Jochen Rindt im Cockpit eines Rennautos
Wer österreichische Motorsportgeschichte sagt, muss auch Jochen Rindt sagen.
 

Motorsportausstellung in Zeltweg

Unter dem Titel „Dröhnende Motoren“ werden in Zeltweg die Flugplatzrennen am Fliegerhorst in den Jahren 1957 bis 1968 näher beleuchtet.

03.09.2013 APA

 

Der Fliegerhorst Hinterstoisser in Zeltweg lockt Motorsportfreunde mit einem Auszug aus österreichischer Motorsport-Geschichte. Das Heeresgeschichtliche Museum (HGM) zeigt unter dem Titel „Dröhnende Motoren“ von 7. September bis 20. Oktober alles rund um die Flugplatzrennen am Fliegerhorst in den Jahren 1957 bis 1968 und konzentriert sich auf Legende Jochen Rindt.

Umfangreiches Ausstellungsmaterial

Im Hangar 8 soll sich alles um die Rennen von damals sowie den „Grundstein des österreichischen Formel 1-Zirkusses“ drehen, denn 1964 wurde am Flugplatz das erste offizielle Formel 1-Rennen Österreichs gefahren. Rindt, Stirling Moss, Graham Hill, Jack Brabham und viele andere bekannte Piloten waren an den Bewerben beteiligt und werden in der Ausstellung den Besuchern wieder in Erinnerung gerufen, verspricht Thomas Ilming vom HGM: „Wir haben zwei Rennautos ausgestellt, Rindts Overall, einen seiner Ehrenpreis-Pokale und seinen Helm. Dazu kommen alte Pressemappen von den Flugplatzrennen, Rennprogramme, Medaillen, Streckenfahnen und vieles mehr.“ Alles stamme aus privaten Sammlungen.

Jochen Rindt als Schwerpunkt

Der Schwerpunkt sei Rindt gewidmet, der schon damals Tausende Motorsportbegeisterte nach Zeltweg zog. Neben dem von ihm gesteuerten Formel 2-Brabham werden die Besucher auch einen Formel 1-Cooper Baujahr 1956 zu sehen bekommen. Eine Fotodokumentation der Rennen von 1957 bis 1968 soll einen Eindruck vom Geschehen am Flugfeld vermitteln. Filmaufnahmen sowie eine Dokumentation zum Thema „Das Leben und Sterben von Jochen Rindt“ runden die Schau ab.

Ein Autorevue-Urgestein

Für einen Film, der bei der Ausstellung zu sehen ist, habe man historische Aufnahmen mit nachgestellten Szenen, die heuer am Fliegerhorst gedreht wurden, gemischt, so Ilming. Bei der Eröffnung am kommenden Freitag soll auch Martin Pfundner mit seinem legendären Hut dabei sein. Der Österreicher war 1964 Rennleiter des ersten Formel 1-Grand Prix in Zeltweg und habe die Königsklasse des Motorsports nach Österreich geholt: „Wir wollen ihm bei der Eröffnung seinen Hut für die Ausstellung abschwatzen“, verriet Ilming.

50-jähriges Jubiläum naht

Mit der Ausstellung möchte das HGM ein „Zeichen für die Region setzen“ und darauf hinweisen, dass der Fliegerhorst Hinterstoisser in Zeltweg nicht nur ein Militärflugplatz ist, sondern auch die historische Heimstätte des österreichischen Motorsports war. Das kommende Jahr werde ein besonderes, denn 2014 feiert die Formel 1 in Österreich ihr 50-jähriges Jubiläum – just in dem Jahr, in dem die Boliden wieder in Spielberg fahren sollen. „Wir wussten bei der Konzeption der Ausstellung noch nichts vom geplanten Comeback, umso mehr freut es uns.“ Ilming wolle 2014 in Erinnerung an das erste Formel 1-Rennen ein „Flugplatz-Revival“ mit historischen Fahrzeugen initiieren. Die Vorgespräche dafür seien bisher gut verlaufen.

 

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