Lewis Hamilton auszuüben. Mit der Pole Position im letzten, entscheidenden Rennen der Formel 1-Saison am Sonntag in Abu Dhabi steigt Rosbergs Chance, sich doch noch den Titel in der Königsklasse zu sichern – insbesondere, da der Vorsprung mit 0,386 Sekunden nicht gerade verschwindend gering war. Zur Erinnerung: Hamilton genügt morgen ein zweiter Platz, um zum 2. Mal nach 2008 Formel 1-Weltmeister 2014 zu werden – Dritter darf er aber nicht werden.

Apropos Dritter: Den 3. Rang im Qualifying sicherte sich Williams-Pilot Valtteri Bottas (+0,545 Sek.). Für Rosberg ist es die insgesamt 15. Pole Position seiner Karriere, die bereits elfte in dieser Saison. Mit 18 „Poles“ in 19 Rennen egalisierte Mercedes den Formel-1-Rekord von Red Bull aus der Saison 2011.

Vettel und Ricciardo müssen aus Boxengasse starten

Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel muss sein letztes Formel-1-Rennen für Red Bull aus der Boxengasse starten. Grund dafür ist der Wechsel eines regelwidrigen Frontflügels an seinem Auto, wie die Rennkommissare am Sonntag vor dem Saisonfinale in Abu Dhabi (Start um 14.00 Uhr) entschieden.

Vettel und sein australischer Teamkollege Daniel Ricciardo waren am Samstag nachträglich von der Qualifikation ausgeschlossen und ans Ende des Starterfelds versetzt worden, weil sich die Frontflügel an ihren Boliden irregulär stark verbogen hatten. Ricciardo hatte vor Vettel in der Qualifikation Platz fünf belegt, er muss ebenfalls aus der Boxengasse starten.

Startaufstellung beim GP von Abu Dhabi:

1. Reihe:
Nico Rosberg (GER) Mercedes
Lewis Hamilton (GBR) Mercedes

2. Reihe:
Valtteri Bottas (FIN) Williams
Felipe Massa (BRA) Williams

3. Reihe:
Daniil Kwjat (RUS) Toro Rosso
Jenson Button (GBR) McLaren

4. Reihe:
Kimi Räikkönen (FIN) Ferrari
Fernando Alonso (ESP) Ferrari

5. Reihe:
Kevin Magnussen (DEN) McLaren
Jean-Eric Vergne (FRA) Toro Rosso

6. Reihe:
Sergio Perez (MEX) Force India
Nico Hülkenberg (GER) Force India

7. Reihe:
Adrian Sutil (GER) Sauber
Esteban Gutierrez (MEX) Sauber

8. Reihe:
Pastor Maldonado (VEN) Lotus
Kamui Kobayashi (JPN) Caterham

9. Reihe:
Will Stevens (GBR) Caterham
Romain Grosjean (FRA) Lotus *

Aus der Box:
Daniel Ricciardo (AUS) Red Bull **
Sebastian Vettel (GER) Red Bull **

* = Grosjean nach Motortausch mit Rückversetzung um 20 Startplätze bestraft
** = Ricciardo und Vettel wegen eines Verstoßes gegen die Aerodynamik-Regeln bei ihren Autos nachträglich von der Qualifikation ausgeschlossen

Qualifying-Ergebnis von Abu Dhabi:

1. Nico Rosberg (GER) Mercedes 1:40,480 Min.
2. Lewis Hamilton (GBR) Mercedes 1:40,866
3. Valtteri Bottas (FIN) Williams 1:41,025
4. Felipe Massa (BRA) Williams 1:41,119
5. Daniel Ricciardo (AUS) Red Bull 1:41,267
6. Sebastian Vettel (GER) Red Bull 1:41,893
7. Daniil Kwjat (RUS) Toro Rosso 1:41,908
8. Jenson Button (GBR) McLaren 1:41,964
9. Kimi Räikkönen (FIN) Ferrari 1:42,336
10. Fernando Alonso (ESP) Ferrari 1:42,866 (alle in Q3)
11. Kevin Magnussen (DEN) McLaren 1:42,198 (in Q2)
12. Jean-Eric Vergne (FRA) Toro Rosso 1:42,207
13. Sergio Perez (MEX) Force India-Mercedes) 1:42.239
14. Nico Hülkenberg (GER) Force India 1:42,384
15. Adrian Sutil (GER) Sauber 1:43,074
16. Romain Grosjean (FRA) Lotus 1:42,768 (in Q1)
17. Esteban Gutierrez (MEX) Sauber 1:42,819
18. Pastor Maldonado (VEN) Lotus 1:42,860
19. Kamui Kobayashi (JPN) Caterham 1:44,540
20. Will Stevens (GBR) Caterham 1:45,095

am Samstag, 22. November 2014 – 14:00 Uhr

Ergebnis 3. Freies Training in Abu Dhabi

am Samstag, 22. November 2014 – 11:00 Uhr

Nico Rosberg mit Trainingsbestzeit

Vor dem Qualifying am Nachmittag hat sich Nico Rosberg mit der Bestzeit im 3. Freien Training zusätzliche Motivation für das Saisonfinale holen können. Lewis Hamilton liegt 0,369 Sekunden hinter dem Deutschen, also wieder Doppelführung für die Silberpfeile und wieder scheint es, als wäre die Konkurrenz ohne Chance auf Platz 1 oder 2.

