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Regen, verschlechterte Lichtverhältnisse, trotzdem ging das Rennen in Suzuka weiter.
 

„Dunkelste Verhältnisse“ in der Formel 1

Neue Gefahrendiskussion nach Bianchis Unfall – „Rennen wurde zu spät beendet“

06.10.2014 APA

„Keinen Kommentar“ gibt es nach wie vor zum Gesundheitszustand des am Sonntag in Suzuka verunfallten Marussia-Piloten Jules Bianchi. Dafür muss sich die Formel 1 einer neuen Gefahrendiskussion stellen. Nach dem Grand Prix in Japan wurden Beschwerden über die schlechten Lichtverhältnisse laut. Das Regenrennen war noch in vollem Gange, als die Lichtverhältnisse nachließen.

„Dunkelste Verhältnisse“ in der Formel seit 15 Jahren

„Sie haben das Rennen zu spät beendet“, kritisierte Williams-Pilot Felipe Massa. Sein Renningenieur Rob Smedley sprach sogar von den dunkelsten Verhältnissen in den 15 Jahren, die er in der Formel 1 sei.

Schlechte Bedingungen bei Suzuka-GP waren absehbar

Die teilweise extremen Bedingungen beim Grand Prix waren absehbar. Erstens, weil selbst bei normalem Wetter die Sonne gegen 17.30 Uhr über Suzuka untergeht. Damit kann es bei einem um 15.00 Uhr Ortszeit gestarteten Rennen mit Unterbrechungen sehr eng werden. Zweitens, weil diesmal auch noch die Vorboten von Taifun Phanfone – vor dem der Formel-1-Wetterdienst in den Tagen vor dem Grand Prix eindringlich und wiederholt gewarnt hatte – die Witterungslage erschwerten.

Lauda: „Man hätte früher starten können“

„Man hätte früher starten können, darüber gibt es keine Diskussion“, befand Mercedes-Teamaufsichtsratschef Niki Lauda. Der Internationale Automobilverband (FIA) konnte sich mit den heimischen Betreibern und den Vermarktern aber offensichtlich nicht einigen. Rennstreckenbesitzer Honda soll sich gegen eine Vorverlegung des Starts gesträubt haben.

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