Christian Horner
Christian Horner spricht sich für Ecclestone aus.
 

F1: Ecclestone soll bleiben

Gibt es schon bald eine F1 ohne Ecclestone? Sein potentieller Nachfolger spricht sich für den Verbleib des Briten aus.

10.05.2014 APA

Christian Horner, Teamchef von Red Bull, hat sich abermals für Bernie Ecclestones Verbleib in der Königsklasse ausgesprochen. „Die Formel 1 braucht ihn in diesen schwierigen Zeiten mehr als jemals zuvor“, sagte Horner der Nachrichtenagentur dpa am Rande des Großen Preises von Spanien.

Ecclestone hält alles zusammen

„Es gibt einige Teams, die zu kämpfen haben. Es gibt einige Promoter, die zu kämpfen haben. Bernie ist einer, der alles zusammenhält“, betonte der Brite. Ecclestone, der Ende der 70er-Jahre die TV- und Werberechte an der Motorsport-Königsklasse erworben hatte, habe „die Formel 1 aufgebaut und zu dem Business gemacht, das sie heute ist“, lobte Horner. Er ist mit Ecclestone sehr gut befreundet und wurde schon öfters als sein Nachfolger gehandelt.

Horner als Nachfolgekandidat

„Das ist sehr schmeichelhaft. Das ist aber in keiner Weise ein Fakt. Diese Gerüchte kommen immer wieder“, stellte Horner klar. Allerdings hatte sich auch Ecclestone bereits selbst für den 40-jährigen Erfolgs-Teamchef von Red Bull ausgesprochen. „Zuerst einmal hoffe ich, dass Bernie das noch eine längere Zeit macht“, sagte Horner über seinen 83-jährigen Landsmann, der sich in München wegen des Vorwurfs der Bestechung in einem besonders schweren Fall vor Gericht verantworten muss. Würde er verurteilt, wäre die Zeit von Ecclestone als Geschäftsführer der Formel 1 beendet.

Ecclestone vor Gericht

Er soll dem damaligen Banker Gerhard Gribkowsky bei dem Verkauf der Formel-1-Anteile an das Investmentunternehmen CVC vor rund acht Jahren 44 Millionen Dollar als Schmiergeld bezahlt haben. Ecclestone gibt an, er habe sich erpresst gefühlt. Am Freitag hatte Gribkowsky als Zeuge in dem Prozess ausgesagt, anschließend war Ecclestone von München nach Barcelona geflogen. „Das ist im Moment eine sehr anstrengende Zeit für ihn“, sagte Horner. Er betonte aber auch, dass Ecclestone der Gleiche wie immer sei.

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