Vettel und Alonso mit Abschiedsrennen

Dritter im Training wurde Williams-Pilot Felipe Massa, der mehr als eine Sekunde langsamer als Rosberg war. Der deutsche Vorjahressieger Sebastian Vettel, der am Sonntag sein letztes Rennen für Red Bull bestreitet, reihte sich als Fünfter unmittelbar hinter Fernando Alonso im Ferrari ein. Auch für Alonso wird der Grand Prix ein Abschiedsrennen. Der Spanier macht bei der Scuderia den Platz für Vettel frei und wird wohl zu McLaren wechseln.

1. Rosberg (Mercedes) 1:41,424
2. Hamilton (Mercedes) 1:41,793
3. Massa (Williams) 1:42,429
4. Alonso (Ferrari) 1:42,653
5. Vettel (Red Bull Racing) 1:42,679
6. Button (McLaren) 1:42,768
7. Ricciardo (Red Bull Racing) 1:42,773
8. Bottas (Williams) 1:42,794
9. Kvyat (Scud. Toro Rosso) 1:42,809
10. Räikkönen (Ferrari) 1:43,038
11. Magnussen (McLaren) 1:43,112
12. Vergne (Scud. Toro Rosso) 1:43,352
13. Perez (Force India) 1:43,360
14. Hülkenberg (Force India) 1:43,501
15. Gutierrez (Sauber) 1:43,643
16. Maldonado (Lotus) 1:43,718
17. Grosjean (Lotus) 1:43,778
18.  Sutil (Sauber) 1:44,022
19. Kobayashi (Caterham) 1:45,044
20. Stevens (Caterham) 1:45,959

Ergebnis 2. Freies Training in Abu Dhabi

am Freitag, 21. November 2014 – 14:00 Uhr

Tagesbestzeit geht an Lewis Hamilton

WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton ist im Training für das Formel-1-Saisonfinale in Abu Dhabi zur Tagesbestzeit gefahren. Der Brite war am Freitag auf dem Yas Marina Circuit 0,083 Sekunden schneller als sein Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg und setzte damit ein Zeichen für den Titel-Zweikampf am Sonntag.

Fernando Alonso mit technischen Problemen

Die Konkurrenz hatte im Training erneut deutlichen Rückstand. Kevin Magnussen wurde im McLaren 0,782 Sekunden hinter Hamilton Dritter. Vorjahressieger Sebastian Vettel fuhr im Red Bull auf Rang vier. Fernando Alonso musste das Training wegen technischen Problemen seines Boliden vorzeitig abbrechen.

1. Hamilton (Mercedes) 1:42,113
2. Rosberg (Mercedes) 1:42,196
3. Magnussen (McLaren) 1:42,895
4. Vettel (Red Bull Racing) 1:42,959
5. Bottas (Williams) 1:43,070
6. Ricciardo (Red Bull Racing) 1:43,183
7. Räikkönen (Ferrari) 1:43,489
8. Button (McLaren) 1:43,503
9. Kvyat (Scud. Toro Rosso) 1:43,546
10. Massa (Williams) 1:43,558
11. Perez (Force India) 1:43,746
12. Maldonado (Lotus) 1:44,005
13. Hülkenberg (Force India) 1:44,068
14. Vergne (Scud. Toro Rosso) 1:44,157
15. Gutierrez (Sauber) 1:44,316
16. Sutil (Sauber) 1:44,763
17. Grosjean (Lotus) 1:44,986
18. Kobayashi (Caterham) 1:45,505
19. Stevens (Caterham) 1:47,057
Alonso wegen technischen Problemen ausgeschieden

Ergebnis 1. Freies Training in Abu Dhabi

am Freitag, 21. November 2014 – 10:00 Uhr

Hamilton im 1. Training vor Rosberg

Lewis Hamilton hat den ersten Schlagabtausch mit seinem Titelrivalen Nico Rosberg beim Formel-1-Saisonfinale für sich entschieden. Der britische Mercedes-Pilot fuhr am Freitag im Auftakttraining von Abu Dhabi die Bestzeit. Sein Teamkollege Rosberg wurde auf dem Yas Marina Circuit mit 0,133 Sekunden Rückstand Zweiter. Der Rest des Feldes war abgeschlagen. Trainingsdritter in der ersten 90-Minuten-Einheit in Abu Dhabi wurde mit bereits 1,7 Sekunden Rückstand Ferrari-Pilot Fernando Alonso vor den beiden Red Bull von Vorjahressieger Sebastian Vettel und Daniel Ricciardo.

