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Der führende Kanadier Wickens wurde in Spielberg disqualifiziert.
 

DTM-Regeln zu kompliziert?

Mercedes-Motorsportchef Wolff forderte nach Wickens‘ Disqualifikation in Spielberg in einem Beschwerdebrief einfachere Regen im Deutschen Tourenwagen-Masters.

06.08.2014 APA

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hält die Regeln im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) für zu kompliziert. In einem am Mittwoch veröffentlichten offenen Brief von Wolff an den Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) forderte der Hersteller unter anderem die „Implementierung eines durchgängigen und transparenten Regelwerks und Strafenkatalogs“.

Durchfahrtsstrafe für Wickens in Spielberg bewusst nicht angetreten

Außerdem hat Mercedes die Disqualifikation von DTM-Fahrer Robert Wickens beim Rennen am Wochenende in Spielberg bewusst in Kauf genommen, wie aus dem Brief hervorgeht. Anlass für das Schreiben ist offenbar, dass die Rennleitung den in Führung liegenden Kanadier mit einer Durchfahrtsstrafe belegte, weil er BMW-Pilot Timo Glock in der Boxengasse behindert hatte. Die Strafe wurde nicht angetreten, der Sieg ging an Meisterschaftsleader Marco Wittmann (BMW).

Disqualifikation Anlass für Beschwerde

Aus Sicht von Mercedes war die Aktion nach dem Pflichtstopp kein „Unsafe Release“. „Dies hatten wir bereits während der Untersuchung der Rennleitung so mitgeteilt. Leider kam es dennoch zu einer Durchfahrtsstrafe, die wir aber im Wissen der Diskussion mit der Rennleitung, sowie auch unserer Überzeugung keinen Fehler begangen zu haben, nicht angetreten haben“, schreibt Wolff. „Wir fuhren hier ganz klar um den Sieg – diese Möglichkeit wurde uns genommen.“

Kein Protest möglich

Ein DMSB-Sprecher hatte bereits vor der Siegerehrung am Sonntag betont, dass gegen eine Tatsachenentscheidungen kein Protest eingelegt werden könne. Mercedes beklagt sich zudem, dass ähnliche Situationen anderer Fahrer unterschiedlich bestraft wurden.

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