Fahrer und Teamchefs kritisieren den von Bernie Ecclestone vorgelegten Kalender-Entwurf für 2014.
Fahrer und Teamchefs kritisieren den von Bernie Ecclestone vorgelegten Kalender-Entwurf für 2014.
 

Breiter Widerstand gegen vorläufigen Formel 1-Kalender 2014

Der Kalender in seiner jetzigen vorläufigen Form brächte zu große Belastungen und logistische Probleme mit sich – weitere Änderungen sind wahrscheinlich

04.10.2013 APA

Der vorläufige 22 Rennen umfassende Formel 1-Kalender für 2014 stößt auf breiten Widerstand. 22 Rennen seien über der Grenze und eine zu große Belastung für die Mitarbeiter der Rennställe und den Rest des Formel-1-Zirkus, so Red-Bull-Teamchef Christian Horner zum Magazin „Autosport“ vor dem Großen Preis von Südkorea am Sonntag. Auch für Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton würde ein solches Jahr „einfach zu lang“. In der laufenden Saison werden 19 WM-Läufe gefahren, ein Maximum von 20 gilt für die Teams als akzeptabel.

Logistische Probleme durch dichten Zeitplan

Zudem stellt der aktuelle Entwurf, den Chefvermarkter Bernie Ecclestone der FIA vorschlug, die Teams vor große logistische Probleme. Vor allem die Ansetzung der Rennen in Monte Carlo, New Jersey und Montreal binnen zwei Wochen stößt auf Kritik. „Wenn man besser drüber nachdenken würde, käme man zu einem viel besseren Kalender für das nächste Jahr“, meinte Ferrari-Pilot Felipe Massa.

Änderungen am Kalender wahrscheinlich

Noch allerdings rechnen viele mit weiteren Änderungen bis zur Veröffentlichung des endgültigen Rennkalenders Anfang Dezember. Als Streichkandidat gilt vor allem Südkorea: Der Korea International Circuit hat den Streckenbetreibern von Yeongam bisher nur Millionen-Verluste gebracht und vor der vierten Auflage des Großen Preises von Südkorea am kommenden Sonntag ist offener denn je, ob die Königsklasse danach noch einmal ins gesichtslose Marschland am Ostchinesischen Meer zurückkehren wird. „Mir ist gesagt worden, dass wir das letzte Mal hier sind“, verriet Dreifach-Weltmeister Vettel am Freitag. Auch die potenziellen Debütanten New Jersey und Mexiko könnten nicht in den entgültigen Kalender aufgenommen werden. „Wenn man aber annimmt, dass es diese Strecken nicht schaffen, dann haben wir ein paar unsinnige Lücken in der Mitte“, verwies McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh auf weitere notwendige Umstellungen, um einen terminlich ausgewogenen Kalender zu gewährleisten.

Tests während der Saison 2014 wieder erlaubt

Abhängig vom endgültigen Rennplan ist auch, wie viele Testtage die Formel 1 im kommenden Jahr absolvieren kann. Dabei gilt: Je mehr WM-Läufe, desto weniger Übungsfahrten. Bei 22 Rennen würde es dem Fachmagazin „Auto, Motor und Sport“ zufolge zwei zusätzliche Zwei-Tages-Tests während der Saison geben. Bei 21 Grand Prix sollen es drei sein, bei 20 sogar vier. Im nächsten Jahr sind die zuletzt verbotenen Tests während der Saison wieder erlaubt. Vor Beginn der WM proben die Teams im spanischen Jerez und zweimal in Bahrain.

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