1. Hamilton (Mercedes) 1:43,476
2. Rosberg (Mercedes) 1:43,609
3. Alonso (Ferrari) 1:45,184
4. Vettel (Red Bull Racing) 1:45,334
5. Ricciardo (Red Bull Racing) 1:45,361
6. Vergne (Scud. Toro Rosso) 1:45,718
7. Kvyat (Scud. Toro Rosso) 1:45,835
8. Bottas (Williams) 1:45,913
9. Perez (Force India) 1:45,983
10. Hülkenberg (Force India) 1:46,030
11. Magnussen (McLaren) 1:46,049
12. Räikkönen (Ferrari) 1:46,131
13. Massa (Williams) 1:46,549
14. Gutierrez (Sauber) 1:46,556
15. Maldonado (Lotus) 1:46,711
16. Ocon (Lotus) 1:47,066
17. Button (McLaren) 1:47,235
18. Kobayashi (Caterham) 1:47,971
19. Fong (Sauber) 1:48,269
20. Stevens (Caterham) 1:50,684

 

LIVE: Der Grand Prix von Abu Dhabi im TV bei ORF, RTL, SRF & SKY

  • Training, Qualifying und der Große Preis von Abu Dhabi werden auf ORF eins LIVE übertragen
  • auch der deutsche Fernsehsender RTL berichtet live vom Yas Marina Circuit
  • sowie das Schweizer Fernsehen SRF ZWEI
  • und der PayTV-Sender SKY

Lewis Hamilton vs. Nico Rosberg: Wer wird wann Weltmeister

Lewis Hamilton wird Weltmeister, wenn

  • er in Abu Dhabi gewinnt oder Zweiter wird
  • er vor Rosberg ins Ziel kommt
  • er nicht ins Ziel kommt, aber Rosberg bestenfalls Sechster wird

Nico Rosberg wird Weltmeister, wenn

  • er gewinnt und Hamilton bestenfalls Dritter wird
  • er Zweiter wird und Hamilton bestenfalls Sechster
  • er Dritter wird und Hamilton bestenfalls Siebenter
  • er Vierter wird und Hamilton bestenfalls Neunter
  • er Fünfter wird und Hamilton bestenfalls Zehnter

hamilton vs rosberg wer wird wann weltmeisterNico Rosberg ist zuversichtlich

„Ich glaube immer noch zu 100 Prozent daran, dass ich es schaffen kann, aber natürlich brauche ich dafür ein bisschen Hilfe“, sagte Rosberg mit Blick auf den Showdown in Abu Dhabi in knapp zwei Wochen. Aus eigener Kraft kann der 29-Jährige zwar nicht mehr Weltmeister werden, aber dank der doppelten Punktezahl im Wüstenrennen sind seine Perspektiven durchaus ordentlich.

„Ohne meinen Dreher in der 28. Runde hätte ich gewonnen“

WM-Spitzenreiter Hamilton wurmte seine Niederlage nach zuletzt fünf Siegen in Folge zwar mächtig, weil er durch einen Fahrfehler entscheidend dazu beigetragen hatte. „Ohne meinen Dreher in der 28. Runde hätte ich gewonnen“, versicherte der Engländer. Zugleich reagierte der Champion von 2008 angesichts seiner immer noch komfortablen Ausgangslage cool und gelassen: „Heute ging es um Punkte, nicht um den Titel. Das nächste Rennen wird anders.“ Eine klare Kampfansage.

Dann wäre Hamilton auf jeden Fall Weltmeister

Angesichts der erdrückenden Dominanz und beeindruckenden Konstanz der Silberpfeile spricht allerdings vieles dafür, dass diese in Abu Dhabi den nächsten Doppelerfolg feiern. So schön das für das Team wäre, so verheerend wäre das für Rosberg: Dann wäre Hamilton auf jeden Fall Weltmeister. Wolff korrigierte deshalb schnell seinen Wunsch nach dem zwölften Doppelerfolg als krönenden Saisonabschluss, als er auf die fatalen Folgen für seinen deutschen Fahrer aufmerksam gemacht wurde.

Formel-1-Rekord von Mercedes

Mit nunmehr elf Doppelerfolgen hat das Duo einen weiteren Formel-1-Rekord aufgestellt. Zusammen 15 Siege (Hamilton 10, Rosberg 5) und 30 Podestplätze (bisher Ferrari aus dem Jahr 2004 mit 29) untermauern die Vorherrschaft, mit 651 Punkten hat man jetzt schon den Team-Saison-Rekord von Red Bull aus dem Jahr 2011 (650) geknackt.

Die Formel-1-Saison 2014 im Rückspiegel. Das Duell Hamilton vs. RosbergFormel 1 Finale 2014 in Abu Dhabi

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Streckeninformationen zum GP Abu Dhabi, Yas Marina Circuit

Nähere Infos zum Yas Marina Circuit in Abu Dhabi

Formel 1 Rennstecken Abu Dhabi

© Grafik: APA/autorevue.at

Der Große Preis von Abu Dhabi, hier wird gefahren

Video: Kommt es wieder zu einem dramatischen Saisonfinale, wie 2008?

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