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Wie geht es mit dem Team weiter? Fährt Caterham überhaupt noch zum GP der USA? Und was wird aus den Kappen?
 

Formel-1-Team Caterham steht vor dem Aus

Der Formel-1-Rennstall Caterham ist in eine tiefe Krise geschlittert. Der Streit zwischen Käufern und dem Ex-Eigentümer ist eskaliert und jetzt droht dem Team das komplette Aus.

23.10.2014 APA

Drei Rennen sind in der laufenden Formel-1-Saison noch zu bestreiten, für Caterham könnte die Saison aber schon jetzt vorbei sein. Der Streit zwischen den Käufern und dem ehemaligen Besitzer des Teams ist eskaliert. Ein paar Wochen nach seiner Amtsübernahme ist Manfredi Ravetto als Teamchef schon wieder Geschichte, in Leafield wurde sogar die Fabrik vorübergehend geschlossen. Nichts scheint mehr beim Letzten der Konstrukteurswertung zu gehen.

Startet Caterham noch beim GP USA?

Ein Start des Nachzügler-Rennstalls beim Grand Prix der USA in gut einer Woche ist mehr als fraglich. Selbst Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone wollte sich am Donnerstag nicht festlegen, ob dem Team noch zu helfen ist und ob dieser noch eine Zukunft hat. „Es ist ein bisschen zu kompliziert, etwas zu sagen ohne das richtige Wissen“, sagte der Brite dem Sender BBC. „Alles was ich weiß, ist das, was mir erzählt wurde. Ich bin nicht sicher, ob das alles richtig ist“, meinte Ecclestone, der Caterham nun aber offensichtlich helfen will. Die Zeit wird aber knapp.

„Wenn du etwas kaufst, solltest du auch dafür bezahlen“

Am kommenden Samstag müssten die Rennwagen eigentlich in die USA transportiert werden. Drei Tage vorher erreichte der Streit der Eigentümer aber seinen Höhepunkt. „Wenn du etwas kaufst, solltest du auch dafür bezahlen. Ganz einfach“, schrieb Vorbesitzer und Ex-Teamchef Tony Fernandes via Twitter. Eine Pressemitteilung des Rennstalls, in der vor allem er angeprangert wurde, bezeichnete er beim britischen Sender BBC gar als „Müll“.

Tweet von Tony Fernandes

Wer hat Caterham gekauft?

Fernandes hatte sich mit einer Investmentgruppe namens Engavest SA am 29. Juni über den Verkauf des Teams geeinigt. Wer genau hinter dem Konsortium steht, ist bis heute ungeklärt. In dem Statement warfen die neuen Eigentümer dem alten Besitzer vor, sich seit der Einigung geweigert zu haben, die notwendigen rechtlichen Verpflichtungen einzugehen, um die Anteile dem Käufer zu übertragen. „Nach drei Monaten, in denen das Caterham F1 Team in gutem Glauben geführt wurde, sieht sich der Käufer nun gezwungen, alle Möglichkeiten zu sondieren, dazu zählt auch ein Rückzug des Management Teams“, hieß es in der Mitteilung.

Neue Vorwürfe gegen Fernandes

Die Käufer des Caterham-Rennstalls haben im Streit um Zahlungen und Besitzverhältnisse des Formel-1-Teams nachgelegt. Die Investmentfirma Engavest SA habe einen Vertrag zur Übernahme des „1Malaysia Racing Team/Caterham F1“ mit Tony Fernandes und der Caterham Gruppe geschlossen. Engavest SA habe alle Bedingungen erfüllt und auch gezahlt. Vorbesitzer Tony Fernandes soll aber nach Schilderungen von Engavest SA die Anteile aber nicht übertragen haben. „Daher bleibt Herr Fernandes der Besitzer von Caterham F1 und voll verantwortlich für seine Aktivitäten“, hieß es in einer Mitteilung am Donnerstag.

Teamchef Ravetto nach 5 Rennen ausgewechselt

Kurz danach twitterte der bisherige Teamchef Ravetto ein Selfie, im Hintergrund die Crew des Rennstalls bei einem Grand-Prix-Wochenende. Über dem gemeinsamen Foto standen die Worte geschrieben: „Stolz, so eine außergewöhnliche Gruppe Menschen geführt zu haben, wenn auch nur für wenige Wochen!“ Ravetto hatte den Posten erst Anfang September vom Niederländer Christijan Albers übernommen. Dieser hatte gerade einmal fünf Rennen durchgehalten.

Ex-Teamchef Ravetto auf Twitter

Wirtschaftsprüfung sperrt Tore von Caterham zu

Die Spekulationen um die großen finanziellen Probleme des Rennstalls halten sich schon lange. In Sotschi versuchte Ravetto zuletzt in einer ausführlichen Pressekonferenz Zweifel an einem Fortbestand des Teams zu zerschlagen. Nun ist aber in Caterham Sports Limited auch noch ein Zulieferer insolvent. Das Wirtschaftsprüfungs-Unternehmen kümmert sich nun um die Abwicklung und sperrte offensichtlich erstmal die Tore auch zu der Fabrik des Rennstalls zu, der rechtlich noch dem „1Malaysia Racing Team“ (1MRT) zu gehören scheint.

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