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Bernie Ecclestone findet Formel 1 „so schlecht wie nie zuvor“

Formel 1-Boss Bernie Ecclestone kritisiert Formel 1 heftig: „Würde nicht dafür bezahlen, mir ein Rennen anzusehen“

24.02.2016 Online Redaktion

Kurz vor dem Start der Formel 1-Saison 2016 ließ Chefvermarkter Bernie Ecclestone mit harscher Kritik an der derzeitigen Situation der Königsklasse aufhorchen. In einem Interview mit der britischen Daily Mail sagte der 85-jährige, die Formel 1 wäre „so schlecht wie noch nie“ und er würde „nicht dafür bezahlen, mit meiner Familie ein Rennen anzusehen.“

„Was macht es für einen Sinn?“

Die Formel 1 sei nicht mehr spannend, so Ecclestone weiter: „Was macht es für einen Sinn, wenn man ziemlich sicher weiß – und die Buchmacher es wissen, und die sind nicht blöd – dass Lewis Hamilton wahrscheinlich von der Pole Position aus starten wird das Rennen wahrscheinlich gewinnen wird, und der andere Mercedes auf das Podium kommen wird?“

„So etwas wird als Kartell bezeichnet“

Dass Ferrari und Mercedes ein Veto-Recht bei der Einführung neuer Regelungen besitzen, sei einer der Hauptgründe für die schwierige Lage der Formel 1. „So etwas wird normalerweise als „Kartell“ bezeichnet“, so Ecclestone. “ Und Kartelle sind illegal. Wir betreiben etwas Illegales. Und vor allem ist es nicht wettbewerbsfördernd.“

Lauda kann Kritik nicht nachvollziehen

Mercedes-Teamaufsichtsrat Niki Lauda reagierte auf Ecclestones drastische Aussagen mit Unverständnis. „Das ist seine Einstellung seit dem vergangenen Jahr. Ich verstehe nicht, warum er als Boss des Sports so kritisch ist,“, zitierte der Mirror den 67-jährigen Wiener. Ecclestone zerstöre mit seiner Kritik die derzeit herrschende positive Stimmung.

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