2014 war ein Unglücksjahr für Marussia.
2014 war ein Unglücksjahr für Marussia.
 

Endgültiges Aus für Marussia

Das insolvente Team Marussia hat in der Formel 1 keine Zukunft mehr.

07.11.2014 APA

2014 war kein glückliches Jahr für Marussia: Erst verunfallte Pilot Jules Bianchi schwer, kurz darauf musste das Team Insolvenz anmelden. Und nun hat sich auch die vage Hoffnung, bis Fristablauf am Freitag noch Gelder von zwei potenziellen Investoren zu erhalten, zerschlagen. Der Insolvenzverwalter des russischen Rennstalls, Geoff Rowley, teilte britischen Medien mit, es seien keine finanziellen Mittel mehr geflossen.

„Sehr bedauerlich“

„Es ist zweifelsohne sehr bedauerlich, dass ein Unternehmen mit einem so großen Interesse weltweit und in Großbritannien sein Geschäft aufgeben und schließen muss“, sagte Rowley. Alle 200 Angestellten des im englischen Banbury ansässigen Rennstalls verlieren nun ihre Arbeit. Marussia fuhr erst seit 2012 unter diesem Namen in der Königsklasse des Motorsports. Eine Investorengruppe hatte vor zwei Jahren das Virgin-Team des Unternehmers Richard Branson übernommen.

Kein Start beim Saisonfinale

Marussia hatte wie Caterham vor dem Grand Prix der USA Insolvenz angemeldet. Beide Teams konnten am vergangenen Sonntag in Austin und auch an diesem Wochenende in Sao Paulo wegen ihrer riesigen finanziellen Probleme nicht starten. Marussia wollte aber beim Saisonfinale am 23. November in Abu Dhabi wieder antreten.

Debatte über Finanzen in der Formel 1

Die Notlage der beiden Teams hatte in der Formel 1 eine heftige Debatte über die Verteilung der Einnahmen ausgelöst. Chefvermarkter Bernie Ecclestone hatte daraufhin Fehler zugegeben und Änderungen avisiert, sollten die großen Teams entsprechende Zugeständnisse machen.

Kein F1 Manor

Marussia aber ist damit nicht mehr zu retten. Erst vor wenigen Tagen hatte das Team noch unter dem Namen F1 Manor für die kommende Formel-1-Saison gemeldet. Offensichtlich konnte Marussia aber auch die dafür erforderlichen Gebühren nicht aufbringen.

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