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Das war die Rallye Dakar 2016

Stephane Peterhansel holte 12. Dakar-Sieg, der Australier Toby Price gewann erstmals die Gesamtwertung bei den Motorradfahrern – „bin geschockt“

17.01.2016 APA

Rekordsieger Stephane Peterhansel hat die Rallye Dakar in Südamerika zum zwölften Mal gewonnen. Der 50-jährige Franzose verteidigte am Samstag im Peugeot auf der 13. und letzten Etappe in Argentinien von Villa Carlos Paz nach Rosario über 180 Wertungskilometer seine deutliche Führung. Die Gesamtwertung bei den Motorradfahrern gewann erstmals der Australier Toby Price auf KTM.

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© Bild: Dean Mouhtaropoulos / Staff

12. Sieg für Peterhansel

Peterhansel lag im Gesamtklassement mit 45:22:10 Stunden 34:58 Minuten vor dem Vorjahressieger Nasser Al-Attiyah aus Katar im Mini und mehr als eine Stunde vor dem Südafrikaner Giniel de Villiers. Für den Franzosen war es nach sechs Triumphen als Motorradfahrer nun auch der sechste Gesamterfolg im Auto.  „Einige meiner Siege zählen mehr als andere, aber dieser gehört sicher zu den Top 3“, sagte der Franzose, der sich den Kopf vorerst nicht über Kommendes zerbrechen will. „Es ist noch zu früh, um über die Zukunft nachzudenken, aber eines ist sicher: Genauso viele Siege auf dem Motorrad wie im Auto zu haben war das letzte große Ziel meiner Karriere“, betonte der 50-Jährige. „Das ist geschafft, und ich denke nicht, dass es noch viele Dinge gibt, die mich motivieren können.“

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© Bild: Dean Mouhtaropoulos / Staff

Einspruch von Al-Attiyah

Wegen eines Protestes von Al-Attiyahs X-raid-Team wegen angeblich illegalen Nachtankens in der achten Etappe ist Peterhansels erneuter Erfolg allerdings unter Vorbehalt. Die Rennkommissare der Dakar hatten entschieden, dass bei Peterhansel und dessen Beifahrer Jean-Paul Cottret alles mit rechten Dingen zugegangen war, X-raid war damit aber nicht einverstanden. Somit muss das Berufungsgericht erst noch entscheiden.

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© Bild: Dean Mouhtaropoulos Getty Images Sport

Erster Sieg für Peugeot sein 1996

Vorerst aber darf sich Peterhansel für seine historische Leistung feiern lassen. Dem französischen Hersteller Peugeot bescherte er ein Jahr nach der Rückkehr den ersten Sieg seit 1996. Seit die Dakar nach der Absage wegen einer Terrordrohung 2008 seit 2009 in Südamerika ausgefahren wird, gewannen bisher entweder VW oder Mini.

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© Bild: Dean Mouhtaropoulos / Staff

Tagessieg für Loeb

Den Tagessieg sicherte sich sein Landsmann und Marken-Kollege Sebastien Loeb vor dem Finnen Mikko Hirvonen und Al-Attiyah. Für den Rallye-Rekordchampion Loeb war es der vierte Tageserfolg beim diesjährigen Marathon-Klassiker. In der Gesamtwertung wurde er Neunter.

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© Bild: Dean Mouhtaropoulos / Staff

Erster Sieg für Price

Price ist der erste Australier, der die Rundfahrt gewann. Der 28-Jährige, der im Vorjahr bei seiner ersten Teilnahme Dritter war, bescherte KTM den 15. Dakar-Triumph in Folge. Seit 2001 ist der Motorrad-Hersteller aus Mattighofen ungeschlagen (2008 war die Rallye wegen Terrorgefahr abgesagt worden). Price setzte sich nach 48:09:15 Stunden vor dem Slowaken Stefan Svitko (KTM) und dem Chilenen Pablo Quintanilla (Husqvarna) durch. „Ich bin geschockt, ich hätte nie gedacht, dass ich dieses Rennen bei meinem zweiten Antritt gewinnen könnte“, jubelte der 28-Jährige. „Der erste australische Sieger zu sein, ist verrückt“, so Price.

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© Bild: Dean Mouhtaropoulos Getty Images Sport

Unfälle forderten 12 Verletzte und 2 Tote

Auch die 38. Auflage der Dakar, die am 2. Jänner in Argentiniens Hauptstadt gestartet worden war, war von einigen einschneidenden Zwischenfällen überschattet. Gleich ein Unfall beim Prolog forderte zwölf Verletzte. Bei einem Unfall auf der siebenten Etappe war ein 63-jähriger Zuschauer vom Wagen des Franzosen Lionel Baud tödlich erfasst worden. Als der Wagen zurück nach Frankreich gebracht werden sollte, wurde er auf dem Weg zum Hafen in einen weiteren Unfall verwickelt, bei dem ein Mensch starb.

Österreicher Walkner gab nach Oberschenkelbruch auf

Für Österreichs Motorrad-Hoffnung Matthias Walkner endete seine zweite Dakar ebenfalls mit der siebenten Etappe. Bei einem Sturz hatte der KTM-Werksfahrer einen Oberschenkelbruch erlitten und musste dadurch aufgeben. Der 29-jährige Salzburger wird vermutlich 2017 einen weiteren Anlauf bei dem legendären Offroad-Spektakel unternehmen.

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© Bild: Dean Mouhtaropoulos / Staff

Wertungen der Rallye Dakar nach der 13. und letzten Etappe am Samstag von Villa Carlos Paz nach Rosario:

Autos:
1. Sebastien Loeb/Daniel Elena (FRA/MON) Peugeot 1:46:51 Std.
2. Mikko Hirvonen/Michel Perin (FIN/FRA) Mini +01:13 Min.
3. Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel (QAT/FRA) Mini 1:36
4. Cyril Despres/David Castera (FRA) Peugeot 1:36
5. Leeroy Poulter/Robert Howie (RSA) Toyota 2:04

Gesamtwertung:
1. Peterhansel 45:22:10 Std.
2. Al-Attiyah +34:58 Min.
3. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (RSA/FRA) Toyota 1:02:47 Std.
4. Hirvonen 1:05:18 – 5. Poulter 1:30:43
6. Nani Roma/Alex Haro (ESP) Mini 1:41:06

Motorräder:
1. Pablo Quintanilla (CHI) Husqvarna 1:51:27 Stunden
2. Kevin Benavides (ARG) Honda +1:41 Min.
3. Helder Rodrigues (POR) Yamaha 2:37

Gesamtwertung:
1. Toby Price (AUS) KTM 48:09:15 Std.
2. Stefan Svitko (SVK) KTM +39:41 Min.
3. Quintanilla 48:48.

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