Spannende Entscheidungen bei der Drift Challenge in St. Veit

In St. Veit geht es beim Driften erstmals „bergab“

20.06.2014 Online Redaktion

St. Veit – Am 18. und 19. Juni fand der dritte Lauf zur „DUNLOP Drift Challenge Austria 2014 powered by S Leasing“ im ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum Sankt Veit a. d. Glan statt. Der Sieger des letzten Laufes in Lebring, Wolfgang Schmid, konnte sich auch in Kärnten in eindrucksvoller Manier den Sieg holen. Auf einer komplett neuen Strecke wurde zum ersten Mal in der Geschichte im österreichischen Driftsport bergab gedriftet – für alle Fahrer eine ungewohnte Herausforderung. Mit dieser Neuerung wurde dem Publikum extrem spannender und spektakulärer Sport geboten.

Erneuter Sieg von Wolfgang Schmid nach drei spannenden Läufen

Im ersten von drei Wertungsläufen knallte Wolfgang Schmid eine Fabelzeit auf den Asphalt von Kärnten, an der sich seine Konkurrenten allesamt die Zähne ausbissen. Der nächste Verfolger im ersten Heat, Mario Schopper (Vizestaatsmeister 2013), musste einen Rückstand von mehr als zwei Sekunden hinnehmen. Auf Platz drei folgte Michael Blümel. Wertungslauf zwei lief nicht ganz nach Wunsch der Spitzenreiter des ersten Laufes. Sowohl Schmid als auch Schopper patzten und fielen einige Plätze in der Gesamtwertung zurück.

Wolfgang Schmid

Wolfgang Schmid

Lauf drei musste also die Entscheidung bringen. Jara Novak aus Tschechien setzte seine Mitstreiter um den Sieg mit einem Traumlauf stark unter Druck. Günther Denk, Sieger am Wachauring, konnte seine Nerven im Zaum halten, legte nochmals nach und übernahm die Führung. Mario Schopper musste alles riskieren – und verlor. Die Jury sah einen Patzer und zog im einen Punkt ab, was ihn auf Gesamtrang sieben zurückwarf. Der Zwischenführende Michael Blümel setzte alles auf eine Karte und riskierte eine andere Linie. Das erwies sich als großer Fehler, durch den er im Endergebnis auf Platz drei zurückfiel.

Wolfgang Schmid ging im letzten Lauf nicht letztes Risiko. Dennoch reichte es wieder, um den Rest des Feldes hinter sich zu lassen und den letztlich überlegenen Sieg nach Hause zu fahren. Platz zwei ging an Denk, Blümel konnte Gesamtrang drei und den Sieg in der kleinen Rennklasse einfahren.

Ergebnisse der anderen Klassen der 2WD-Wertung

Der dreifache Staatsmeiser Tomy Graf zeigte in der großen Serienklasse einmal mehr seine Klasse und konnte sich den Sieg vor Gery Beirer und Alex Steiner holen. In der kleinen Rennklasse bezwang Michael Blümel erstmals in der aktuellen Saison Michael Schalling und konnte sich den Sieg holen. Auf Platz drei folgte Guido Gluschitsch auf einem wunderschön erhaltenen Ford Taunus.

In der kleinen Serienklasse konnte sich Matthias Kaiser, der bereits den Lauf in Melk gewonnen hatte, vor den Mazda-Werkspiloten Mario Kranabetter und Martina Patka den Sieg holen.

Martina Patka

Martina Patka

Pechvogel des Wochenendes war Vorjahres-Champion Martin Jansa, Teameigner vom Action Racing Team aus Tschechien. Bereits im Training musste Jansa sein Einsatzfahrzeug mit Motorschaden abstellen. Das Team entschied sich, in der Nacht ein Ersatzauto aus Tschechien zu holen und damit zumindest wichtige Punkte retten zu können. Um 5 Uhr morgens stand das Fahrzeug in Kärnten und die Crew rund um Jansa baute alle wichtigen Teile in das neue Auto um. Doch damit nicht genug: Im Warm-Up stand das Ersatzauto nach einem Turboschaden plötzlich in Flammen. Jansa konnte unverletzt aussteigen. Nach diesem neuerlichen Defekt ging Jansa mit dem Auto der Rallye-Pilotin Manovska an den Start.

In der Allrad-Klasse zeigte Christian Kornherr, der im letzten Lauf in der Steiermark Platz drei erdriften konnte, bereits im Training eine Vorstellung, die Zuseher und Mitbewerber staunen ließ. Markus Felbauer, der in der Steiermark noch gewonnen hatte, musste diesmal mit einem „Leihauto“ an den Start gehen, da nicht alle notwendigen Teile verfügbar waren. Nach hartem Kampf musste er sich mit Platz vier begnügen. Dritter bei den Allrad-Driftern wurde Pechvogel Martin Jansa.

Eine Sensation lieferte Benjamin Klabutschar im dritten Lauf ab. Er konnte als einziger Allradfahrer die Maximalpunkte erreichen was ihm tosenden Applaus bei Publikum und Fahrern bescherte. Trotz des Traumlaufens musste er sich schlussendlich dem überragenden Christian Kornherr beugen und mit Platz zwei begnügen.

Martin Jansa

Martin Jansa

Damen kämpfen mitten in der Männer-Drift-Welt

In Sankt Veit stellten sich auch wieder vier Damen der Konkurrenz und schlugen sich hervorragend. Brigitte Schmalzl konnte sich die interne Damenwertung holen, aber auch im Gesamtranking auf den hervorragenden elften Platz setzen. Die junge  Martina Patka und Gabriele Gluschitsch lieferten saubere Läufe ab und konnten damit mehr als die Hälfte des Feldes hinter sich lassen.

Die aus Tschechien stammende Rallyepilotin Michaela Manovska, die erst die zweite Saison im Driftsport unterwegs ist und sich dabei einen Allrad-Boliden als Einsatzfahrzeug ausgesucht hat, bekam für ihre sportliche Leistung der vergangenen Rennen und der gewaltigen Steigerung innerhalb kurzer Zeit die Mazda Trophy überreicht.

Der nächste Lauf zur „DUNLOP Drift Challenge Austria 2014 powered by S Leasing“ fand am 11./12. Juli wieder im ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum Lang-Lebring in der Steiermark statt. Alle Infos findet man online unter www.driftchallenge.at.

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