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Auch das Deutsche Tourenwagen Masters profitiert von der Formel 1 in Spielberg.
 

DTM am Wochenende in Spielberg

Nach dem großen Erfolg der Formel 1 werden auch beim Deutschen Tourenwagen Masters in Spielberg mehr Zuschauer erwartet.

30.07.2014 APA

Sechs Wochen nach der Rückkehr der Formel 1 nach Österreich geht in Spielberg am kommenden Wochenende das Deutsche Tourenwagen Masters (DTM) über die Bühne. Auch die Tourenwagenserie, die zum 7. Mal in der Steiermark gastiert, profitiert vom Erfolg der Königsklasse: Die Veranstalter erwarten mehr Zuschauer als die 44.000, die im Vorjahr über das Wochenende an die Strecke gekommen waren.

DTM profitiert von Formel 1

Die Formel 1 hat die DTM als größtes Rennen des Jahres in Österreich abgelöst. Zuseher soll das aber nicht kosten – im Gegenteil. „Die Leute waren von der Stimmung bei der Formel 1 begeistert. Der Hype ist immer noch aufrecht“, meinte Red Bulls Ringmanager Philipp Berkessy. „Die Formel 1 hat eine einzigartige Breitenwirkung, die auch hier geholfen hat.“ Die DTM sei viel mehr Thema als in den vergangenen Jahren.

Dichtes Rahmenprogramm

Dazu kommt ein dichtes Rahmenprogramm mit Konzerten, Flugvorführungen und anderen Rennserien, etwa der Formel-3-EM mit der österreichischen Nachwuchshoffnung Lucas Auer. Der DTM-Lauf am Sonntag (13.30 Uhr/live ORF Sport +) geht über 47 Runden. Das Qualifying steigt am Samstagabend (18.10 Uhr). Im Vorjahr hatte BMW in Spielberg einen vom Kanadier Bruno Spengler angeführten Dreifachsieg gefeiert.

BMW auch 2014 Favorit

Die Bayern gelten auch 2014 als Favorit. Der Deutsche Marco Wittmann führt die Meisterschaft nach fünf von zehn Saisonrennen 20 Punkte vor Audi-Pilot Mattias Ekström an. Dahinter folgen mit je 29 Punkten Rückstand Spengler und Audi-Pilot Edoardo Mortara, der 2012 in Spielberg gewonnen hat. „Ich mag die Strecke mit den vielen grünen Hügeln. Ich hoffe, dass auch heuer etwas möglich ist“, sagte Mortara am Mittwoch bei einem Pressetermin in Wien.

Mercedes geht vorsichtig ins Rennen

Der dritte in der DTM engagierte deutsche Premiumhersteller geht etwas vorsichtiger in das Heimrennen von Motorsportchef Toto Wolff. So sehr Mercedes in der Formel 1 dominiert, so sehr fährt man Audi und BMW im Tourenwagensport derzeit hinterher. Die zwei bisherigen Rennsiege in Oschersleben (Christian Vietoris) und auf dem Norisring (Robert Wickens) waren den außergewöhnlichen Bedingungen geschuldet. „Wir haben uns vor der Saison mehr erwartet. Wir sind noch nicht ganz da, wo wir hinwollen“, gestand Vietoris, als Meisterschafts-Siebenter bester Mercedes-Pilot. „Die Jungs in der Formel 1 haben aber gezeigt, dass sie es können, das Team innerhalb kürzester Zeit wieder nach vorne zu bringen.“ Seine Hoffnungen auf wechselhafte Bedingungen dürften sich in Spielberg aber nicht erfüllen.

Gute Wetterprognosen für das Wochenende

Die Wetterprognosen sagen zum Wochenende hin immer weniger Regen voraus. Das würde auch den Besucherzahlen guttun. „Die DTM war immer ein Zuschauermagnet“, erinnerte Wolff. Durch die Rückkehr der Formel 1 sei zudem eine einzigartige Infrastruktur entstanden. „Spielberg ist eine sensationelle Strecke.“ Und sie passe durch ihre schnellen Kurven und guten Überholmöglichkeiten sehr gut zur DTM, ergänzte Berkessy.

DTM vorläufig bis 2016 auf Red Bull-Ring

Der Vertrag mit dem Red Bull Ring läuft vorerst bis 2016. Für eine Abkehr von der beliebtesten Tourenwagenserie sieht Berkessy aber keinen Grund. „Wir existieren neben der Formel 1“, betonte auch Jürgen Pippig, Vorstandsmitglied von DTM-Vermarkter ITR. „Die Formel 1 ist keine Konkurrenz für uns, wir sind keine Konkurrenz für die Formel 1.“ Auch wenn man sich nicht nur die Überholhilfe DRS von der Königsklasse abgeschaut hat.

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