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Austrian Drift Challenge: Spannender Auftakt

Neues Reglement sorgt für Spannung bis zum Schluss beim Auftakt zur Dunlop Driftchallenge 2015.

13.04.2015 Online Redaktion

Bei perfekten Wetter ging am 11./12.04.2015 am Wachauring Melk der erste Lauf der heurigen Driftmeisterschaft über die Bühne. Zu Saisonbeginn wurde seitens der Organisation die Verwendung von Serienreifen des Seriensponsors Dunlop vorgeschrieben. Nach vorangegangen Reifentests stellte sich am ersten Wochenende bereits heraus das die Favoriten bis zum Schluss in der Lage waren schnelle Rundenzeiten zu fahren und der deutlich billigere Straßenreifen gegenüber eines reinen Rennreifens auch den Belastungen standhält.

Neues Ko-System

Das neu eingeführte Ko-System wurde ebenfalls zum ersten Mal gefahren und wurde von Zusehern und Fahrer als äußert spannend bezeichnet, da bis zum Finale alles rund um den Sieg am Wachauring offen blieb.

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© Bild: Daniel Klopf

Vizestaatsmeister im Finale unter sich

Der regierende Staatsmeister Wolfgang Schmied zeigte im ersten Run warum er im Vorjahr Meister wurde und konnte sich klar durchsetzen. Gefolgt von Michael Blümel und dem stark fahrenden Josef Spiessl. Danach wurden die ersten Ko-Duelle zusammengestellt und im ersten Lauf gelang dem Vizestaatsmeister 2014, Günther Denk, der Sprung an die Spitze der Wertung. Dahinter lauerten Hannes Sattelberger und der Vizestaatsmeister aus dem Jahr 2009, Georg Comandella, auf die Chance bei ihrem Comeback in der DCA wieder zuzuschlagen. Im vierten Durchlauf musste sich Schmid im direkten Aufeinandertreffen mit Denk geschlagen geben und schied aus. Mit Rene Kamleither und Sebastian Pemmer trumpften 2 ganz junge Talente mächtig auf und konnten schlussendlich ein verdientes Topresultat mit nach Hause nehmen. Im Finale trafen Denk und Comandella aufeinander in dem Denk seinen Vorjahressieg am Wachauring wiederholen konnte. Comandella konnte sich vor Sattelberger und Spiessl Platz zwei sichern.

Klassenwechsel hat sich gelohnt

Mario Kranabetter hat über die Wintermonate seinen ehemaligen MX-5 aufgerüstet und trat in Melk das erste Mal in der kleinen Rennklasse damit an. Nachdem Blümel technische Probleme in den Ko-Duellen beklagen musste, war für Kranabetter die große Chance gekommen in der Klasse um den Sieg mitzufahren. Roman Steinbauer der bereits im Vorjahr tolle Leistungen zeigte und bis zum Ende die Entscheidung offen halten konnte, musste sich aber am Ende mit Platz 2 begnügen. Blümel konnte trotz angeschlagenen Auto immerhin Rang drei noch für sich verbuchen.

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© Bild: Daniel Klopf

Neuer Sieger in der kleinen Serienklasse

Peter Mistelbauer der in der Vergangenheit immer wieder sporadisch am Wachauring mitgefdriftet ist konnte seinen ersten Sieg feiern und die junge Wienerin Martina Patka auf Platz 2 verweisen. Andreas Hipfl der sich mit seiner Freundin ein Auto teilt, schnappte sich Platz 3.

Familiensiegerfoto in der großen Serienklasse

In der großen Serienklasse gab es den längst überfälligen ersten Sieg von Alex Steiner und, zum ersten Mal in der Geschichte der Driftstaatsmeisterschaft, ein Siegerfoto auf dem Mann und Frau vertreten waren. Die Ehefrau von Alex Regina Steiner konnte sich, hinter Fritz Starnberg, den dritten Platz in der Klasse holen und sorgte damit für einen perfekten Familienausflug am Wachauring.

Sensation in der Allradklasse

Tomy Graf der in der Vergangenheit bereits 3-mal den Staatsmeister bei der heckgetriebenen Klasse holen konnte, hat sich Ende 2014 entschlossen in die Allradklasse zu wechseln. Das heurige Jahr war geplant als Lehrjahr um 2016 um den Titel mitstreiten zu können, da Benjamin Klabutschar als klarer Favorit in die Saison ging. Klabutschar hat seinen 500-PS-Audi im Winter zum reinrassigen Renngerät umgebaut und zeigte im Training, dass der Sieg nur über ihn führen konnte. Graf konnte sich stetig steigern und wurde zum ernsthaften Gegner von Klabutschar, dem leider im Finale ein gebrochenes Blowoff zum Aufgeben zwang und damit war die Sensation am Wachauring perfekt. Graf holte sich den Sieg beim ersten Antreten in der Allradklasse.

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© Bild: Daniel Klopf

Christian Kornherr musste sich 3 Tage vor der Veranstaltung um einen neuen fahrbaren Untersatz bemühen da sein geplantes Auto nicht zur Verfügung stand. Das kurzerhand angemietete Auto stellte sich relativ schnell als nicht siegfähig heraus, mit Platz 3 konnte Kornherr zu mindestens wichtige Punkte um die Meisterschaft retten. Beim nächsten Lauf in der Steiermark ist davon auszugehen, dass wieder ein konkurrenzfähiges Auto zum Einsatz kommt und Kornherr wieder ernsthaft um den Sieg mitfahren kann.

Damen in der DCA zeigen auf

Brigitte Schmalzl die in der Vergangenheit immer wieder durch tolle Leistungen in der Gesamtwertung vorne mit dabei war, mußte vorm ersten Wertungslauf ihren Benz mit defekter Wasserpumpe abstellen. Martina Patka konnte sich neben Platz 2 in der Serienklasse auch die interne Damenwertung vor der jungen Marlies Brunthaler und der Mazda Rookie 2014 Gewinnerin Katharina Dornhoferholen. In Summe stellten sich am Wachauring 6 Damen der Konkurrenz und zeigten eindrucksvoll das der Driftsport keine reine Männerdomäne mehr ist.

Der nächste Lauf zur Meisterschaft findet am 09./10.Mai in Lebring Stkm statt. Dort werden die Sieger ebenfalls wieder im Ko System ermittelt.

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