Bernie Ecclestone will F1 wieder gefährlicher machen

Um den Nervenkitzel zu erhöhen, will Formel 1-Boss Bernie Ecclestone 40 Zentimeter hohe Mauern um die Kurven der Rennstrecken bauen zu lassen: „Früher gingen die Menschen zu einem Rennen und dachten, jemand könne dabei umkommen“

29.10.2016 Online Redaktion

Erst in vergangenen Jahr verstarb Marussia-Pilot Jules Bianchi an den Folgen einer Kopfverletzung, die er sich beim Grand Prix von Japan im Oktober 2014 zugezogen hatte. Obwohl Unfälle mit Todesfolge in der Formel 1 nur mehr äußerst selten vorkommen, wird es immer wieder brenzlig – man erinnere sich beispielsweise an Fernando Alonsos Horror-Crash beim Saisonauftakt in Melbourne 2016. Nichts desto trotz ist Formel 1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone der Meinung, man solle den Risikofaktor in der Königsklasse des Motorsports nicht etwa noch weiter minimieren, sondern erhöhen. Der 86-jährige schlug daher vor, 40 Zentimeter hohe Mauern um die Kurven der Rennstrecken bauen zu lassen, um für Nervenkitzel zu sorgen.

„Früher dachten die Menschen, jemand könne dabei umkommen“

„Früher gingen die Menschen zu einem Rennen und dachten, jemand könne dabei umkommen“, zitiert Reuters den umstrittenen Formel 1-Boss. „Heute wissen sie, dass sie zu einem Rennen kommen und niemand dabei getötet werden wird. Was gut ist.“ Die Mauern in den Kurven sollen dafür sorgen, dass die Piloten die Streckenbegrenzungen auch einhalten, so Ecclestone: „Sie sagen, dass sie nicht von der Strecke fahren dürfen. Ich verspreche, dass sie es nicht tun werden.“

Langweiliger Seiltanz

Die aktuellen Formel 1-Autos sähen außerdem so aus, als seien sie leichter zu fahren als die Boliden aus den „guten alten Tagen.“ Ecclestone zog den Vergleich mit einem Seiltanz in 15 Metern Höhe und einem, bei dem das Seil in einer Höhe von nur einem Meter gespannt sei.

„Ein bisschen Showbiz“

Neben den Mauern äußerte Ecclestone noch eine weitere Idee, um den Nervenkitzel für die Zuseher zu erhöhen: Das Publikum solle nicht sofort erfahren, ob ein Fahrer einen Crash unbeschadet überstanden hat oder nicht. Bezug nehmend auf Fernando Alonsos Crash in Australien, bei dem der Ferrari des Spaniers zwar komplett zerstört wurde, Alonso aber aus eigener Kraft und nur leicht humpelnd aus dem Wrack steigen könnte, brachte Ecclestone folgenden „Verbesserungsvorschlag“: „Was Fernando in Australien hatte.. man hätte nicht gedacht, dass er einfach davonspazieren würde. Was wir sofort tun sollten wenn so etwas passiert ist, dass wir [die Unfallstelle abschirmen] und ihn von der Rettung abtransportieren lassen sollten. Er wird ins Spital gebracht und später wird verkündet dass er, Gottseidank, wieder draußen ist. Ein bisschen Showbiz. Die Menschen mögen das.“

Glücklicherweise – insbesondere für die Gesundheit der Fahrer – wird keiner der Vorschläge des Warum-eigentlich-immer-noch-Formel 1-Bosses in die Tat umgesetzt werden. Bleibt zu hoffen, dass sein Nachfolger ein wenig … vernunftbegabter sein wird.

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  • unbekannt

    schickts den ecclestone in pension bitte.den sein hirn setzt mit seinem alter schon aus .

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