Bernie Ecclestone in Bahrain 2014
Hatte Ecclestone Angst vor einem Machtverlust?
 

Staatsanwaltschaft: Ecclestone hatte Angst vor Machtverlust

Aus Angst vor einem Machtverlust soll der F1-Boss Ecclestone die Bestechungsgelder in Millionenhöhe an den Banker gezahlt haben, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft.

14.04.2014 APA

Nach Meinung der Münchner Staatsanwaltschaft hat der F1-Boss Bernie Ecclestone aus Angst vor einem Machtverlust die Bestechungsgelder in Millionenhöhe an einen Banker der BayernLB gezahlt. Dies geht aus der Anklage gegen den 83-jährigen Briten hervor. Der Prozess gegen Ecclestone beginnt am Donnerstag kommender Woche (24. April) in München.

Vorwurf der Bestechung eines Amtsträgers

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft habe Ecclestone Einfluss auf die Auswahl des Käufers der Formel 1 nehmen wollen und dem ehemaligen BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky deshalb in den Jahren 2006 und 2007 knapp 44 Millionen US-Dollar (31,72 Mio. Euro) gezahlt. Dabei wusste Ecclestone nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft, dass Gribkowsky Angestellter einer staatlichen Bank war. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm deshalb Bestechung eines Amtsträgers mit Anstiftung zur Untreue in einem besonders schweren Fall vor.

Ecclestones Reaktion auf die Vorwürfe

Um nicht selbst auf den Kosten sitzen zu bleiben, soll Ecclestone den Banker aber dazu gebracht haben, bei der BayernLB eine Provision in Höhe von 41 Millionen (29,56 Mio. Euro) für seine Beratungsleistungen durchzusetzen. Ecclestone bestreitet diese Vorwürfe. In einem ARD-Interview vom Montag beklagte er, sich schon vor dem Beginn des Schmiergeldprozesses in München als Verlierer zu sehen: „Weil die Leute schlecht über mich reden, ohne so richtig zu verstehen, worum es geht.“

Ecclestone soll vor Gericht erscheinen

Das Gericht geht davon aus, dass sich Ecclestone dem Verfahren stellt und zum Prozess nach Deutschland kommen wird. Wichtigster Zeuge in dem Verfahren ist Gribkowsky, der bereits im Sommer 2012 zu achteinhalb Jahren Haft wegen Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung verurteilt worden war, weil er das Geld von Ecclestone angenommen hatte. Für die Zeugenvernehmung des Bankers haben die Richter gleich zum Beginn des Verfahrens mehrere Verhandlungstage eingeplant.

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    Senile Phobie.

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